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Junge Freiwillige: "Die Bessermacher"
Maike, Theda und Kim (v.l.) wollen helfen und andere informieren. Anderen Menschen helfen, ohne Geld zu bekommen – dafür kann man Jugendliche und junge Erwachsene durchaus begeistern. Genau das haben sich "Die Bessermacher" auf die Fahnen geschrieben. Sie richten sich gezielt an junge Bremer, vermitteln Stellen und erklären, warum Freiwilligenarbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch im Lebenslauf gut aussieht. "Bei ehrenamtlicher Arbeit denken die meisten sofort an ältere Menschen", sagt Maike Lichtenberg von den Bessermachern: "Aber Umfragen haben gezeigt, dass 35 Prozent aller 14- bis 35-Jährigen ehrenamtlich aktiv sind." Die Diplom-Kauffrau glaubt, dass noch mehr junge Menschen aktiv wären, würden sie nur besser informiert. "Viele haben doch den Wunsch, neben Schule, Studium oder Arbeit etwas Sinnvolles in ihrem unmittelbaren Umfeld zu tun", ergänzt Kim Bartholdi, die selbst erst vor acht Wochen zum Projekt dazu gestoßen ist: "Diesen Personen wollen wir als Vermittler helfen, eine passende Tätigkeit zu finden, die ihnen Spaß macht und neue Erfahrungen bringt." Kontakt zu mehr als 100 OrganisationenDie Bessermacher arbeiten mit der Freiwilligen-Agentur "Zeitweise" zusammen und pflegen Kontakte zu mehr als 100 Organisationen in Bremen, die immer wieder junge Freiwillige für soziale Aufgaben suchen. "Ob Umweltschutz, Unterstützung im kulturellen Bereich oder Mitarbeit in Sportvereinen – die Palette an Möglichkeiten ist groß", erklärt Maike. So würden beispielsweise immer wieder Reisebegleiter für Kinder gesucht, oder Musiker, die Trommel-Workshops in Behinderteneinrichtungen geben. Das gesamte Angebot findet sich in der Online-"Stellenbörse" unter .
Keine Zeit zum Rumhängen. Im Mai 2007 haben sich "Die Bessermacher" gegründet, zu denen mittlerweile acht Personen zählen. Die meisten von ihnen sind Studentinnen oder frischgebackene Hochschulabgänger, weshalb der Schwerpunkt ihrer Arbeit neben der Stellenvermittlung anfangs vor allem auf Info-Ständen innerhalb des Campusgeländes lag. Auf diese Weise sollten andere Studierende für soziales Engagement gewonnen werden. Mittlerweile hat sich der Projektschwerpunkt jedoch verlagert. "Uns ist klar geworden, dass man möglichst früh ansetzen muss – also haben wir unsere Arbeit auf Schulen konzentriert", führt Maike weiter aus. So kümmerten sie sich mit einer zehnten Hauptschulklasse um die Grünanlagen einer Behinderteneinrichtung und veranstalteten danach ein großes Grillfest für Jung und Alt. Überzeugungsarbeit leisten gehört dazuUnter dem Motto "Schüler engagieren sich" planen sie bereits die nächste Aktion. "Mit den Schülern einer achten Klasse werden wir im Februar eine Kultureinrichtung renovieren", sagt Kim: "Da muss ein riesiger Raum gestrichen werden – das werden wir einen Vormittag lang begleiten." So hoffen die Bessermacher, dass es für diese Kinder später normal ist, sich freiwillig in der Nachbarschaft zu engagieren. Um dieses zu unterstreichen, besucht das Team im Vorfeld einer Aktion jeweils die beteiligte Klasse und spricht mit den Schülern über das Bevorstehende sowie den Sinn der anstehenden Arbeit. "Das kann manchmal richtig schwierig sein – denn nicht immer sind alle Kinder sofort begeistert von der Idee", beschreibt Kim den ersten Kontakt. Link zum Thema:
Freiwilliges Engagement könne zwar auch manchmal richtig anstrengend sein, doch die Vorteile seien riesig. "Man lernt Aktionen zu planen, zu organisieren und umzusetzen. Außerdem wird man viel lockerer im Umgang mit fremden Menschen und lernt zu verhandeln", erklärt die 22-jährige Theda Fleisch: "Dabei macht es großen Spaß, Verantwortung zu übernehmen und neue Leute kennen zu lernen, die man sonst wohl nicht getroffen hätte." Die freiwilligen Helfer sammeln auf diese Weise Kenntnisse und Fähigkeiten, die sich auch gut im Lebenslauf machen. Bei späteren Bewerbungsgesprächen kann mit diesen Erfahrungen zusätzlich gepunktet werden. |
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