szmtag
 
 

SPORTGUIDE: RADSPORT - BIKEN

<< zurück

Road Rage auf zwei Rädern


Auf diesem Bild sind Radrennfahrer zu sehen, die in eine Kurve fahren. Foto: pixelio.de/querschnitt

Mit Volldampf in die Kurve.
Foto: pixelio.de/querschnitt

Blauer Himmel, die Sonne lacht, Vögel zwitschern – da bewegt man sich nicht mit Auto oder Bus und Bahn durch die Gegend, sondern schwingt sich auf seinen Drahtesel. Egal ob Renn- oder Hollandrad, City- oder Mountainbike: In die Pedale zu treten und sich den Alltagsstress von der Seele zu strampeln, macht immer Spaß. Nebenbei hält man sich auch noch fit. Unser Autor Philipp A. Schmitt verrät seine Favoriten-Route und was man bei Fahrradkauf beachten sollte.

Morgens, wenn ich aufstehe, höre ich nicht eine Stimme sondern tausend, die in mir nach Freiheit schreien. Dann schwinge ich mich aufs Bike und der Wind rauscht in meinen Ohren, tief lege ich mich in die Kurven und mein Adrenalinpegel steigt. Da ist ein Gegenchor, der mich anfeuert und mir zusingt: Du bist frei! Nur durch die eigene Kraft erreichst du Geschwindigkeiten, die dich in einen Geschwindigkeitsrausch versetzen (im Amerikanischen auch „Road Rage“ genannt).

Die klassische Bremer Radrunde führt durch das Blockland. Startpunkt ist der Stern am Bürgerpark. Von dort geht es zum Aufwärmen in Bürgerpark und durch den Stadtwald. Am Kuhgrabenweg kannst du loslegen und Speed machen. Auf dem Deich gibst du dich der kurvigen Strecke hin und häufig genug trifft man auf andere Biker, mit denen man im Wechsel vorne und im Windschatten fährt. So, zu zweit oder in der Gruppe zu fahren erzeugt ungeheuer viel Speed. An der Freiwilligen Feuerwehr des Blocklandes musst du links abbiegen und bis zur Findorffallee fahren. Danach geht es wieder in den Stadtwald und Bürgerpark zum „Cool Cown“. Nach einer Dusche und einem guten Frühstück wird ein unerklärliches Lächeln deine Mundwinkel umspielen und dich den ganzen Tag begleiten.
Aber ein Bike eignet sich für mehr als nur den „Road Rage“ und schnelle Runden, sondern auch für Fit- und Funtouren. Wer’s richtig macht, sucht sich ein paar nette Kneipen und Landgasthöfe aus, um sich nach einer anstrengenden Tour ohne schlechtes Gewissen den Magen voll zu hauen.

Auf diesem Bild ist ein Mountenbiker zu sehen, der "downhill" durch den Wald fährt. Foto: photocase.com/goebs

Über Stock und Stein.
Foto: photocase.com/goebs

Fahrradkauf

Wenn ihr in einem Fahrradladen steht und das Gefühl habt, ihr hört nur Klingonisch und modernste Raumfahrttechnologie scheint veraltet, dann seid nicht besorgt. Ihr seid auf jeden Fall richtig und hier wird auch nur mit Wasser gekocht. Wenn man sich ein bisschen durch den Wust an komischen Ausdrücken durchgearbeitet hat, weiß man, was man will und kann es auch dem Verkäufer klar machen.

Seit Jahren gibt es den Trend, sich ein Mountainbike zuzulegen. Wie der Name schon verrät, sind diese Fahrräder für die Berge gemacht und zwar nach dem Motto: Überquerung der Alpen ohne die Strassen zu benutzen. Wenn du dein Fahrrad sportlich nutzen und ausreizen willst, hast du dir damit garantiert das falsche Fahrrad für Bremen zugelegt. In Bremen und Umland gibt es Traumstrecken, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie flach sind und man richtig Tempo machen kann.

Heute wird oft aus verschiedenen Modellen wie Rennrad, Mountain- oder Trekkingbike das Beste genommen, gekreuzt und zu Bikes mit hohem sportlichem Funfaktor entwickelt.
Welches Bike kommt in Frage? Wieder kommt es darauf an, was du dir vornimmst und wie du fährst. Leichte Bikes sind gut, um Geschwindigkeit zu machen. Wer aber auch mal von der Strasse runter will, sollte auf die nötige Festigkeit achten.
Dass du es mit einem guten Verkäufer zu tun hast, merkst du, wenn er sich die nötige Zeit nimmt, festzustellen welche Rahmenhöhe und Sitzposition die optimale für dich ist und die Einstellungen am Rad für dich vornimmt.

von Philipp A. Schmitt