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WAS TUN, WENN...ICH HEIRATEN WILL?

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Prunk ist Trumpf


Auf diesem Bild sieht man ein Brautpaar, dass vor historischer Kulisse eine Treppe hinabschreitet. Foto: After Six

Eine schick verzierte Weste verleiht dem Bräutigam den nötigen Glanz.
Foto: After Six

Die Frage stellt sich an diesem besonderen Tag noch ein kleines bisschen mehr als im Alltag: Was zieh ich an? Für den schönsten Tag im Leben einer kleinen Prinzessin gilt in diesem Jahr das Motto "Prunk ist Trumpf". Im Gegensatz zur vornehmen Schlichtheit der vergangenen Jahre darf es ab sofort wieder ein bisschen mehr sein. Vor allem das Kleid der Braut kann gar nicht üppig genug sein. Der aktuelle Trend des Stufen- und Lagenlooks verstärkt den Prunk- und Pomp-Effekt noch zusätzlich. Und auch die Mode für den Bräutigam gestaltet sich in 2008 verspielter.


Romantik oder Extravaganz?

Auflockerung verschafft die Kombination unterschiedlicher Materialien: beispielsweise Seide über Tüll, mit vereinzelten Spitzeneinsätzen oder zarter Blumenstickerei. Letztere kann auch als Kontrast zum schlichten weißen oder cremefarbenen Kleid verwendet werden. Die extravagante Version ist hierbei eine schwarze Blumenstickerei, wohingegen die rote Variante eher was für Romantiker ist. Für Abwechslung sorgt ebenfalls der Rückenkragen, beispielsweise in gefalteter Spitze gestützt von feinstem Tüll. Hochgesteckte Haare und wenig Schleier sind hier natürlich Pflicht. Ein ganz neuer Weg in Sachen Brautmode wird mit der Brauthose eingeschlagen.

Auf diesem Bild sieht man eine mit einem wallenden weißen Kleid wunderschön geschmückte Braut. Foto: weise.eu

Knallige Farben liegen im Trend, aber auch das klassische Weiß ist immer die richtige Wahl.
Foto: weise.eu

Fließende und leichte Stoffe, teilweise aus mehreren übereinander gelegten Stoffbahnen geschneidert und ebenfalls mit Spitze und Stickereien verziert, bieten ein komplett neues Bild. Auch Farben sind dieses Jahr absolut „en vogue“ und das nicht zu schwach. Lila, knalliges Grün, aber auch purpurrot sind angesagt. Dennoch ist das klassische Weiß neben Creme und Champagner nach wie vor sehr beliebt und ein Garant für eine wunderschöne Braut.

Damit die Braut einen hübschen Bräutigam an ihrer Seite hat, sollte dieser generell Wert auf hochwertige Stoffe legen. Dabei sind dezente Glanzeffekte erlaubt.


Kontrast durch die Weste

Da auch bei den Männern der Körper gut in Szene gesetzt sein will, werden körpernahe Schnitte beim Anzug immer beliebter. Passend dazu sind einige Jacken leicht tailliert. Auch der Gehrock ist nach Jahren der Verdammnis wieder tragbar. Ein Highlight und absoluter Blickfang ist in diesem Jahr die Weste. Diese wird großzügig mit Ornamenten verziert oder aber als Kontrastmittel eingesetzt. Die gewählte Farbe der Weste sollte zur Kontrastfarbe des Brautkleides passen.

DOs and DON'Ts

DOs:
- Modische Akzente setzen
- Accessoires verwenden
- Die Braut gibt den Stil vor
- Auf Details achten: Passende Socken? Verdeckte Knopfleiste?

DON'Ts:
- Unbequeme Kleidung
- Starre Kleiderordnung
- Überholte Etiketteregeln
- Gäste schicker als das Paar

Der Anzug selbst sollte nicht farblich bunt sein, dort lieber gedeckte Farben wie Grau, Blau oder klassisches Schwarz wählen. Als interessante Alternative und gleichzeitig als Ergänzung zur Braut kann man(n) dieses Jahr Beige oder Creme wählen. Als Clou gilt der Ersatz der klassischen Krawatte oder Fliege durch einen Seidenschal.

Schwanger heiraten?

Diese Frage werden sich viele stellen: Soll ich trotz Schwangerschaft heiraten? Die Antwort ist ganz einfach: Na klar, denn nichts ist schöner, als das Glück über den bevorstehenden Familienzuwachs durch das Glück der Ehe zu toppen. Wer ein paar Tipps beherzigt, wird eine wunderschöne Braut abgeben und trotz des dicken Bauchs eine unbeschwerte Feier erleben.

Grundsätzlich darf man seinen Bauch ruhig zeigen, allerdings sollte das Kleid nicht zu eng sein und den Bauch einschnüren. Darum empfehlen sich Kleider im Empirestil oder mit A-Linien-Schnitt. Ebenfalls gut geeignet ist ein Zweiteiler, bestehend aus Rock und Blouson.

Bei der Auswahl der Bekleidung sollte darauf geachtet werden, dass sie aus fließenden Stoffen bestehen, die sich beim Hinsetzen nicht stauchen. Auch ist es sinnvoll, sich für bequeme Schuhe zu entscheiden, deren Absätze nicht allzu hoch sind. Die Füße der Braut werden dankbar sein. Ein wenig Vorausschau ist übrigens von Vorteil, schließlich wächst der Bauch ja auch nach dem Kauf des Kleides noch weiter. Es sollte also zwei bis drei Monate vor der Hochzeit und dann eine Nummer zu groß angeschafft werden. Direkt vor der Feier kann man es dann noch mal anpassen lassen.

von Larissa Hoppe