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FLOHMARKT-SPECIAL

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El Dorado für Jäger und Sammler


Auf diesem Bild sieht man einen typischen Flohmarkt-Tisch mit verschiedensten Gegenständen, wie Telefon, Gläser, Schreibmaschine. Foto: pixelio.de/qay

Was für eine Wonne: Klüngelkram soweit das Auge reicht.
Foto: pixelio.de/qay

Was gibt es Schöneres, als am Wochenende gemütlich über einen Flohmarkt zu schlendern, das ein oder andere Schnäppchen zu erstehen und hinterher bei einem Eis die Atmosphäre zu genießen? Natürlich ist es auch ein großer Spaß, die Wohnung auszumisten und mit Freunden einen Tag lang den eigenen Ramsch und Trödel an den Mann zu bringen. Wer zum Fliegenden Händler werden will, muss allerdings früh aufstehen, denn einerseits ist es oft nur vor Beginn erlaubt, mit dem Auto auf das Marktgelände zu fahren, und andererseits sind die eingefleischten Sammler bereits in den frühen Morgenstunden auf der Suche. Schnell kommt so der ein oder andere Euro zusammen – wenn nicht, hat's trotzdem Spaß gemacht.


Welcher Flohmarkt-Typ bist Du?

Zum Flohmarktbesucher wird man aus den verschiedensten Gründen: Da gibt es beispielsweise den Sammler, der etwas ganz Bestimmtes sucht und keine Ruhe gibt, bevor er nicht genau diese eine Ü-Ei-Figur gefunden hat. Es gibt den Schnäppchenjäger, der auf der Suche nach günstigen Angeboten ist und dem vor lauter Liebe zum Handeln das erkämpfte Teil schon fast egal ist. Da sind die Familien, die sich den Flohmarkt als kleine Abwechselung zum Sonntagsspaziergang aussuchen. Natürlich sind da die Studenten ohne viel Kohle in der Tasche, die sich noch den Hausstand zusammen kaufen müssen und die Leute, die eigentlich nichts brauchen und einfach nur mal schauen wollen.

Auf diesem Bild sieht man eine Puppe und einen Stoffhasen. Foto: photocase.de/phager

Für die einen Müll, für die anderen Sammlerobjekte.
Foto: photocase.de/phager

Auf der Suche nach Charakter-Möbeln

Sabrina besucht regelmäßig Flohmärkte und kennt sich in Bremen inzwischen richtig gut aus. Die Studentin hat sich ihren halben Haushalt günstig auf Flohmärkten zusammengekauft und freut sich darüber, dass sie das kaum was gekostet hat: "Als Studentin habe ich nicht viel Geld. Würde ich alles neu kaufen, bliebe nichts mehr fürs Weggehen übrig." So hat sie ihr Zimmer im Studentenwohnheim richtig gemütlich gestaltet: Vasen, Schalen aus den Sechzigern und antike Kerzenleuchter machen ihr Zimmer einzigartig: "Wie ein Abklatsch aus dem IKEA-Katalog soll mein Zimmer nicht aussehen. Ich mag die alten Sachen, sie haben Charakter." Ihr Lieblingsstück ist ein großer Spiegel mit geschnitztem Holzrahmen, den sie auf dem Antikmarkt in Huchting entdeckt hat: "Nur 20 Euro hab ich für das Schmuckstück bezahlt! Das war bisher mein bestes Schnäppchen wenn man bedenkt, was Spiegel sonst kosten."

Familienausflug mit Bücher-Kauf

Richtige Flohmarktfans sind auch Heike und Karsten. Die beiden Pädagogen haben zwei Mädchen: die vierjährige Lisa und die sechsjährige Maike. Beide Kinder lieben Bücher und Hörspielkassetten. Aber Maike und Lisa kennen die Bücher nach zweimaligem Vorlesen meist schon auswendig. Regelmäßig müssen also neue Bücher her. Doch Heike und Karsten haben eine Lösung gefunden, das finanziell in einem verträglichen Rahmen zu halten: "Wir kaufen die Bücher und Kassetten nicht neu. Die Flohmärkte quellen von alten Kinderbüchern und Kassetten über", erzählt die Mutter. "Auf dem Flohmarkt können wir richtig viel Geld sparen. Hier bekommt man mit etwas Glück gleich einen Stapel Bücher für 5 Euro." Neu würden die beiden für das Geld kaum mehr als ein Buch bekommen. Den Piccolino-Markt beim Messecentrum können Karsten und Heike besonders weiterempfehlen: "Diesen Flohmarkt gibt es zwar nur einmal im Jahr, es ist aber der einzige, von dem wir immer kistenweise neue Bücher mit nach Hause bringen."

von Anastasia Hill

 


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