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How to Fußball-guck in public
Echte Fans!
Foto: photocase.com/boing
Fußball Gucken ist ja per se schon
mal was total Gruppendynamisches. Das Problem ist nur, dass diese
Dynamik auch ganz schnell nach hinten losgehen kann. Nämlich
dann, wenn der Verhaltenskodex gebrochen wird. Und das geht manchmal
leichter als man denkt.
Ich weiß nur: Bei mir in der Kneipe, da sitzt immer einer,
der ist BVB-Fan. Und jedes Mal, wenn Werder daneben schießt oder
irgendwas nicht klappt, dann freut der sich nen Ast! Irgendwann - das
schwöre ich - irgendwann wird es eine ganz gemeine, schmerzhafte,
unschöne, verbale Szene zwischen uns geben. Es sei denn (und
insgeheim hoffe ich das), dass einer meiner Mitgucker schneller ist als
ich ...
Hier kommen ein paar Regeln des Fußball-Glotzings in der Öffentlichkeit:
| Don't
do this: |
1. Fachwissen:
Generell gilt: Wenn Du so was von überhaupt keine Ahnung
von Fußball hast: Fresse halten! Höchstens ein
„Ohhh“, „Uhhh“ oder „Ahhh“
darf Deine Lippen verlassen. Und im Zweifel (man
spricht Dich an, man prostet Dir zu …) heißt
die Devise: Fähnchen in den Wind hängen. Opportunisten
vereinigt Euch! |
2. Outfit:
Dein Outfit muss gut überlegt sein. Niemals das Trikot
der gegnerischen Mannschaft tragen, es sei denn, Du kannst
Kung-Fu und langweilst Dich irgendwie. |
3. Getränke:
Bier zu trinken ist okay – alles andere an alkoholischen
Getränken sollte gemieden werden. Vor allem, weil man
dabei furchtbar schnell den Überblick verliert. Aber
komm bloß nicht auf die Idee, am Tresen nach 'ner
„Maurerbrause“ zu rufen oder gar ein „Radler“
zu bestellen – vor allem nicht, wenn man gerade gegen
den FC Hollywood spielt! |
4. Jubeln:
Jubeln ist ein wichtiges Detail. Gejubelt wird natürlich
nur für den Heimverein (bei Unsicherheit bitte unbedingt
rückversichern) – klar, oder? Beim Jubeln gibt
es verschiedene Abstufungen. Gern genommen ist das „Abklatschen“
oder auch „Fünf geben“ (hier sollte man
aber auch treffen – kommt sonst extrem unsportlich),
nicht so beliebt unter Kneipenguckern ist das Umarmen. Das
sollte man generell lassen – erweckt nur einen falschen
Eindruck. Es sei denn Du bist eine gut gebaute Blondine
unter 30, dann kannst Du überall ranhüpfen. |
5. Austreten:
Wasser lassen. Das muss sein, gerade, wenn der Gerstensaft
fließt – dennoch: Wenn’s geht, niemals
während der Spielzeit gehen! Ein guter „Sportler“
geht in der Halbzeitpause pinkeln. Vor allem dann, wenn
man auf dem Weg zum Klo das Blickfeld zum Fernseher kreuzen
muss. |
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| Do
this: |
1. Fachwissen:
Bist Du rundum informiert? Dann raus damit! Lass alle an
Deinem Fachwissen teilhaben, die Leute sind froh, wenn sie
noch was lernen können. Jede Wette: Wenn die nach Hause
kommen, werden sie ihr neu erworbenes Fachwissen sofort
an die Frau oder an den Mann bringen. Cool ist es auch,
vorher zu sagen, welcher Spieler durch wen eingewechselt
werden sollte und dann auch noch recht zu behalten. Schulterklopfer-Garantie!
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2. Tipprunde:
Unbedingt an der kneipen-eigenen Tipprunde teilnehmen. Das
stärkt das Gruppengefühl und macht Dich automatisch
zum Stammgast. Aber lass es ruhig angehen, fall nicht gleich
mit der Tür ins Haus. Erkundige Dich erst mal unauffällig
bei den anderen Zuschauern, ob es so eine Tipprunde gibt
und wie hoch der Einsatz ist – dann kannst Du beim
nächsten Mal gleich beim ersten Bierbestellen ganz
beiläufig fragen „Wo wird denn hier in den Pott
(!!) eingezahlt?“ |
3. Mitgucker:
Wenn Dein Sitznachbar mit Dir ein fußballfremdes Gespräch
anfangen will, stoße ihn nicht vor den Kopf. Versuche
halbwegs zuzuhören, nicke ab und zu mit dem Kopf und
lenke dann vorsichtig das Gespräch wieder auf das Spiel.
Vorteilhaft in dieser Situation: Spontane Ausrufe zum Spiel
– weist die Aufmerksamkeitsrichtung gen Fernseher
und bringt Sabbler zum Verstummen. |
4. Nach dem Spiel:
Der Kenner guckt sich nach dem Spiel noch die Zusammenfassungen
und Ergebnisse der anderen Spiele an. Dabei wird noch ein
Bier getrunken und die ganzheitliche Fußballbegeisterung
zelebriert - macht einen enorm relaxten Eindruck. Vor allem
wenn man verloren hat, ist es eine Frage der Würde,
noch erhobenen Hauptes zu bleiben. |
5. Angeberei:
Du bist Dauerkartenbesitzer? Das kannst Du ganz entspannt,
aber laut kund tun. (Natürlich nur, wenn's stimmt!) |
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von Mirja Schröder
Hier könnt Ihr Fußball gucken:
Gefunden: 133 Einträge Seite: 1 2 3 4 >>
Adamz, Bremen, Neustadt
Gemütliches Bistro.
Agora, Bremen, Hemelingen
Kleine Dart-Eckkneipe.
Akis, Bremen, Mitte
Gemütliche Kneipe.
Amadeus, Bremen, Östliche Vorstadt
Restaurant mit Mittagstisch und Sonntagsbrunch.
Anna?s Welt, Bremen, Neustadt
Kneipe mit großem Biergarten.
Arberger Hof, Bremen, Hemelingen
Gutbürgerliches Restaurant.
Arberger Treff, Bremen, Hemelingen
Gaststätte mit Biergarten, Tanzveranstaltungen und Fußball.
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