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DAS SKATE-SPECIAL

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Die schönsten Routen


Ein Skater-Rennen.

Rein in die Inliner und ab geht's.
Foto: emsn

Berge (oder kleinere Erhebungen) begegnen einem zum Glück eher selten, wenn wir Norddeutschen unserem Volkssport Nr. 2 (nach Fußball) frönen: dem Skaten. Ob auf einsamen Wegen am Rand der Stadt oder direkt in der City – kaum eine andere Region in diesem Land verwöhnt ihre Skater mit solch herrlichen Strecken. Dank bestens asphaltierter Wege und vielen PKW-freien Zonen lässt es sich auf den folgenden vier Routen einfach himmlisch skaten.


Route 1: Auf einsamen Wegen durchs Borgfelder Land

Infos zur Strecke

Rundstrecke durch reizvolle Landschaft
Distanz: ca. 15 Kilometer / 75 Minuten
Belag: zu 75 Prozent asphaltiert
Fazit: Eine ruhige Strecke für Naturliebhaber

Gestressten Autofahrern und Familien mit jungen Kindern ist zumindest der Startpunkt dieser Tour vertraut. Erstere nutzen die Wümme-Brücke hinter der Borgfelder Kirche, um dem üblichen Feierabendstau Richtung Lilienthal zu entkommen, Letztere flitzen bei winterlichen Minusgraden auf Kufen über das angrenzende Feuchtbiotop der Wümme-Wiesen. Skatern eröffnet sich gleich an der ersten Kreuzung hinter der Brücke ein kleines Paradies. Vom „großen Moordamm“ führt der Weg („Vor den Wischen“) durchs Naturschutzgebiet Richtung Hexenberg und wird schnell „privat“ – und damit autofrei. Am anschließenden „Weideweg“ steht das Heimatmuseum „Binneboom“ – ein Rastplatz für Wissenshungrige. Der richtige Hunger lässt sich wenige Meter weiter stillen. „Am Hexenberg“ liegt hinter einer kleinen Brücke das „Gasthaus Meyerdierks“ mit einem ruhigen Biergarten. Wer sich lieber selbst verpflegt, nimmt auf einer der schönen Bänke an der Brücke Platz. Ein kleiner Weg auf der rechten Seite, gekennzeichnet mit dem grünen Fahrradrundweg-Schild, führt zurück in die Wümme-Wiesen. Auch hier lässt es sich auf festem Teer herrlich skaten, allein die Holzbohlen einzelner Brücken entpuppen sich als Stolpersteine. Am „Stau Deichschlot“ geht es schließlich rechts ab auf den „Hollerdeich“ Richtung Borgfeld. Ein Aussichtsturm am Wegesrand erlaubt einen letzten genießerischen Blick über die Landschaft, bevor die Skates wieder im Auto bzw. in der Bahn (Endstation Linie 4) verstaut werden.

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Route 2: Natur pur entlang des Wümme-Deichs

Infos zur Strecke

Distanz: 26 Kilometer / 2,5 Std
Belag: gut geteert, kaum Straßenschäden
Fazit: Perfekt für den (Sonntags-)Ausflug

Diese Strecke lädt dazu ein, die Natur so richtig zu genießen: Sie führt direkt an der Wümme entlang, vorbei an alten Bauernhäusern, schönen Wiesen und weiten Feldern. Auf der gut geteerten Straße trifft man nur ab und zu einen Trecker oder ein Auto. Da die Blockland-Tour recht beliebt ist, begegnet man am Wochenende vielen anderen Ausflüglern. Skater aus dem Nordosten der Region fahren von der A27 Abfahrt „Bremen Industriehäfen“ direkt auf die Ritterhuder Heerstraße in Richtung Ritterhude/OHZ. Nach ca. 2,4 km stellt man das Auto ab, schnallt sich die Skates an und biegt rechts in die „Wummensiede“ ein. Vorbei an einem Heuhotel, kleinen Gaststätten und Rastplätzen erreicht man nach ca. 20 Minuten das Lokal „Dammsiel“. Ein großer Garten direkt an der Wümme, typisch bremische Spezialitäten, frische Kuchen und Torten laden zum Verweilen ein. Gestärkt geht es nun weiter an der Wümme entlang durch das „Nieder-“ und „Oberblockland“, wo die Länge der Strecke durch das gute Pflaster, die schöne Landschaft und die vielen Rastmöglichkeiten (Bänke) nicht wirklich ins Gewicht fällt. Etwas erschöpft und hungrig erreicht man nach ca. einer Stunde das Restaurant „Kuhsiel“ (Skater aus dem Südosten starten ab hier Richtung „Dammsiel“). Bei typisch bremischen Spezialitäten kann man im Garten direkt an der Wümme das fantastische Panorama genießen und als „Sonntagsfahrer“ von 11 – 14 Uhr ein umfangreiches Brunchbuffet nutzen, das für Kinder (bis zehn Jahre) kostenlos ist. Gestärkt wird dann der Rückweg angetreten.

