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NACHHALTIG LEBEN IN BREMEN

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Klimakiller Essen?


Auf diesem Bild sieht man drei rote Äpfel. Foto: aboutpixel/Thorwald Hoffmann

Obst aus der Region - gibt's auch in Bremen.
Foto: aboutpixel/Thorwald Hoffmann

Essen – eine Lieblingsbeschäftigung des Menschen. Nahrungsaufnahme ist nicht nur wichtig, sie macht auch noch Spaß. Doch wenn es eines der größten Hobbys der Bevölkerung ist, warum nehmen wir zum Teil minderwertige Produkte zu uns, die sogar der Umwelt und dem Klima schaden? Es ist nicht schwer, sich hierzulande gut und gesund zu ernähren und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Abseits von Gammelfleisch, Massentierhaltung und Pestiziden ist es möglich, in Bremen und umzu mit Köpfchen einzukaufen. Entsorgungsprobleme durch zu viel Verpackungsmüll sowie erhöhte CO2-Werte, die durch den Transport entstehen, können ebenfalls vermindert werden.


Alles viel zu anstrengend und aufwendig? Ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu schieben, ist viel einfacher? Mumpiz! Wer öfter über die hiesigen Wochen-, Öko- und Bauernmärkte läuft, dem ist sicherlich aufgefallen, wie vielfältig die Auswahl an Produkten dort ist. Neben Obst und Gemüse gibt es ebenso Fleisch, Wurst- und Milchwaren, Marmeladen, Honig, Säfte, Eingemachtes, Hochprozentiges sowie Backwaren und Blumen – und das alles aus dieser Region. Wichtig ist, sich einmal vor Augen zu halten, welche Obst- und Gemüsesorten Saison haben. Erdbeeren im Winter können vieles bedeuten: Gewächshaus, Triebmittel und lange Transportwege. Nur eines können sie nicht bedeuten: Frische. Und wer frisch kauft, kauft zwar öfter ein – muss aber nicht vergammelte Lebensmittel wegwerfen, die seit einer Woche im Kühlschrank vor sich hindümpeln, oder Großpackungen, aus denen nur die Hälfte gegessen wurde.

Links zum Thema

Neben zahlreichen Hofläden im Bremer Umland haben ebenfalls Supermärkte und Discounter regionale Produkte im Angebot – hingucken lautet die Devise. Bei Obst, Gemüse und Fleisch lohnt es sich, einen Blick aufs Etikett zu werfen, woher denn das Produkt stammt. Deutsche Weine schmecken genauso gut, es muss nicht unbedingt ein Tropfen aus Australien sein.
In Sachen Fisch geben Greenpeace und der WWF Rat. Die Situation der Fischbestände weltweit ist dramatisch, viele Sorten sind vom Aussterben bedroht. Auf den Internetseiten der beiden Institutionen kann man sich informieren und eine Einkaufshilfe zum Thema herunterladen. Beim Thema Fleisch sollte nicht nur auf CO2-Emissionen beim Transport und Tierschutz geachtet werden. Rindfleisch bringt noch ein weiteres Problem mit sich: Die Tiere rülpsen – und das nicht zu knapp! Egal, ob Bio-Rind oder nicht: Das Gärgas Methan, das die Wiederkäuer von sich geben, sei 23 Mal schädlicher als CO2, wie die Organisation Foodwatch meldet. Also: Wenn Fleisch, dann aus gutem Hause – und in Maßen. Das soll aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sowieso gesünder sein...

von Linda Bussmann