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KÜNSTLER IN BREMEN

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Das sagen Bremens Kulturverwalter


Auf diesem Bild sieht man den Roland auf dem Bremer Marktplatz. Foto: Simone Gorecki

Wird der Wert der Kunst von offizieller Stelle erkannt?
Foto: Simone Gorecki

Wie wichtig ist eine lebendige Kunst- und Subkulturszene für die Stadt Bremen?


Kunst wirkt inspirierend. Eine lebendige Kunst- und Kulturszene ist für Bremen unverzichtbar. Denn Kunst und künstlerische Betätigung bieten den Menschen einen Erfahrungsraum für ihre Selbstverwirklichung. Darüber hinaus sind es die Impulse aus der Kultur, die eine kreative Stadtentwicklung anstoßen und so urbane Lebensqualität sichern. Daher wollen wir unsere Kulturangebote – große wie kleine – weiter zuverlässig fördern.
Carmen Emigholz (SPD), Kulturstaatsrätin und Fachreferentin für Erwachsenenbildung


Die freie Szene ist so etwas wie die Forschungsabteilung, das Entwicklungslabor für die ganze Kulturlandschaft, für Staat und Gesellschaft überhaupt. Die Schwankhalle sehen wir dabei als eine Art Stadtwerkstatt und Ideenschmiede. Dabei muss man immer aufpassen, dass die freie Szene nicht als "Sparschweinmodell" der Kulturpolitik missverstanden wird: Hier wird oft preisgünstig produziert, weil die Projekte eben so etwas wie Prototypen sind, noch nicht marktgängig ausgefeilt und verkäuflich. Erfolge lassen sich oft erst Jahre später erkennen, wenn einige Künstler oder ihre Ideen in Wirtschaft, Gesellschaft und bei den großen Kultureinrichtungen ankommen. Und dass bei uns nicht immer Hunderte Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, liegt daran, dass in der freien Szene vor allem Freiberufler arbeiten – deren wirtschaftliche Existenz aber auch oft genug gefährdet ist. So könnten ein Stadttheater, ein Staatsorchester oder eine Kunsthalle gar nicht funktionieren. Andererseits muss man auch selbstkritisch aufpassen, dass die freie Szene nicht als Abstellgleis für Erfolglose missbraucht wird.
Carsten Werner, Projektentwickler der Schwankhalle