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Der Stadtteilguide

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Blumenthal

Auf diesem Bild ist der U-Boot-Bunker Valentin zu sehen. Foto: Manfred Tegge  
Der Koloss des Nordens

Bremens nördlichster Stadtteil, den die Einwohner zärtlich als eine Mischung aus Dorf und Vorstadt bezeichnen, scheint für die meisten Innenstadt-Bewohner unerreichbar fern und auf den ersten Blick wenig attraktiv, was die Sehenswürdigkeiten betrifft. Doch wer von der Hektik der Innenstadt einmal genug hat und Bremens Spitze besucht, sollte unbedingt einen Abstecher zum U-Boot-Bunker “Valentin” machen.

Angekommen in Bremen-Farge (oder Rekum – der regionale Disput über die korrekte Anschrift ist noch nicht überwunden), trifft man nichts ahnend auf einen gigantischen Betonklotz, der an eindrucksvoller Größe, faszinierender Hässlichkeit und gruseliger Vergangenheit kaum zu übertreffen ist.

In für damalige Verhältnisse rekordverdächtigen 23 Monaten wurde der Bunker in den Jahren 1943 bis 1945 errichtet zur geplanten Fertigung von U-Booten des Typs XXI. In der Hauptphase 1944 arbeiteten täglich bis zu 12000 KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Deportierte aus allen Teilen Europas an dem Ungetüm. Allerdings kam es nie zum Bau eines einzigen U-Bootes in der bis Kriegsende zu 90 Prozent fertig gestellten Bunkerwerft. Mehrere tausend Menschen ließen während des Baus ihr Leben. Es geht sogar das Gerücht um, dass sich heute immer noch Leichen von verunglückten Arbeitern in den meterdicken Betonwänden befinden.

Seit 1966 dient der 426 Metern lange und bis zu 33 Meter hohe Bunker “Valentin” der Bundeswehr als Materialdepot. Doch auch die Kunst- und Kulturszene nutzt die imposanten Räumlichkeiten. Vor einiger Zeit stellte der Gruselklotz aus dem Zweiten Weltkrieg für den Regisseur Johann Kresnik die ideale Bühne für die Aufführung des Stücks “Die letzten Tage der Menschheit” von Karl Kraus dar, was Tausende von Zuschauern miterlebten. Heute werden Führungen durch den ungenutzten Bunkerteil angeboten, bei denen man die nasskalte, dunkle, unheimliche und zugleich faszinierende Atmosphäre “Valentins” ganz deutlich erfahren kann. Geschichte zum Anfassen in einem außergewöhnlichen Mahnmal, das eindrucksvoll den menschenverachtenden Größenwahn der Nationalsozialisten vor Augen führt.
 

Auf diesem Bild ist der Pavillon im Wätjens Park zu sehen. Das ist ein Link zu "Grünes Flussquartier". Foto: Sabine Lange
Blumenthal
Im hohen Norden, an der Grenze zu Schwanewede, liegt der Stadtteil, der von allen Stadtteilen den schönsten Namen hat: Blumenthal.
Auf diesem Bild ist ein Finger zu sehen, der auf eine Textstelle in einem Buch zeigt. Das ist ein Link zu den Freizeit-Tipps für Blumenthal. Foto: photocase.com
Freizeit
Die Kultur- und Freizeitangebote Blumenthals sind natürlich nicht mit denen der Innenstadt zu vergleichen. Doch die wenigen Angebot sind klein und fein.
Auf diesem Bild ist eine Whisky-Flasche und ein halb gefülltes Glas zu sehen. Das ist ein Link zu den Gasto-Tipps für Blumenthal. Foto: photocase.com
Gastronomie
Die maritime Umgebung bleibt natürlich nicht ohne Folgen für das kulinarische Angebot. Fischliebhaber kommen auf ihre Kosten.
 

Auf diesem Bild ist ein Autohaus zu sehen. Das ist ein Link zu den Shopping-Tipps für Blumenthal. Foto: Christina Klinghagen
Shopping
Eine klassische Shoppingmeile gibt es in Blumenthal zwar nicht, dafür aber viele Fachgeschäfte, die super Kunden-Service bieten.
Auf diesem Bild ist ein Junge zu sehen, der gerade ins Schwimmbecken springt. Das ist ein Link zu den Sport-Tipps für Blumenthal. Foto: photocase.com
Sport
Reiten, Golfen, Turnen, Schwimmen – alles möglich in Blumenthal. Auch hier kann man fit bleiben und werden.