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Die schönsten Routen
Rein in die Inliner und ab geht's. Berge (oder kleinere Erhebungen) begegnen einem zum Glück eher selten, wenn wir Norddeutschen unserem Volkssport Nr. 2 (nach Fußball) frönen: dem Skaten. Ob auf einsamen Wegen am Rand der Stadt oder direkt in der City – kaum eine andere Region in diesem Land verwöhnt ihre Skater mit solch herrlichen Strecken. Dank bestens asphaltierter Wege und vielen PKW-freien Zonen lässt es sich auf den folgenden vier Routen einfach himmlisch skaten. Route 1: Auf einsamen Wegen durchs Borgfelder Land
Gestressten Autofahrern und Familien mit jungen Kindern ist zumindest
der Startpunkt dieser Tour vertraut. Erstere nutzen die Wümme-Brücke
hinter der Borgfelder Kirche, um dem üblichen Feierabendstau Richtung
Lilienthal zu entkommen, Letztere flitzen bei winterlichen Minusgraden
auf Kufen über das angrenzende Feuchtbiotop der Wümme-Wiesen. Skatern
eröffnet sich gleich an der ersten Kreuzung hinter der Brücke ein
kleines Paradies. Vom „großen Moordamm“ führt der Weg („Vor den Wischen“)
durchs Naturschutzgebiet Richtung Hexenberg und wird schnell „privat“
– und damit autofrei. Am anschließenden „Weideweg“ steht das Heimatmuseum
„Binneboom“ – ein Rastplatz für Wissenshungrige. Der richtige Hunger
lässt sich wenige Meter weiter stillen. „Am Hexenberg“ liegt hinter
einer kleinen Brücke das „Gasthaus Meyerdierks“ mit einem ruhigen
Biergarten. Wer sich lieber selbst verpflegt, nimmt auf einer der
schönen Bänke an der Brücke Platz. Ein kleiner Weg auf der rechten
Seite, gekennzeichnet mit dem grünen Fahrradrundweg-Schild, führt
zurück in die Wümme-Wiesen. Auch hier lässt es sich auf festem Teer
herrlich skaten, allein die Holzbohlen einzelner Brücken entpuppen
sich als Stolpersteine. Am „Stau Deichschlot“ geht es schließlich rechts
ab auf den „Hollerdeich“ Richtung Borgfeld. Ein Aussichtsturm am Wegesrand erlaubt einen letzten
genießerischen Blick über die Landschaft, bevor die Skates wieder im
Auto bzw. in der Bahn (Endstation Linie 4) verstaut werden. Route 2: Natur pur entlang des Wümme-Deichs
Diese Strecke lädt dazu ein, die Natur so richtig zu genießen: Sie führt direkt an der Wümme entlang, vorbei an alten
Bauernhäusern, schönen Wiesen und weiten Feldern. Auf der gut geteerten Straße trifft man nur ab und zu einen Trecker
oder ein Auto. Da die Blockland-Tour recht beliebt ist, begegnet man am Wochenende vielen anderen Ausflüglern. Skater
aus dem Nordosten der Region fahren von der A27 Abfahrt „Bremen Industriehäfen“ direkt auf die Ritterhuder Heerstraße
in Richtung Ritterhude/OHZ. Nach ca. 2,4 km stellt man das Auto ab, schnallt sich die Skates an und biegt rechts in die
„Wummensiede“ ein. Vorbei an einem Heuhotel, kleinen Gaststätten und Rastplätzen erreicht man nach ca. 20 Minuten das
Lokal „Dammsiel“. Ein großer Garten direkt an der Wümme, typisch bremische Spezialitäten, frische Kuchen und Torten laden
zum Verweilen ein. Gestärkt geht es nun weiter an der Wümme entlang durch das „Nieder-“ und „Oberblockland“, wo die Länge
der Strecke durch das gute Pflaster, die schöne Landschaft und die vielen Rastmöglichkeiten (Bänke) nicht wirklich ins
Gewicht fällt. Etwas erschöpft und hungrig erreicht man nach ca. einer Stunde das Restaurant „Kuhsiel“ (Skater aus dem
Südosten starten ab hier Richtung „Dammsiel“). Bei typisch bremischen Spezialitäten kann man im Garten direkt an der Wümme das fantastische Panorama genießen und
als „Sonntagsfahrer“ von 11 – 14 Uhr ein umfangreiches Brunchbuffet nutzen, das für Kinder (bis zehn Jahre) kostenlos
ist. Gestärkt wird dann der Rückweg angetreten. Route 3: Höchster Rollkomfort in der Verdener Heide
Diese Rundstrecke führt direkt durch die Verdener Heide: Kleine Dörfer,
schattige Alleen und gut asphaltierte Radwege können durch- und befahren
werden. In den Biergärten der Gasthöfe werden die verlorenen Kraftreserven
wieder aufgefüllt. Nach dem Verlassen der A 27 an der Abfahrt „Verden-Ost“
folgt man der L 171 Richtung Kirchlinteln/ Visselhövede etwa 5 km weit
bis zum Startpunkt an der Abzweigung nach „Klein-Linteln“. Das Auto
kann auf dem Grünstreifen neben der Straße geparkt werden. Nach ca.
