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SCHWULE UND LESBEN IN BREMEN

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Lesben genießen die Freizeit anders


Auf diesem Bild sieht man Annette Mattfeldt, die kompetent eine Ausgabe der bremen4u in ihrer Hand hält. Foto: bremen4u

Annette Mattfeldt vom Bremer Rat & Tat Zentrum.
Foto: bremen4u

Auffällig ist bei fast allen Aktivitäten im Nachtleben, dass sie von Männern initiiert werden. Für Annette Mattfeldt, Psychologin und Mitarbeiterin der Beratungsstelle im Rat & Tat, ist klar: "Das Ausgehverhalten von lesbischen Frauen ist anders als das von schwulen Männern."


Während die Männer eher einen Kneipenabend genießen, planen die Frauen lieber eine gemeinsame Radtour oder ein Frühstück, musizieren oder treiben Sport. Der monatlich erscheinende Frauen-Lesben-Kalender "Trulla" (www.trulla-bremen.de) informiert über alle aktuellen Veranstaltungen für Lesben, vom Volleyballtraining über Vorlesungen, Beratungen und Workshops bis hin zu Partys. "Die Frauen gehen ja eher frühstücken, als sich die Nächte um die Ohren zu hauen", meint Mattfeldt. Bei den Mondaysisters, die sich montags im Café Kweer treffen, können Lesben erste Kontakte knüpfen.

Wer als lesbische Frau auch abends weggehen möchte, muss sich vorher informieren, denn nach einer Lesbenbar oder -disco sucht man in Bremen vergeblich. "Es hat durchaus Kneipenversuche gegeben, die haben sich aber nicht gehalten, weil die Frauen nicht kommen", erklärt Mattfeldt. Partyreihen gibt es immer wieder in regelmäßigen Abständen, viele allerdings schwul-lesbisch gemischt. Annette Mattfeldts Favoriten sind dabei die zweimonatliche "Stand.up" im Magazinkeller und die jährliche "Queer it" im Schlachthof.

Queer in Bremen

Viele der Lesbenpartys sind ehrenamtlich organisiert. Die Eintritts- und Getränkepreise sind moderat und Politik und Engagement stehen im Vordergrund. Wo bei den Schwulenpartys die Sexualität und das Sehen und Gesehen Werden wichtiger ist, geht es hier darum, gemeinsam Spaß zu haben und neue, langfristige Kontakte zu knüpfen. "Schnelle, kurze, anonyme Kontakte, so etwas gibt es gar nicht bei Frauen", glaubt Mattfeldt. Die seien eher auf Freundschaft und längere Beziehungen aus.

von Annika Wachter



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