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DAS JEANS-SPECIAL

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Jeans on!


Auf diesem Bild sieht man eine Nahaufnahme einer Levis-Jeans. (Quelle: pixelio.de/wrw)

Ursprung zahlloser Raufereien auf dem Schulhof: Die gute, alte Levis.
Foto: pixelio.de/wrw

Die erste zieht man nicht mehr aus. Sie kommt fast mit ins Bett. Kein Wunder, sie macht eben alles mit, die Jeans: Das erste Live-Konzert, die erste Liebe, nur Reiten sollte man nicht mit ihr – das gibt wunde Schenkel. Obwohl die Jeans zuerst für Hafenarbeiter und Cowboys genäht wurde. DER Mode-Klassiker schlechthin und das absolute Must für jeden Kleiderschrank.



In ihren Anfängen bewegten sich die legendären Beinkleider allerdings an einem anderen Schauplatz: dem Hafen von Genua. Die Seeleute trugen Baumwollhosen, die Schweiß, Dreck und harte Arbeit aushielten. Aber erst Jacob W. Davis, ein Schneider aus Reno, kam auf die Idee, Kupfernieten als Festigung von Nähten und Taschen an den Hosen zu benutzen, die er um 1870 aus strapazierfähigem Segeltuch nähte. Als die Nachfrage stieg, tat er sich mit seinem Stoff-Lieferanten Levi Strauss zusammen. Gemeinsam meldeten sie in San Fransisco ein Patent auf ihre Beinkleider an. Das Duo sprach die Ursprungsstadt Genua amerikanisch aus ("Gene" – wie der Hackman) und taufte die Hose "Jeans". Die erste Jeans von Levis Strauss war braun. Erst später wurden die Hosen in Kessel mit dem typischen Indigo getaucht. Die Färbung setzte vor die Jeans ein Blue - Bluejeans. Die robusten Hosen hingen nun vor allem an den Beinen von Cowboys. Als Helden des wilden Westens ritten sie in ihren Jeans unabhängig und ihr Land liebend durch die amerikanische Landschaft und verteidigten sie gegen Bösewichte – soweit das Klischee. Folgerichtig wurde in dieser Zeit hinten auf den Gesäßtaschen der Levis-Jeans die doppelte Ziernaht eingeführt, den Schwingen eines Adlers nachempfunden, der als Symbol für die amerikanische Freiheit gilt.

Auf diesem Bild sieht man einen Stapel blauer Jeans in Nahaufnahme Bild: photocase.com/Demirman)

Wer die Wahl hat ...
Foto: photocase.com/Demirman

Karotte. Röhre, Schlag

Zu den Cowboys und Hafenarbeitern gesellten sich im vergangenen Jahrhundert die Stars: Elvis Presley rockte ganz in Jeans auf der Bühne. James Dean und Marlon Brando schlenderten in der Hose cool und lässig über die Leinwände. Klar, dass jetzt auch Frauen ein Auge auf die Jeans warfen. Die Beinkleider brauchten einen weiteren Schnitt – für den knackigen Sitz an der weiblichen Hüfte. Inzwischen gibt es Jeans für alle Figuren. Selbst die Einteilung des vergangenen Jahrhunderts – Karotte, Röhre, Schlag – ist passé: Die verschiedenen Modelle tragen englische Namen, sie richten sich nach Hüfthöhe, der Abstufung der Beinlänge und der Beinweite. Statt Karotte oder Röhre heißt es nun "schmaler Beinverlauf".

Auch der Stoff wird nicht mehr einfach Indigo gefärbt: Mit dem Denim, dem Stoff aus dem die echte Jeans ist, wird einiges angestellt. Durch bunte Färbungen, waschen mit Bimsstein, abspritzen mit Sandstrahl und aufgenähtem Glitzer entstehen die unterschiedlichsten Muster auf den Hosen. Die Original-Jeans ziert aber immer noch die Knopfleiste anstelle des Reißverschlusses.

Mit Liebe waschen

Bei allen Veränderungen gilt jedoch seit je her die Faustregel: Schon beim Kauf sollte man beachten, dass ungewaschene Jeans bei den ersten drei Wäschen rund zehn Prozent schrumpfen. Sie müssen also am Bein vier bis sechs Zentimeter zu lang und an der Taille vier Zentimeter zu weit gekauft werden. Wenn das gute Stück vorher schon behandelt oder gewaschen wurde, läuft es nur ein bis drei Prozent ein. Die kleinste übliche Handelsgröße in Europa ist übrigens 26, die größte 36.

Ein bisschen Achtung bei der Pflege muss sein: Nie die neue Jeans ungewaschen anziehen – das gibt blaue Beine. Um nach der ersten Wäsche keine gefleckte Jeans zu erhalten, weicht man sie zehn Minuten im warmen Wasser ohne Seife mit der Hand ein und bewegt sie leicht. In der Waschmaschine fühlt sich die Lieblingshose am wohlsten,

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wenn man das Innerste nach Außen, also auf links zieht. Der absolute Alptraum einer jeden Jeans ist das Bügeleisen. Eigentlich macht man der kultigen Hose das schönste Geschenk, wenn man sie immer trägt und nie wäscht.

von Jana Gerlach und Miriam Ernst




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