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Route 3: Höchster Rollkomfort in der Verdener Heide

Infos zur Strecke

Distanz: ca. acht Kilometer / eine Stunde
Belag: überwiegend glatt, wenig Schäden
Fazit: ruhig, kurz & ideal für Beginner

Diese Rundstrecke führt direkt durch die Verdener Heide: Kleine Dörfer, schattige Alleen und gut asphaltierte Radwege können durch- und befahren werden. In den Biergärten der Gasthöfe werden die verlorenen Kraftreserven wieder aufgefüllt. Nach dem Verlassen der A 27 an der Abfahrt „Verden-Ost“ folgt man der L 171 Richtung Kirchlinteln/ Visselhövede etwa 5 km weit bis zum Startpunkt an der Abzweigung nach „Klein-Linteln“. Das Auto kann auf dem Grünstreifen neben der Straße geparkt werden. Nach ca. 50 Metern führt eine Abzweigung links in die „Lange Straße“ Richtung „Brunsbrock“. Nach kurzer Fahrt kann man die „Höllander Galeriemühle“ besichtigen. Das technische Baudenkmal wurde 1845 erbaut. Anschließend geht es wieder zurück auf die Hauptstraße und kurz darauf links ab in die „Lerchenstraße“ Richtung „Klein-Sehlingen“: Nach einer leichten Steigung und der Überquerung einer Brücke beginnt das Erlebnis, von dem alle Skater träumen: Eine schmale, schattige Allee mit glattem Asphalt führt einfach nur geradeaus, bis man „Klein-Sehlingen“ erreicht hat. Nun geht es nach links in Richtung „Kreepen“, wo der schattige Biergarten des Hotelrestaurants „Heitmanns Gasthof“ erschöpfte Skater mit kühlen Getränken und leckerem Kuchen empfängt. Erfrischt und gestärkt biegt man dann links ab in die „Klein-Lintelner Straße“ Erfrischt und gestärkt biegt man dann links ab in die „Klein-Lintelner Straße“. Die leicht abschüssige Strecke mit gutem Belag und die wunderbare Umgebung sorgen für höchsten Rollgenuss und geben noch einmal die Möglichkeit, die zu sich genommenen Kalorien wieder abzutrainieren, bis man den Ausgangspunkt erreicht.

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Route 4: Höchstgeschwindigkeit zwischen Weser und Werdersee

Infos zur Strecke

Citynah und doch im Grünen
Distanz: ca. 18 Kilometer / zwei Stunden
Belag: zu 80 Prozent asphaltiert
Fazit: Die beliebteste Strecke Bremens

Gibt es eigentlich eine andere Großstadt in diesem Land, die ihre Skater direkt in der City mit herrlichen Belägen jenseits des Autoverkehrs verwöhnt? Rund um den Werdersee und den angrenzenden Abschnitt der Weser lässt es sich wirklich traumhaft skaten. Dank glattem Asphalt und wenigen leichten Steigungen rotieren die Rollen mit Höchstgeschwindigkeit. Der weitläufige Rundkurs kann – je nach Wohnsitz – von verschiedenen Punkten aus gestartet werden. Wer aus dem Umland mit dem PKW anreist, parkt an Tagen ohne Großveranstaltung kostenlos am Weserstadion. Von dort geht es dann entlang des rechten Weserufers Richtung Altstadt. Die Wilhelm-Kaisen-Brücke führt über die Weser und deren kleinen Seitenarm, der in den Werdersee mündet. Im und am Wasser ist in den Sommermonaten die Hölle los: Wassersportler, Radfahrer, Sonnenhungrige und unzählige Skater vergnügen sich entlang des „Habenhauser Deichs“. Wer Erfrischung sucht, dem sei frühzeitig ein Wechsel der Seeseite empfohlen. Dort ist der Badestrand schöner, und das nahe gelegene Café Sand ist immer einen Abstecher wert.

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Wer hier versackt oder schlapp macht, kann mit der Fähre übersetzen zum Weserstadion. Alle anderen umfahren das Ende des Werdersees und genießen noch die tosende Atmosphäre am Weserwehr, bevor es entlang des Weserufers im Schlussspurt zum Stadion geht.


von Sarah Lüken und Florian Preuß