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DAS NORDSEE-SPECIAL: BORKUM

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Das Burcana der alten Römer


Schon die Römer sollen Borkum gekannt haben. Sie haben auf der westlichsten ostfriesischen Insel Rast gemacht, als sie sich anschickten, Britannien zu erobern. Plinius schrieb gegen Mitte des ersten Jahrhunderts schockiert nach Rom, er habe auf „Burcana“ ein beklagenswert armes Volk vorgefunden: „Zum Trinken haben sie nur Regenwasser, das sie in Gruben vor ihren Häusern aufbewahren.“


Auf diesem Bild ist ein Strandkorb auf Borkum zu sehen.

Borkumer haben ihren eigenen Kopf.
Foto: Christine Kröger

Wenn das Burcana der Römer tatsächlich Borkum war - was unter den Gelehrten nicht ganz unumstritten ist - wäre die Insel der älteste namentlich bekannte Ort in Ostfriesland. Die übrigen Inseln sind frühestens im zwölften Jahrhundert erwähnt.

Und wenn Burcana tatsächlich Borkum war, dann würde Plinius wohl staunen, wie sich die Insel herausgemacht hat. Allerdings hatten die heute rund 5500 Einwohner ja seither zwei Jahrtausende Zeit. Im Jahr 2003 hat die Kurverwaltung 221.429 Gäste gezählt, die es auf rund 2,4 Millionen Übernachtungen brachten. Tagestouristen gibt es auf Borkum wenige, da man zur größten der sieben Ostfriesinnen vergleichsweise lange unterwegs ist.

Urlauber dürfen ihr Auto zwar mit nach Borkum nehmen, es auf der Insel aber - außer zur An- und Abreise - nur in Ausnahmefällen nutzen. Es gibt Taxis und viele Fahrradverleiher. Die tide-unabhängige Autofähre legt in Emden ab und kommt nach zwei- bis zweieinhalb Stunden auf Borkum an. Der Katamaran braucht nur eine Stunde. Wer bis ins niederländische Eemshaven fährt, kann von dort binnen 50 Minuten mit der Autofähre

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nach Borkum übersetzen. Am schnellsten ist das Flugzeug, es gibt eine regelmäßige Verbindung ab Emden.



von Christine Kröger