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TV-Serien der Siebziger
Das waren noch Zeiten ... als es noch echte Kerle gab und Manfred Krug als harter Trucker mit weichem Kern durch die Gegend fuhr. Kultig und zahlreich waren in den siebziger Jahren die Zeichentricksendungen, die hauptsächlich in Japan produziert wurden. Mit Serien wie Heidi und Wickie hielt so der frühe Anime-Stil in deutschen Wohnzimmern Einzug. Familienserien wie Die Waltons und Unsere kleine Farm versprachen dem Zuschauer einen Einblick in das Leben einer typisch amerikanischen Familie. Überhaupt wuchs der amerikanische Einfluss auf die Fernsehserien in diesem Jahrzehnt – die Sitcom erfreute sich immer größerer Beliebtheit. Und ab 1975 musste man sich nicht einmal mehr bewegen beim Fernsehen, denn die Infrarotfernbedienung kam auf den Markt und das Zappen wurde zum Volkssport – auch wenn die Programmanzahl noch keinen Marathon zuließ… Auf Achse
Trucker Franz Meersdonk ist Fahrer bei der Spedition Mittermann. Diese hat einen größeren Auftrag an Land gezogen, jedoch bis auf den bärbeißigen Franz keine Fahrer mehr. Der Zahnstocher kauende Rennfahrer Günther Willers, dessen Karriere sich dem Ende zuneigt, kommt da ganz gelegen. Gemeinsam sollen die beiden Trucker nun eine Terminfracht nach Teheran bringen und geraten dabei in allerhand Schwierigkeiten. Während sie sich aus den Problemen herauswinden können, geht in Deutschland die Firma pleite. Durch die spätere Aufklärung eines Versicherungsbetruges kommen beide jedoch an Geld und gründen damit ihre eigene Spedition. Zum Kult der Serie trugen vor allem Franz’ trockene Kommentare bei, die genauso treffsicher sind, wie seine mitunter ausrutschende Faust.
Mit diesem Dream-Team konnte auf der "Pacific Princess" nichts schief gehen. The Love Boat
Das Luxusschiff Pacific Princess steuert nur die schönsten Orte der Welt an. Die Crew, bestehend aus Captain Stubing, „Doc“ Bricker, Zahlmeister „Gropher“ Smith, Barkeeper Isaac Washington, Managerin Julie McCoy und der pubertierenden Vicky, Tochter des Captains, schippert über die Weltmeere und erlebt mit ihren Passagieren ebenso romantische wie spannende Abenteuer. Zwischen Cocktails schlürfen und Landgang kommt es zu Täuschungsmanövern, Liebeskummer, Hochzeiten und auch der ein oder andere blinde Passagier wird entdeckt. Erfolgskonzept der Serie: Die Passagiere werden häufig von amerikanischen Stars und Sternchen dieser Zeit gespielt. Jamie Lee Curtis, Micheal J. Fox, Zsa Zsa Gabor, Tom Hanks, David Hasselhoff, Janet Jackson und The Village People sind nur einige von vielen Gaststars. Kult ist auch der gleichnamige Titelsong, der sich als Ohrwurm festbeißt. Love Boat ist übrigens die Vorlage für das deutsche Traumschiff.
Was Winnetou für die Sechziger war, verkörperte er für die Siebziger: Captain Future. Captain Future
In den Siebzigern sah die Zukunft so aus: Captain Future fliegt im Jahr 2500 mit seinem Raumschiff Comet durch das Universum und rettet ganze Planeten und Völker vor bösen Mächten. Zur Crew des rothaarigen Captain gehören das in einem fliegenden Spezialbehälter lebende Gehirn des Professor Simon Wright, der Roboter Grag und der Android Otto, der aus Plastik besteht und seine Gestalt verändern kann. Die drei haben den jungen Captain Future gemeinsam aufgezogen, nachdem dessen Eltern ermordet wurden. Papa Future war ein großer Wissenschaftler, der Grag und Otto konstruierte und das Gehirn des früheren Wissenschaftlers Wright rettete. Weitere Mitglieder der Future-Mannschaft sind Joan, eine junge Agentin der Planetenpolizei, die Captain Future schöne Augen macht, sowie der Veteran Ezella Garnie. Den Kultstatus bekam die Serie nicht zuletzt wegen des überarbeiteten Soundtracks mit dem Titel The Final von Phil Fuldner. Die WaltonsFriede, Freude, Eierkuchen mit drei Generationen unter einem Dach auf Walton’s Mountain in den 30er und 40er Jahren. Bleibt nur noch zu sagen: Gute Nacht Daddy, gute Nacht Mary Ellen, gute Nacht John-Boy, gute Nacht alle miteinander...
Die M*A*S*H-Truppe nahm kein Blatt vor den Mund. M*A*S*H
Mitten im Koreakrieg steht das Feldlazarett 4077. Trotz aller Umstände versuchen die Ärzte, Schwestern und Pfleger dort Leben zu retten und machen mit zynischen und sarkastischen Kommentaren ihre Haltung zum Krieg klar. Einerseits sehr komisch, andererseits unterschwellig gesellschaftskritisch – und genau deshalb kultig. Biene Maja"Maja?! Maja?! Wo bittu?" Der heimliche Star der Serie ist und bleibt der dicke Willi, der näselnd, immer ängstlich und in Schwierigkeiten geratend mit seiner vorlauten und neugierigen Freundin Maja und dem weisen Grashüpfer Flip Abenteuer in den Weiten der Blumenwiese besteht.
Bunt, schräg, fantasievoll: Die wunderbar gezeichneten Filmchen zwischen den Sketchen. Monty Python’s Flying Circus
Unglaublich genial nimmt die Monty-Python-Mannschaft alles aufs Korn, was ihr vor die Nase kommt. Ob Politik oder Wissenschaft, alles wird phänomenal parodiert und zerfetzt. Um den düsteren englischen Humor genießen können, muss man sich die Kult-Sketche auf Englisch ansehen! Kojak
Der glatzköpfige, immer Lolli lutschende Polizist Theodore Kojak ermittelt zusammen mit seinen Assistenten Crocker und Stavros in New York. Eine gehörige Portion beißender Humor macht aus der Krimiserie ab und zu auch mal eine Comedyserie. Die rote Zora
Die obdachlosen Waisenkinder Zora, Branko, Nicola, Pavle und Duro schlagen sich auf der Straße durch. Sie wohnen in einer alten Burg und verstecken sich ständig vor den Polizisten Begovic und Dordevic, weil sie ihr Essen klauen müssen. Die Serie basiert auf dem Bestseller-Roman von Kurt Held, der in viele Sprachen übersetzt wurde und weckt wilde Kindheitsträume.
Die Derrick-Dialoge hatten immer eine gewisse Theatralik. Wunderbar! Derrick
"Harry, fahr’ schon mal den Wagen vor." Dieser Satz stammt ursprünglich gar nicht aus Derrick, ist für die unzähligen Fans auf aller Welt aber untrennbar damit verbunden und eindeutig kultig. Horst Tappert ist Stephan Derrick und Fritz Wepper sein Assistent Harry Klein. Zusammen lösen sie in fast 300 Folgen knifflige Fälle und Verbrechen. |
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