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WOHNOPOLY

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Leben im Bunker


Auf diesem Bild sieht man die Außenansicht des Bunkers. Foto: Annika Wachter

Bombenfeste Wertanlage: der Bunker.
Foto: Annika Wachter

Überall in Bremen stehen die riesigen grauen Klötze, ungenutzt und unschön. Rainer Mielke war der erste, der sich (trotz unzähliger bürokratischer Hürden) einen der 127 Bremer Bunker zunutze gemacht hat: Der Architekt tobte sich richtig aus, baute ein Treppenhaus außerhalb des Gebäudes und eine große, helle und farbenfrohe Wohnung für sich und seine Familie obendrauf. Aber warum so viel Arbeit am Betonriesen?


Auf diesem Bild sieht man das Esszimmer im Bunker. Foto: Annika Wachter

Im Inneren richtig gemütlich.
Foto: Annika Wachter

"Ich fand eben, dass das ein wunderbares Fundament wäre, um meine eigene Wohnung drauf zu bauen. Wir hatten nun also den ganzen Bunker, aber alles, was wir nutzten, war das Dach. Daher haben wir im unteren Teil eine Galerie für aktuelle Kunst eingerichtet, in der wegen der Akustik gerne A-capella-Bands auftreten. Und zwischen der Dachwohnung und der Galerie gibt es mittlerweile eine weitere Wohnung im Inneren des Bunkers. Dort haben wir extra ein 15 Tonnen schweres Stück Bunkerwand für den Balkon herausgesägt. Im Inneren einer Bunkerwohnung merkt man gar nicht mehr, wo man sich befindet. Alles ist wie in einer ganz normalen Wohnung. Mein Geschäftspartner und ich bauen nun weitere Bunker zu Wohnungen um, einen unterteilen wir auch in Bandübungsräume. Und alle werden maßgeschneidert, da kann man auch die Farbe der Fassade individuell bestimmen. Die meisten Leute denken bei dem Wort ‚Bunker' an graue, fensterlose und feuchte Wohnungen, doch es geht eben auch anders!"

von Annika Wachter