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Der beliebte Sport mit dem Besen
Sieht witzig aus. Ist es auch - für Spieler und Zuschauer! „Curling finde ich gut. Bei dem Geschrubbe sind Frauen an ihrer üblichen Bestimmung.“ Das ist typisch Harald Schmidt, der so seiner Vorfreude auf Olympische Winterspiele Ausdruck verliehen hatte. Mit dieser Spitze hätte er als Spieler in dieser Disziplin jedoch bereits gegen den „Spirit of Curling“ verstoßen, der unter anderem besagt: Der Curler benimmt sich immer wie ein Gentleman. Im Netz findet sich weiteres Kurioses und Wissenswertes über diesen beliebten Sport mit Stein und Besen - auch „Schach auf dem Eis“ genannt -, der schon im 16. Jahrhundert in Schottland gepflegt wurde und erst seit Nagano 1998 zu den olympischen Disziplinen zählt. Das Intro der Homepage des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) macht auf Anhieb das Ziel des Spiels deutlich: Ein animierter Stein gleitet über virtuelles Eis auf den User zu und kommt genau in der Mitte des „Hauses“, des Zielkreises, zum Stehen. In der Rubrik „Verband“ führt die Seite zum „Spirit of Curling“, einer Art Ehrenkodex, der unter anderem besagt: „Ein Curler muss zuerst lernen zu verlieren, erst dann ist er auch würdig zu gewinnen.“ - „Lade deinen direkten Gegner zu einem Drink ein, wenn du gesiegt hast" - das könnte auf den Ursprung des Spiels in Schottland hindeuten. Wie der DCV unter „Geschichte“ auflistet, gibt es das Spiel bereits seit 1511. Aus diesem Jahr stammt der erste Curlingstein und: „Die Schotten Henry Adamson und Dr. George Ruthven geben dem Spiel den Namen Curling (kraushaarig)“. (Diese Andeutung des Wortursprungs lässt sich allerdings in Frage stellen, wie eine andere Webseite zeigen wird.) Ein Foto historischer Spielsteine regt die Vorstellung von den Anfängen an.
Naaaa, wo soll der "Stein" hin? Neben üblichen Nachrichten und Informationen (zum Beispiel zu Turnierdaten) für die aktiven Sportler werden als „Informationen“ auch für den Laien die Regeln des Spiels, die Fachausdrücke und alles zum Thema „Was ist Curling“ erklärt: Zwei Mannschaften, bestehend aus je vier Mitgliedern, treten über zehn Runden, so genannte „Ends“, gegeneinander an. Dabei versuchen sie, pro Spieler jeweils zwei Granitsteine näher an die Mitte des „Hauses“ gleiten zu lassen als der Gegner. Hier kommt der berühmte Besen ins Spiel, der den Sport zum Hingucker macht (und der ursprünglich tatsächlich der Reinigung des Eises diente): Durch das Schrubben entsteht ein Wasserfilm, der den Lauf des Steins beschleunigt und verlängert. Damit der Stein von Beginn an eine Kurve beschreibt (um gegnerische Steine zu umspielen), versieht der Spieler ihn mit einem Dreh, dem „Turn“. Genauer zeigt das eine Animation unter „Spielablauf“. Ein Spitzen-Team kann mit der Zeit die individuellen Eigenschaften von etwa 1500 Steinen erkennen. Außerdem beschreibt die Seite Gewicht, Form und Herstellung dieser Sportgeräte. Eine Grafik zeigt das Spielfeld, genannt „Rink“. Was der DCV zur „Strategie“ sagt, macht deutlich, warum die Sportart auch als „Schach auf dem Eis“ bezeichnet wird. Im „Curling-Lexikon“ kann der Surfer zum Beispiel nachschlagen, was ein „black end“ ist: kein Stein ist im Haus gelandet. Verschiedene Spielsituationen werden mit animierten Grafiken erläutert. Das alles macht die Homepage des Verbandes zur idealen Adresse, sowohl für die Profis als auch für die Laien.
Der Weg ist das Ziel. Vor allem für Letztere hat Markus Sticker in zwei Sprachen (deutsch und englisch) www.curlingbasics.com eingerichtet. Dass der gespielte Stein „shooter“ heißt und sein Volltreffer auf einen gegnerischen Stein als „nose hit“ bezeichnet wird, erklärt auch hier ein „Lexikon“. Die Seite gibt die offiziellen Regeln der World Curling Federation auf Deutsch wieder. Auch hier unterstützen Animationen die Beschreibung von Regeln und Begrifflichkeiten. Eine eigene Dokumentation über das Curling lässt sich als Flashfilm downloaden. Das Layout aus gelber Schrift auf schwarzem Grund ist Geschmackssache, die Seite ist aber übersichtlich und liefert sämtliche Informationen in komprimierten und leicht verständlichen Einheiten. Links:Laut dem Deutschen Curling-Verband lieferte ein Gemälde von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahr 1560 erste Hinweise auf den Sport in den Niederlanden. Im Internet präsentiert ein spätberufener, zeitgenössischer Hobbymaler aus Kanada seine Werke: Das taktische Spiel mit dem Granitstein ist Bernie Sparkes' Lieblingsmotiv, von historisierten Darstellungen vor romantischer Kulisse bis zur Abbildung eines modernen Teams beim Spiel in der Halle. Unter „Bernie the Curler“ erfährt der Besucher der Seite www.curlingpaintings.com auch den Grund: Seit seiner Kindheit ist Sparkes passionierter und erfolgreicher Spieler, unter anderem Mitglied der „Canadian Curling Hall of Fame“. Der Baden Hills Golf & Curling Club Rastatt e.V. präsentiert auf seiner Homepage (www.baden-hills.de) in sehr übersichtlicher Aufmachung und ansprechendem Layout „curling knowhow“ in einem eigenen Feld. Kurz, prägnant und unterhaltsam liefert diese Seite die wichtigsten Informationen zu Stein, Eis, Besen und Spielfeld. Jedes Thema ist mit einer Grafik, Bildern oder Fotos veranschaulicht. Laut diesem Curling-Club geht die Bezeichnung „Curling“ nicht auf Locken oder Drehbewegungen zurück, sondern stammt vom altenglischen „to curr“ ab: brummen. Es beschreibt das Geräusch des Steins beim Gleiten auf dem Eis. Die charakteristischen Elemente des Sports - Spirit und Sprache - fehlen hier ebenfalls nicht. Mehr Artikel zum ThemaDer Text zur "Spielidee" lässt hier noch einmal an Harald Schmidt denken: Curling ist also alles andere als ein 'Putzfrauensport'. Hier könnt Ihr Eissport trainieren:Gefunden: 6 Einträge |
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