szmtag
 
 

FLOHMARKT-SPECIAL

<< zurück

Wie mit dem Lineal abgemessen


Auf diesem Bild sieht man den überdachten Flohmarkt in Habenhausen Foto: bremen4u

Vor Wind und Wetter geschützt: Der Norddeutsche Flohmarkt in Habenhausen.
Foto: bremen4u

Ein grauer Schleier liegt über dem Bremer Himmel an diesem Sonntagmorgen. Eigentlich kein guter Tag, um sich auf den Weg zum Flohmarkt zu machen. Wäre da nicht das kleine Extra, dass der Markt bei der Fegro in Habenhausen bietet: Die Fläche, auf der die Verkäufer bereits um 5 Uhr ihre Stände aufbauen, ist komplett überdacht. Eine große Konstruktion aus Plexiglas schützt die Schnäppchen- und Schätzchenjäger sowie die Trödel- und Neuwaren vor Regen.


Dieser Pluspunkt war auch für Axel Steyer (43) und Lieselotte Hickel (70) einer der Gründe, warum sie sich an diesem Sonntag für einen Besuch des "Norddeutschen Flohmarktes", entschieden haben. Lieselotte Hickel ist zum ersten Mal hier, sie kommt aus Huchting. Das ist schon ein weiter Weg ohne Auto. "Aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Markt gut zu erreichen", findet sie. Überzeugt vom Besuch dieses Marktes wurde sie von Axel Steyer. Der Neustädter kommt seit ungefähr einem Jahr jeden Sonntag nach Habenhausen. Sein bevorzugtes "Jagdziel" sind alte Porzellangarnituren und Silberware. "Ich habe hier schon sehr schöne Sachen gefunden. Teller mit Goldrand zum Beispiel. Die möchte ja heutzutage niemand mehr haben, weil sie Arbeit machen", sagt der Neustädter. In die Spülmaschine kann man diese kleinen Schätze jedenfalls nicht stellen.

So ist das auf dem Flohmarkt: Was dem einen nicht mehr gefällt, kann der andere gut gebrauchen. Und noch etwas finden die beiden gut an diesem Markt: "Hier ist nicht alles so durcheinander wie bei anderen Flohmärkten", sagt Axel Steyer. Tatsächlich. In Reih’ und Glied’ stehen die Autos der Standbesitzer nebeneinander. Davor, wie mit dem Lineal abgemessen, haben die Verkäufer ihre Tische aufgestellt. Wer bei all dem Feilschen und Gucken hungrig wird, kann sich an einem der beiden Imbissstände auf dem Platz stärken. Bereits um fünf Uhr stehen Sheila Dusbaba oder ihr Vater jeden Sonntag hinter der Theke ihrer Würstchenbude "Halber Meter Bratwurst". "Ich komme gerne hierher, die Kunden auf Flohmärkten sind immer freundlich", lacht Dusbaba, die unter der Woche Hausfrau und Mutter in Vollzeit ist. Das frühe Aufstehen findet sie nicht schlimm: "Man muss Samstagabends nur früh genug ins Bett gehen."

von Dana Heide


Alle Flohmärkte:


Einträge aus:

Gefunden: 16 Einträge

Seite:  1  2  >>


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite:  1  2  >>