50 Metern führt eine Abzweigung links in die „Lange Straße“ Richtung
„Brunsbrock“. Nach kurzer Fahrt kann man die „Höllander Galeriemühle“
besichtigen. Das technische Baudenkmal wurde 1845 erbaut. Anschließend
geht es wieder zurück auf die Hauptstraße und kurz darauf links ab in
die „Lerchenstraße“ Richtung „Klein-Sehlingen“: Nach einer leichten
Steigung und der Überquerung einer Brücke beginnt das Erlebnis, von
dem alle Skater träumen: Eine schmale, schattige Allee mit glattem Asphalt
führt einfach nur geradeaus, bis man „Klein-Sehlingen“ erreicht hat.
Nun geht es nach links in Richtung „Kreepen“, wo der schattige Biergarten
des Hotelrestaurants „Heitmanns Gasthof“ erschöpfte Skater mit kühlen
Getränken und leckerem Kuchen empfängt. Erfrischt und gestärkt biegt
man dann links ab in die „Klein-Lintelner Straße“ Erfrischt und gestärkt
biegt man dann links ab in die „Klein-Lintelner Straße“. Die leicht
abschüssige Strecke mit gutem Belag und die wunderbare Umgebung sorgen
für höchsten Rollgenuss und geben noch einmal die Möglichkeit, die zu
sich genommenen Kalorien wieder abzutrainieren, bis man den Ausgangspunkt
erreicht. Route 4: Höchstgeschwindigkeit zwischen Weser und Werdersee
Gibt es eigentlich eine andere Großstadt in diesem Land, die ihre Skater direkt in der City mit herrlichen Belägen jenseits des Autoverkehrs verwöhnt? Rund um den Werdersee und den angrenzenden Abschnitt der Weser lässt es sich wirklich traumhaft skaten. Dank glattem Asphalt und wenigen leichten Steigungen rotieren die Rollen mit Höchstgeschwindigkeit. Der weitläufige Rundkurs kann – je nach Wohnsitz – von verschiedenen Punkten aus gestartet werden. Wer aus dem Umland mit dem PKW anreist, parkt an Tagen ohne Großveranstaltung kostenlos am Weserstadion. Von dort geht es dann entlang des rechten Weserufers Richtung Altstadt. Die Wilhelm-Kaisen-Brücke führt über die Weser und deren kleinen Seitenarm, der in den Werdersee mündet. Im und am Wasser ist in den Sommermonaten die Hölle los: Wassersportler, Radfahrer, Sonnenhungrige und unzählige Skater vergnügen sich entlang des „Habenhauser Deichs“. Wer Erfrischung sucht, dem sei frühzeitig ein Wechsel der Seeseite empfohlen. Dort ist der Badestrand schöner, und das nahe gelegene Café Sand ist immer einen Abstecher wert. Mehr Artikel zum ThemaWer hier versackt oder schlapp macht, kann mit der Fähre übersetzen zum Weserstadion. Alle anderen umfahren das Ende des Werdersees und genießen noch die tosende Atmosphäre am Weserwehr, bevor es entlang des Weserufers im Schlussspurt zum Stadion geht. |
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