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SUSHI-SPECIAL

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Alles Sushi?


Auf diesem Bild sind grafisch dargestellte Sushi, Essstäbchen, Trinkschälchen und eine Sake-Flasche zu sehen. Foto: Pixelquelle.de

Leichte Köstlichkeit: Sushi.
Foto: Pixelquelle.de

Es ist nicht zu übersehen: Knochenhauerstraße, Böttcherstraße, Obernstraße… seit einiger Zeit tauchen auch in Bremen mehr und mehr Sushi-Bars auf. Sogar im Supermarkt kann man inzwischen fertig abgepacktes Sushi kaufen. Da wäre es doch mal ganz interessant zu erfahren, woraus die japanischen Röllchen eigentlich bestehen, was die unterschiedlichen Sorten ausmacht und wer überhaupt auf die sonderbare Idee kam, Fisch in Reis einzuwickeln.



Die Japaner waren es also. Vor vielen Jahren, als es noch keine Kühlschränke gab, entstand Sushi als Konservierungsmethode für Fisch. Der gesalzene Fisch wurde ungefähr ab dem 7. Jahrhundert in gekochten Reis gewickelt und war so geschützt, wenn er in Erdlöchern verstaut wurde. Anfangs wollte man nur den Fisch retten und warf den Reis vor dem Verzehr weg. Doch auch die Japaner haben schwäbische Züge und waren zu geizig, um die essbaren Körner zu entsorgen. Also probierten ein paar Wagemutige Fisch und Reis zusammen – vermutlich waren sie einfach aber auch nur verdammt hungrig. Sushi war geboren.

Vom Notfall-Happen zur Delikatesse

Heute gibt es viele Variationen, sogar vegetarische Röllchen ohne Fisch. In Tokio wurde die moderne Form des Sushi erfunden: Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Gesellschaft reicher und immer mehr Leute konnten sich den teuren Fisch leisten. Die Leckerei, wie wir sie kennen, gibt es jedoch erst seit gut 100 Jahren. Und die japanischen Köche, die eine siebenjährige Ausbildung hinter sich haben, bevor sie ein echter „itamae“ sind, werden nicht müde, immer neue Variationen zu entwickeln.

Auf diesem ist ein Sushi zu sehen. Foto: bremen4u

Die vegetarische Variante.
Foto: bremen4u

Nicht nur lecker, sondern auch gesund

Sushi enthält wenig ungesundes Fett und ist eine wahre Energiebombe im positiven Sinne. Der Fisch enthält nämlich Öle mit einem sehr hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Die wandern nicht gleich auf die Hüften und helfen zudem noch, Schlaganfällen und Herzinfarkten vorzubeugen. Ein schneller Mittags-Snack im herkömmlichen Sinn hat oft den Nachteil, dass er viel Zucker enthält (auch wenn man es nicht gleich ahnt: in vielen Fertig-Soßen z.B. steckt eine ganze Menge Zucker), der in Traubenzucker umgewandelt wird und unseren Blutzuckerspiegel hochjagt. Um den wieder zu senken, wird vom Körper Insulin produziert und der Blutzuckerspiegel unter den ursprünglichen Wert gedrückt. Das Ergebnis: Wir sind schlapp und müde.
Nimmt man in der Mittagspause hingegen etwas Leichtes wie Sushi zu sich, bleibt einem das Bedürfnis nach einem Mittagsschläfchen nach dem Essen erspart. Der Reis wird in seiner ursprünglichen Form verzehrt und lässt den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schießen, sondern nur langsam und maßvoll ansteigen. Deswegen gibt es hinterher auch keine Überkompensation durch Insulin. Wir bleiben länger satt und haben keine Heißhungerattacken auf die fiesen Dickmacher zwischendurch.

Maki, Nigiri oder Sashimi?

Sushi ist nicht gleich Sushi. Man unterscheidet hauptsächlich drei Arten: Maki, Nigiri und Sashimi.
Maki: Gemüse oder Fisch werden zusammen mit Reis per Bambusmatte zu einer ansehnlichen Rolle geformt, die dann in handliche Happen portioniert wird. Gibt’s oft mit Sesam bestreut und in Noriblätter (Seetang) gewickelt.
Nigiri: Hier wird nicht gerollt, sondern belegt. Und zwar der Reis mit einem Stückchen Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse.
Sashimi: Würden die meisten wahrscheinlicht nicht als Sushi identifizieren, da es sich um hauchdünne Scheiben Fisch handelt, der als Vorspeise ohne jegliche Beilage gegessen wird.

von Simone Möller


Sushi in Bremen:


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