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MärchenhaftesBei diesen Geschichten ist klar: Da waren fantasievolle Köpfe am Werke. Und natürlich dürfen hier die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm mit ihren „Bremer Stadtmusikanten“ nicht fehlen, obwohl der Titel eigentlich Blödsinn ist, denn der Esel, der Hund, die Katze und er Hahn sind ja niemals in Bremen angekommen. Ein sehr kreativer Geschichtenerfinder war der Bremer Friedrich Wagenfeld (1810-1846). 1844/45 gab er „Bremens’s Volksagen“ heraus. Ein Gemisch aus echten Sagen und Erfindungen von ihm, die er jedoch nicht eindeutig als solche zu erkennen gab und vieles als wahre Geschichten darstellte.
Das schöne Worpswede. Riesen-Pech für Hüklüt: Die Entstehung des WeyerbergsUm die Mitte des 3. Jahrhunderts soll im heutigen Niedersachsen ein
Riese namens Hüklüt gelebt haben (ob es sich um einen türkischen
Riesen gehandelt hat, ist nicht überliefert). Hüklüts
Leibspeise waren Menschen. Eines Tages lief ihm der junge Fischer
Dietrich über den Weg, der sich dazu berufen fühlte, die
Menschen von dem Unhold zu befreien. Dietrich überredete Hüklüt
zu einem Ausflug nach Bremen. Dort sollte Hüklüt sich massenhaft
Bremer Sand in die Taschen zu stopfen, weil man Sand immer gut gebrauchen
könne. Schließlich lockte Dietrich den Riesen ins Teufelsmoor.
Durch den vielen Sand, sackte Hüklüt im Moorboden ein. Bevor
er aber im Moor verschwand, holte er noch eine Handvoll Sand aus der
Tasche und warf ihn wütend hinter dem flüchtenden Dietrich
hinterher. Dort, wo der Sand niederfiel, entstand ein Berg: der Weyerberg
in Worpswede. Weil der Sand aus Bremen stammte, sehen die Bremer Worpswede
gerne als „bremisch“ an.
Die Bremer Stadtmusikanten. „... etwas Besseres als den Tod findest du überall ...“: Die Bremer Stadtmusikanten„Och, die hatte ich mir viel größer vorgestellt.“
Das ist häufig der erste Satz von Touristen, wenn sie an der
Westseite des Rathauses die Bremer Stadtmusikanten aus Bronze sehen.
Seit 1951 stehen Esel, Hund, Katze und Hahn von Gerhard Marcks hier.
Touris werden nicht müde, die Vorderbeine des Esels anzufassen,
weil das angeblich Glück bringt. Dabei haben die Vier „Verwandte“:
Beispielsweise in der Balgebrückstraße/ Ecke Lange Wieren
und auf dem Sieben-Faulen-Brunnen in der Böttcherstraße
sind die Vier zu sehen (von 1926 von Berhard Hoetger). Das Wasserrohr,
auf dem die Musikanten stehen, soll den Marsch entlang der Weser symbolisieren.
„Die Bremer Stadtmusikanten“ ist ein Märchen von
den Brüdern Grimm und stammt aus dem Jahr 1819. Da die Tiere
der Meinung waren, „... etwas Besseres als den Tod findest du
überall ...“, beschlossen sie, nach Bremen zu gehen. Inspiriert
wurden die Märchen-Brüder vermutlich durch die „Stadt-
und Raths-Musici“, die in Bremen seit 1339 vom Turm der Kirche
„Unser Lieben Frauen“ bliesen oder bei Festen spielten.
Diese „Stadtmusikanten“ nahmen, wie im Märchen, immer
wieder fahrende Musikanten auf.
>> www.grimm-stadtmusikanten.de Vor lauter Faulheit ganz fleißig: Die Sieben FaulenLinks zum ThemaEine alte Redensart sagt „Ich bin doch kein Bremer, ich lass
mir die Arbeit nicht aus der Hand nehmen“. Dieser Satz, den
vor allem gerne Hamburger sagen, soll aufgrund der Geschichte der
„Sieben Faulen“ entstanden sein. Die sieben faulen Brüder
wurden in der Böttcherstraße auf dem Giebel des HAG-Hauses
und mit dem Brunnen in der Böttcherstraße verewigt. Auch
die Faulenstraße soll nach ihnen benannt sein. Die Geschichte
wurde von dem Bremer Volksmärchen-Schriftsteller Friedrich Wagenfeld
erfunden. Hier geht es um sieben faule Brüder, die vor lauter
Verachtung für schwere Arbeit Deiche bauten, um nicht immer vor
dem Hochwasser weglaufen zu müssen, Straßen anlegten, um
bequemer vorwärts zu kommen und Brunnen bohrten, um nicht immer
das Wasser von der Weser ranzuschleppen. |
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