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KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM: MITTE

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Guck mal, was da steht!


Auf diesem Bild sieht man das Wort "Kunst", das mit weißer Farbe auf einer Mauer steht. Foto: photocase.com

Kunst ist überall!
Foto: photocase.com

Was zu Teufel ist dieses UFO-ähnliche Teil vor dem Postamt 5? Eine Antenne? Ein Regenwasserauffanganlage? Oder was hat es mit diesem Steinquarder auf dem Hillmannplatz auf sich, der etwas an den ominösen Monoliten aus dem Film "2001 - Odyssee im Weltraum" erinnert? Sie ist überall: Kunst. Unter freiem Himmel, ganz ohne Eintritt und die manchmal abschreckende Atmosphäre eines Museums steht, liegt und hängt sie in Bremen herum. Und es ist interessant, was alles ein Kunstwerk ist ...

Es gab eine Zeit in Bremen, da wurde für die Kunst noch richtig geklotzt und nicht gekleckert. Im Jahr 1973 hatte die Bremische Bürgerschaft als erstes Parlament in Deutschland die "Kunst im öffentlichen Raum" zu einer kommunalen Aufgabe erklärt. Das heißt, es wurde extra ein Kunstprogramm nur für Bremens Straßen und Plätze entwickelt. Den Bremern sollte eine direkte Begegnung mit Kunst ermöglich werden und damit auch die Angst vor den so genannten "Elfenbeintürmen", den Museen, genommen werden. Seit dem wurden rund 650 Skulpturen errichtet, Wandbilder gemalt und öffentliche Kunstprojekte durchgeführt. Leider wurde das Klotzen 1981 eingestellt, denn seitdem unterstützt das Bremer Kulturressort das Programm nicht mehr. Doch Dank der Stiftung Wohnliche Stadt gibt es weiterhin Open-Air-Kunstwerke in Bremen. Wie es immer mit der Kunst ist - und ja auch sein soll: Sie ist Geschmackssache, nicht immer gefällt sie, wird verstanden oder wird überhaupt als Kunst erkannt.

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Wir stellen euch einige Werke aus Bremen-Mitte vor. Vielleicht schaut der eine oder andere dann mal genauer hin, wenn er daran vorbei geht.



von Miriam Ernst