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SPORTGUIDE – WASSERSPORT

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Hier sind Wasserratten in ihrem Element


Auf diesem Bild ist eine Person in einem Schwimmbecken zu sehen. Foto: photocase.com/chriskuddl

Ganz in seinem Element.
Foto: photocase.com/chriskuddl

Was gibt’s Schöneres, als im Sommer abzutauchen? Ursprünglich sind wir ja auch alle Meerjungfrauen und Wassermänner. Schließlich krabbelten die ersten Lebewesen vor Millionen Jahren aus dem kühlen Nass. Kein Wunder, dass es uns vor allem in der warmen Jahreszeit immer wieder dort hinein zieht. Und Wasser haben wir schließlich reichlich im Norden. Machen wir daraus eine Tugend. Die Möglichkeiten abzutauchen sind in und um Bremen vielfältig: Ein Segel, ein Brett unter den Füßen oder ein Bleigürtel um die Taille können neue (Unterwasser-)Welten eröffnen. Wir stellen euch einige Stationen des Wassersports vor.


Kraulen und Planschen

Der Klassiker unter den Wassersportarten ist und bleibt das Schwimmen. Obwohl die Anlagen, in denen man diese Sportart praktizieren kann, nach wie vor „Schwimmbäder“ heißen, haben sie mit ihren eher langweiligen Verwandten aus der Vergangenheit nur noch wenig gemein. In den meisten Bädern gibt es für die ganz Mutigen bis zu Zehn-Meter-Sprungtürme und für alle Fun-Sportler Wasserrutschen in allen möglichen Variationen. Für „Warmduscher“ entpuppt sich das Horner Bad als kleines Paradies. Hier kann man sich in parkähnlicher Atmosphäre bei einem Bad in salzhaltigem Solewasser entspannen. Wer den Schwimmbadbesuch gleich mit einer Grill-Session verbinden möchte, der ist im Schlossparkbad gut aufgehoben. Auf der großen Liegewiese ist genug Platz, um Würstchen und sich selbst unter der Sonne zu braten. Außerdem stehen ein Wassertrampolin, diverse Rutschen und Wasserspielgeräte zur Verfügung.

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Schippen und Steuern

Sportboot: Bevor man als stolzer Kapitän eines Fünf-PS-Sportboots über die Weser schippern darf, muss man einen Führerschein machen. Die Wassersportschule macht Hobby-Seeleute fit für die große Fahrt. Hier kann man den Sportbootführerschein „Binnen“ und „See“ (die erweiterte Version) absolvieren, das UKW-Sprechfunkzeugnis sowie die Berechtigung „Pyro“ (Umgang mit Seenotsignalen) erwerben. Kapitän Hartmann unterrichtet die angehenden Seeleute in der Hochschule für Nautik, Werderstraße 73. Für den Sportbootführerschein „Binnen“ etwa lehrt er Gesetze auf den Flüssen und Seen, Wetterkunde oder Sicherheitsanforderungen. Hinzu kommen noch die Praxis und eine ärztliche Untersuchung. Die Schule bietet auch Segeltörns im Atlantik oder Mittelmeer auf einem von vier Traditionsseglern an.


Auf diesem Bild sind einige Segelboote auf dem Wasser zu sehen. Foto: photocase.com/pixelpause

Raus mit der Jolle!
Foto: photocase.com/pixelpause

Kanu: Grenzenlose Freiheit?

Der Gedanke liegt nah, denn mit einem kleinen Kajak oder einem Kanadier unterm Hintern, Freunden an der Seite und einem Paddel in der Hand könnte man theoretisch sogar bis zum Meer kommen. Theoretisch! Praktisch tut’s auch die Weser mit ihren zahlreichen Nebenflüssen. Eine beliebte Tagestour für Anfänger und Fortgeschrittene führt auf der Wümme den Kuhgraben hoch bis Kuhsiel, wo sich eine Schleuse und eine Gaststätte zum Ausruhen befinden, weiter nach Dammsiel und zurück über die kleine Wümme. Aber Vorsicht, unbedingt die wechselnden Strömungen beachten (stehen täglich im Weser-Kurier), denn sonst ist man länger unterwegs, als man ursprünglich geplant hat. Kajaks kann man schon ab 18 Euro bei der Kanuscheune in Lilienthal und Kanadier ab 25 Euro pro Tag bei Claus’ Kanuvermietung ausleihen.
Bootshafen: Von Marina Oberweser aus starten die Kapitäne ihre große Fahrt. Wer schon eine eigene Jolle besitzt oder sich über Winter in der Garage eine Arche Noah zusammen gezimmert hat, der kann hier sein Boot beheimaten. Der Yachthafen hat 250 Liegeplätze, 30 Wohnwagenstellplätze, sogar das Schlauchboot bekommt einen eigenen Platz. Außerdem steht hier die einzige Bootstankstelle von Bremen. Der Hafen an der Weser in der Hemelinger Marsch hat auch einen eigenen Shop mit allem rund um Boote und Wassersport.

Auf diesem Bild ist eine Tauchgruppe im glasklaren Meerwasser zu sehen. Foto: photocase.com/Michael S

Wunderschöne und geheimnisvolle Unterwasserwelt.
Foto: photocase.com/Michael S

Schnorcheln und Tauchen

Wenn man an Tauchen denkt, hat man sofort die weit entfernten Traumspots in Australien, der Karibik oder auf Hawaii vor Augen. Doch man muss nicht seine gesamten Ersparnisse für einen Flug zu fernen Zielen ausgeben. Auch hier kann man gepflegt abtauchen. Der Uni-See ist beispielsweise während der „Karibischen Wochen“ (Februar bis Mai) mit glasklarem Wasser ein beliebtes Ziel für Taucher aus der Umgebung. Auch der Waller- und der Achterdieksee locken manchen Taucher im Neoprenanzug aus seinen vier Wänden. Besonders für Anfänger ist es von Vorteil, in heimischen Gewässern die Basics des Tauchens zu lernen, bevor man zu weiter entfernten Zielen aufbricht. Denn wer in unseren trüben Brühen noch den Durchblick behält, der findet sich auch mit Leichtigkeit an jedem anderen Tauchsport zurecht. Einen so genannten Open-Water-Tauchschein, mit dem man in (fast) jedem Gewässer weltweit abtauchen darf, kann man ab rund 325 Euro machen, zum Beispiel beim Pro-Dive-Center, beim Tauchsportservice Junge & Warncken oder bei der Sub Zero Tauchschule.

Surfin’ Bremen

Spätestens seit man die durchtrainierten Körper der Vorzeige-Sunnyboys aus der TV-Serie „Gegen den Wind“ auf dem Wasser erleben konnte, ist klar, dass Windsurfen nicht nur sehr cool aussieht, sondern vor allem auch jede Menge Spaß macht. In Bremen kann man der steifen Brise zum Beispiel am Uni-See mit Brett und Segel trotzen. Dort befindet sich auch der Sitz des Bremer Windsurfing Clubs. Der Club bietet Anfängerkurse im Wind- und im Kitesurfen an und stellt dabei Bretter und Segel kostenlos für Vereinsmitglieder zur Verfügung (Vereinsbeitrag: 30 bis 40 Euro pro Jahr).

von Dana Heide und Jana Gerlach


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