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TV-Serien der Achtziger
Harte Kerle und heiße Frauen - der Traum vieler Jungs in Serie. Bunt, schrill und actionreich, aber auch romantisch, bieder und mit viel Familiensinn – so präsentierte sich das TV-Programm der achtziger Jahre. Während die neuen Privatsender vor allem erfolgreiche Krimi- und Hau-drauf-Formate aus den USA am deutschen Markt erprobten, gingen die Öffentlich-Rechtlichen mit neuen Familienserien in die Gegenoffensive. Und obendrauf gab's noch einen kleinen Schuss Comedy, Mystik und Erotik. Ein Colt für alle Fälle
Diese Serie hat alles, wovon kleine (und große) Jungs träumen: wilde Verfolgungsjagden in coolen Karren, wüste Prügeleien mit finsteren Gesellen und wunderschöne Frauen in knapp sitzenden Outfits. So mancher hätte sein letztes Hemd gegeben, um für nur einen Tag im Leben in die Rolle des Colt Seavers zu schlüpfen. Der Teilzeit-Stuntman spürt im Nebenjob Verbrecher auf, die bis zur Gerichtsverhandlung gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt wurden und dann geflohen sind. Unterstützt wird er dabei von seinem tollpatschigen Cousin Howie Munson und seiner atemberaubend hübschen Assistentin Jody Banks.
Die Mutter aller Arztserien. Die Schwarzwaldklinik
Die 80er Jahre waren in Deutschland auch das Jahrzehnt der Familienserien: Neben dem Traumschiff, dem Landarzt, den Drombuschs oder den Wicherts von Nebenan erblickte auch die Schwarzwaldklinik das Licht der TV-Welt. Die Mutter aller Arztserien startete am 22. Oktober 1985 und wurde schnell zum Straßenfeger mit Erfolgsquoten von über 25 Millionen Zuschauern. Vielleicht lag es daran, dass die Autoren der Serie neben dem üblichen Herz-Schmerz auch Raum für damals noch brisante Themen ließen: So mussten sich Professor Brinkmann (Klausjürgen Wussow), dessen Sohn Udo (Sascha Hehn), die resolute Oberschwester Hildegard (Eva Maria Bauer) und der vorlaute Zivi Mischa (Jochen Schroeder) unter anderem mit Sterbehilfe, ärztlichem Versagen, Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch auseinandersetzen. Daneben blieb natürlich noch genügend Zeit für kleine Affären und andere zwischenmenschliche Verwicklungen.
Die Männer und Frauen aus dem Wald. Robin Hood
Kaum eine andere Abenteuer-Saga wurde so oft beschrieben, besungen oder verfilmt, wie die des jungen Gesetzlosen aus dem Sherwood Forrest. Doch bis in die frühen 80er Jahre hinein verband man mit Robin Hood ein langweiliges Freund-Feind-Schema, antiquierte Naturromantik und überhöhten Edelmut. Dann kam John Carpenter. Der vermischte die klassische Legende mit übernatürlichen Elementen, stellte das mittelalterliche Leben völlig unverkitscht dar und schuf mit der neuen TV-Serie ein ganz anderes, faszinierendes Bild vom englischen Volkshelden: Dreckig, abgehetzt und von (Selbst-)Zweifeln geplagt, kämpft der neue Robin Hood in professionell choreografierten Gefechten gegen den bitterbösen Sheriff of Nottingham, brutale Tempelritter, mordlustige Assassinen und schwarze Magie. Immerhin kann er dabei auf Unterstützung durch den naiven Much, den zwielichtigen Will Scarlett, den bärenstarken Little John, den Sarazenen Nasir, den Mönch Tuck und die Adlige Marion zählen – meistens jedenfalls ...
Amerikanische Frauen-WG. Golden GirlsDer Prototyp aller Frauen-WGs: Wenn die männermordende Blanche, die herrlich sarkastische Dorothy, die treudoofe Rose und die grantige Sophia am Küchentisch zusammenkommen, um über Männer und andere Sorgen zu philosophieren, bleibt kein Auge trocken. Versprochen! A-Team
Mit monströsen Waffen und in ulkigen Verkleidungen kämpfen ein genialer Stratege, ein technisch begabter Muskelprotz, ein trickreicher Schönling und ein geisteskranker Pilot für die Gerechtigkeit und oftmals gegen das Gesetz. Und dabei fliegen – lautstark und sehr effektreich – die Fetzen.
Der schnuckelige Johnny Depp am Anfang seiner Karriere. 21 Jump Street
Der Durchbruch für den damals noch unbekannten Johnny Depp. Gemeinsam mit drei anderen Jungpolizisten muss er sich bei Undercover-Einsätzen in Schulen und in der Jugendszene von L.A. mit Drogenhandel, Erpressung, Prostitution und Bandenkämpfen auseinandersetzen – aber auch mit eigenen Problemen. Saber Rider
Diese japanisch-amerikanische Zeichentrick-Saga mischt gekonnt Elemente aus Western und Science Fiction: Vier Star Sheriffs beschützen die letzten Menschen auf fernen Planeten vor den Angriffen der Outrider, deren Ziel es ist, die Menschheit auszurotten und sich ihre Dimension anzueignen.
Schöne Menschen am Strand. Baywatch
Kaum zu glauben, aber wahr: Dies ist die erfolgreichste US-Serie des 20. Jahrhunderts. Zuschauer in 144 Ländern gucken den knapp bekleideten und höchst attraktiven Rettungsschwimmern von Malibu bei der Arbeit zu. Für schlaflose Nächte sorgen u.a. Pamela Anderson, Erika Eleniak und Carmen Elektra. Magnum
Als Privatdetektiv Thomas Magnum hat Tom Selleck nicht nur unzählige Verbrechen aufgeklärt, sondern nebenbei auch noch den Oberlippenbart und bunt gemusterte Hawaii-Hemden salonfähig gemacht. Kultpotenzial haben vor allem die Auseinandersetzungen mit seinem Mitbewohner, dem kauzigen Gutsverwalter Higgins.
Gute Menschen, böse Menschen. Dallas
DIE Kultserie der frühen 80er Jahre. In 14 Staffeln dreht sich alles um die familiären und geschäftlichen Ereignisse des Ewing-Clans. Fiesling J.R., die versoffene Sue Allen, der nette Bobby und die hübsche Pamela streiten im texanischen Dallas um Erdöl, Macht und das liebe Geld. |
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