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Ein Bilderbuch fürs Basiswissen
1964 krachte ein Triebwagen in die Rathausarkaden. Er ist dick, schwer und auch etwas unhandlich. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn der jüngst erschienene erste Band der "Geschichte der Freien Hansestadt Bremen von 1945 bis 2005" bietet viele verschiedene Einstiegsmöglichkeiten und liest sich je nach Lust und Laune entweder als Geschichts- oder als Bilderbuch.
Auf über 600 Seiten werden verschiedene Themenbereiche aus der Zeit von 1945 bis 1969 behandelt, die durch farbliche Register und viele Unterkapitel gut zu überblicken sind. Den Anfang machen gleich die wüsten Bilder der Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht es aber weniger um die Zerstörung der Hansestadt als eher um die Aufbruchstimmung, die in ihren Trümmern herrschte.
Infos zum Thema
Die Autoren beschränken sich nicht nur auf die "offizielle Geschichtsschreibung" der Stadt, sondern steigen auch hinab in den Untergrund. Zum Beispiel erfahren die Leser im Kapitel über die Jugendbewegung der 60er Jahre einiges über das Szenelokal Lila Eule, das damals Treffpunkt der außerparlamentarischen Opposition (Bremer APO) war. Da die Hansestadt nach dem Krieg zur amerikanischen Besatzungszone gehörte, sorgten die von der "Eule" aus organisierten Proteste gegen den Vietnamkrieg für besonders viel Zündstoff.
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