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Keine Küsse im Stadion
Noch immer eine Hochburg homophober Ressentiments. Schwierig ist die Situation für viele Schwule in einer anderen Männerdomäne: Im Weser-Stadion liegt man sich zwar in den Armen und hin und wieder fließen auch Freudentränen - aber echte Gefühle zwischen Männern sorgen hier schnell für Probleme. Kai, der seinen echten Namen nicht nennen mag, meidet das Stadion mittlerweile aus diesem Grund. Zu groß ist der Druck, seine Homosexualität die ganze Zeit über verstecken zu müssen. Neben den vielen homophoben Sprüchen und Sprechchören ("Schwule Sau") stören ihn vor allem die Blicke der anderen Leute. "Die haben so geglotzt und auf uns gezeigt und geflüstert. Als wenn die noch nie vorher 'nen Schwulen gesehen hätten", erinnert sich Kai. Queer in BremenUm die Werder-Spiele zu sehen, bevorzugt er mittlerweile das Café Kweer, denn dort feuern viele Schwule und Lesben vor der Großbildleinwand ihren Lieblingsverein an. "Im Kweer gibt es sowas wie im Stadion nicht", freut sich Kai. Er genießt es, dort locker zu sein und sich nicht verstellen zu müssen. Er hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass sich die Atmosphäre im Stadion eines Tages ändert. Schließlich hätten Kampagnen gegen Rassismus dazu geführt, dass rassistische Aussagen mittlerweile absolut tabu sind. Kai hofft, dass die Homophobie ähnlich engagiert bekämpft wird und es schon bald den ersten bekennend schwulen Profifußballer gibt. Diesen Artikel kommentieren (kein Login nötig)
1 Kommentar:Bin gespannt, wann der erste schwule Fußballer sich outet!! |
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