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"Mir fehlt noch ein Schlag"Im Portrait: der 24-jährige Golfer Andre Schneider
Üben, üben, üben - das ist das Credo von Andre Schneider. Golf ist ein Thema, über das in der Regel auf den bunten Seiten großer Society-Magazine berichtet wird und eher selten im Sportteil einer Tageszeitung. Kein Wunder, schließlich prägen vor allem prominente Freizeitgolfer wie Franz Beckenbauer, Uwe Seeler oder Boris Becker das Image. Doch Golf ist nicht nur ein exklusives Hobby, es gibt auch eine andere Seite: Für Andre Schneider ist es zum Beispiel eine Berufung, den Golfball über das Grün zu schlagen und ihn dann zielgerecht ins Loch zu putten. Bis zu sechs Mal pro Woche zieht das 24-jährige Nachwuchstalent des Golf-Clubs Oberneuland bei Wind und Wetter seinen Golfwagen über die 18-Loch-Anlage des Vereins, die in eine wunderschöne Parklandschaft eingebettet ist. Dabei sind zwei bis drei Stunden intensives Training das Minimum für Schneider. „Ich spiele gerne mit Freunden, doch meistens trainiere ich alleine, weil es für die anderen zu zeitaufwendig ist“, erklärt der Junggolfer, der in dem Sport seine Zukunft sieht: „Doch dafür muss ich mein Handicap weiter verbessern!“ Das Handicap ist eine Kennzahl, die die ungefähre Spielstärke eines Golfers beschreibt. Verschieden hohe Handicaps können gegeneinander aufgerechnet werden, so dass ein Wettbewerb auf Augenhöhe auch zwischen Golfern unterschiedlicher Spielstärke möglich wird. Anfänger starten mit einem Handicap von 54, Deutschlands beste Amateurgolfer erreichen eine 4. Andre Schneider steht mit seinem Handicap von 7 schon weit oben in den Ranglisten, ist aber noch nicht zufrieden: „Das könnte besser sein. Um die Zulassung für die Golflehrerprüfung zu bekommen, fehlt mir noch ein Schlag. Genauer gesagt, muss ich ein Handicap von 6 schaffen“, erzählt Andre, der neben einer Teilzeitbeschäftigung in einer Bremer Firma seine gesamte Freizeit dem Golfsport widmet. Während der Wintermonate hat er seine Kondition mit Fitnesssport gestärkt und den Vorsatz gefasst, in dieser Spielsaison, die von März bis November dauert, sein Wunschziel zu erreichen. „Das erste Turnier ist immer am schwierigsten, weil man auf dem Platz nicht so viel Vorbereitungszeit hatte“, erklärt Schneider, der schon im Alter von zehn Jahren sein Faible für diese Sportart entdeckte. „Mein Onkel und mein Vater sind Golflehrer. Sie haben mir früh die ersten Schläge gezeigt.“ Treu geblieben ist er dem Sport vor allem, weil letztlich jeder Golfschlag anders sei und genau das den Reiz der Sportart ausmache. „Durch ein intensives Training kann man versuchen, da eine Konstante hinein zu bringen“, erläutert Schneider, der bereits seine Pläne für die Zukunft als Golflehrer geschmiedet hat. Wenn alles so glatt läuft, wie er sich das vorstellt, würde er gerne in südlichen Gefilden wie auf Mallorca, Ibiza oder in der Türkei seinen Unterricht anbieten... |
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