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Auf dieser Zeichnung sieht man den Eingang zu einem Fußballstadion. Ein Mann zahlt gerade an der Kasse, während einige Meter weiter rechts ein Mann von einem Kartenabreißer kontrolliert wird, bevor er ins Stadion eingelassen werden kann. Foto: Zeigler

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs (103)

Sommerkolumne zum Thema Sommerfußball


Was soll ich euch sagen? Da sitze ich doch gerade an meinem Schreibtisch im schönen Bremer Viertel, schaue gedankenverloren aus meinem Fensterchen hinaus in die Natur, habe mir kess ein Gänseblümchen zwischen die Zähne gesteckt und überlege, was ich heute so kolumnen könnte. Und siehe da: mir fällt nichts ein. Nichts. Das ist noch weniger als Mönchengladbach Punkte hat.
Aber das muss ja nicht bedeuten, dass die Kolumne diesmal völlig ausfällig wird, also so wie Olli Kahn manchmal. Nein, wir machen heute mal Sommerfußball, im übertragenen Sinne. Ich strenge mich einfach nicht besonders an und hoffe, keiner merkt’s. Und um diesen Umstand zu kaschieren, zeige ich euch ein paar besonders hübsche Fußball-Fundsachen. Auf geht’s.


Auf diesem SW-Bild sieht man einen Torwart, der im rechten Arm den Ball hält und mit der anderen Hand anscheinend gerade einen Spieler geschlagen hat. Der Stürmer der Gegenmanschaft ist nämlich gerade am fallen... Foto: Zeigler
Gesunde Rivalität im Fußball ist etwas Wunderbares. Szenen wie diese hier sieht man in England dauernd, behaupten jedenfalls immer die Fachleute im Fernsehen.
Auf diesem SW-Bild sieht man zwei Fußballspieler, die gerade im Begriff sind, sich zu küssen. Foto: Zeigler
Weil aber nun mal Frühling ist, muss es nicht immer Raubeinigkeit sein. Nein, unser Lieblingssport hat mitunter auch sinnliche, beinahe poetische Momente wie dieses Aufeinandertreffen gegnerischer Kontrahenten. Man stelle sich diese Szene vor mit Kevin Kuranyi und Robert Huth! (... obwohl ... vielleicht doch lieber nicht.)
Auf diesem SW-Bild, einem Zeitungsausschnitt, sieht man die Neuzugänge des 1. FC Saarbrücken: Semlitsch, Denz, Magath, Klauck und Schneider. Foto: Zeigler
Dieses Bild habe ich in einem ganz alten „Kicker“ gefunden, in dem paradoxerweise der ganz junge Felix Magath zu sehen war. Komisch, oder? Magath steht oben rechts und trägt ohne jeden Zweifel den elegantesten Trainingsanzug aller Zeiten.
Auf diesem Bild sieht man eine Werbung von Bionorica mit Felix Magath. Foto: Zeigler
Mittlerweile ist Magath sogar noch eleganter gekleidet und verlost Trainingseinheiten in Apotheken. Die letzten Gewinner des Preisausschreibens waren Bayern München und der VfB Stuttgart.
Auf diesem SW-Bild sieht man zwei Spieler von Eintracht Frankfurt und zwei Schiris. Edgar Schmitt kniet auf dem Boden und betet. Der eine Schiri hat seine Arme über ihm ausgestreckt, als ob er ihn segnen wolle. Foto: Zeigler
Hier sehen wir Edgar Schmitt (unten Mitte, betend), den wohl kleinsten Bundesliga-Profi aller Zeiten.
Auf diesem Bild, einem Zeitungsausschnitt, sieht man einige Rocker, die bei einem Spiel als Ordnungsdienst fungierten. Foto: Zeigler
