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FRAUEN IN BEWEGUNG

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Feminismus


Auf diesem Bild sieht man demosntrierende Frauen.  Foto: wikipedia.de (public domain)

Suffragettendemonstration in New York City (1912)
Foto: wikipedia (public domain)

Wer meint, Feminismus sei eine verstaubte, männerfeindliche und unmoderne Idee von "uncoolen" Kampfemanzen, der weiß nicht, wie wichtig diese vielschichtige, politische Bewegung der Frauenemanzipation für die Gleichberechtigung von Mann und Frau war, ist und weiterhin sein wird. Grundsätzlich lässt sich die Frauenbewegung als internationale soziale Bewegung, die sich für die Rechte der Frauen einsetzt, in drei "Wellen" einteilen.


Erste Welle

Eingeleitet durch die Frauenemanzipation in Nordamerika und England, begannen bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts Frauenrechtlerinnen, so genannte Suffragetten, für heutzutage so selbstverständliche Rechte wie Frauenwahlrecht, das Recht auf Erwerbstätigkeit und Bildung sowie gegen die Jahrhunderte lange Unterdrückung durch den Mann zu kämpfen. In dieser ersten Welle der Frauenbewegung lag das Ziel zunächst in der unbedingten Gleichstellung mit dem Mann. Auffällig war hier, dass die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau grundsätzlich nicht in Frage gestellt wurde. Dank dieser ersten Frauenbewegung wurden viele Vereine für z.B. Frauenbildung und Mutterschutz gegründet und seit 1919 haben Frauen aktives und passives Wahlrecht.

Zu den Frauenrechtlerinnen und Vorbildern dieser Zeit gehörten Helene Lange, Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, um nur einige zu nennen. Zeitgleich zum aufkommenden Feminismus um 1900 wurden auch antifeministische Denkweisen veröffentlicht. Neben dem sozialistischen Journalisten und erklärten Antifeministen Ernest Belfort Max wurde besonders der deutsche Autor Max Funke mit seiner Frage, ob Frauen überhaupt Menschen seien, bekannt. Das Ende der ersten Welle der europäischen Frauenbewegung wird zu Beginn des Zweiten Weltkrieges datiert.