Toll: Der HSV probierte in den Siebzigern echte Rocker als Ordnungsdienst aus – kein Witz. Wo die echten Rocker allerdings ausgerechnet DIESE Kostüme herbekamen, ist heute nicht mehr zu recherchieren.
Auf diesem Bild, einem Zeitungsausschnitt, sieht man einen Torwart, der vor seinem Tor deprimiert am Boden sitzt. Der Verteidiger steht hinter ihm und hält ihm den Mund zu. Neben dem Bild ist ein Artikel mit der Überschrift Das tolle Foto. Foto: Zeigler
Jeder Freizeitkicker weiß, dass es in jeder Thekenmannschaft normalerweise einen Meckerer gibt. Der will meistens, dass seine Kollegen die besprochene Zuordnung einhalten, mehr abspielen oder (das ist der wichtigste Punkt) sich einfach nur widerstandslos von ihm anbrüllen lassen. Der Torwart auf diesem Bild ist so ein Typ. Sein Verteidiger hat gerade ein Gegentor verschuldet, weiß sich aber geistesgegenwärtig vor dem zu befürchtenden Wortschwall zu schützen.
Auf diesem Bild, einem Zeitungsausschnitt, sieht man sowohl ein Bild von Vogeleiern in einem Nest als auch ein Bild einer Fußballtribüne, die zu einem Großteil abgesperrt ist. In dem Text wird erklärt, dass aufgrund des Vogelnestes die Absperrung gemacht wurde. Foto: Zeigler
Lange vor Blocksperren unausgelasteter Ultras gab es in Süddeutschland einen Vorläufer dieser Protestvariante. Der Block blieb allerdings nicht leer, um gegen Kommerz und den ganzen Rest zu protestieren, sondern weil mitten auf der Tribüne das Nest einer Haubenlerche entdeckt wurde, die es total dufte fand, trotz des Kicks weiterbrüten zu dürfen.
Auf diesem Bild wurde ein Fernseher fotografiert. Dieser zeigt gerade ein Bild von einem Herrn Peter Remillong, der als Beckenbauer-Doppelgänger dargestellt wird. Foto: Zeigler
Hier sehen wir Peter Remillong, den wohl schlechtesten Doppelgänger der Welt. Angeblich wird er dauernd mit Franz Beckenbauer verwechselt. Vielleicht gibt es ja noch einen anderen Franz Beckenbauer. Wenn nicht, kann der Mann auch problemlos als Doppelgänger von Sammy Davis Jr., Goofy, Horst Seehofer, Käpt’n Iglo oder Birgit Schrowange arbeiten. Denen sieht er genauso ähnlich.
Auf diesem Bild sieht man eine Menschenmenge. Jemand hält ein Plakat hoch auf dem steht: Der Typ hinter mir kann nichts sehen! Foto: Zeigler
Sehr vorbildlich: Aufmerksame, rücksichtsvolle Fans.
Auf diesem SW-Bild sieht man drei Fußballspieler auf einem grottigen Platz. Gerade rennen alle durch eine tiefe Schlammpfütze. Es spritzt in alle Richtungen... Foto: Zeigler
Wenn im Rahmen eines Bundesligaspiels einmal der Ball gänzlich abhanden kommt, können die Akteure ihre Zuschauer immer noch erfreuen, indem sie lustig im tiefen Boden herumpatschen.
Auf diesem Bild sieht man zwei Spieler, der eine rennt, der zweite fällt. Dadurch schaut es aus, als wäre es ein Spieler, der vier Beine hat. Foto: Zeigler
Der einzige im Weltfußball bekannte Stürmer mit vier Beinen. Tragisch: Eine große Karriere blieb ihm dennoch verwehrt, weil seine Mama ihm einfach keine Rückennummer aufs Trikot nähen wollte.

von Arnd Zeigler



Auf dieser Zeichnung sieht man den Eingang zu einem Fußballstadion. Ein Mann zahlt gerade an der Kasse, während einige Meter weiter rechts ein Mann von einem Kartenabreißer kontrolliert wird, bevor er ins Stadion eingelassen werden kann. Foto: Zeigler