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DAS NORDSEE-SPECIAL: JUIST

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Leuchtturm verdreht


Juist hat wohl den einzigen Leuchtturm, der nicht Seemännern, sondern Inselbewohnern den Heimweg erleuchtet. Das Memmert-Feuer scheint auf die Insel und nicht auf die See. Eigentlich hat der Turm hier gar nichts zu suchen. Die Juister haben ihn sozusagen gerettet.


Auf diesem Bild ist der Hafen von Juist zu sehen.

Juist hat den einzigen Leuchtturm der nicht den Seeleuten zu gute kommt.
Foto: Christine Kröger

Als Seezeichen hatte er auf der benachbarten Vogelinsel Memmert ausgedient und drohte gar umzukippen. Weil so ein Leuchtturm hübsch anzuschauen ist, haben die Nachbarn ihn sich herübergeholt. Allerdings mussten sie sein helles Leuchtfeuer durch eine kleine Laterne ersetzen, sonst hätte das Feuer Juistern und Urlaubsgästen glatt den Schlaf geraubt.

Überhaupt ist auf Juist vieles anders. Mancher auf der gut 16 Quadratkilometer großen Insel freut sich sogar über Schietwetter. Dann ist die Sicht schlecht - und gut für die Juister: Sie brauchen sich Norderney nicht anzugucken. Ein beliebter Witz auf der längsten ostfriesischen Insel.

Die Anreise nach Juist ist vergleichsweise aufwändig. Kommt nicht drauf an, sagen die Juister. Wer ihr „Töverland“ liebt, besucht es trotzdem. Das Schiff von Norddeich ist tideabhängig und kann in der Regel nur ein Mal täglich anlegen. Der Flieger braucht von Norddeich nur fünf Minuten, anschließend zuckelt die Kutsche eine halbe Stunde vom Flugplatz in den autofreien Ort. Dort gibt es Fahrräder oder Kutschtaxis zu mieten.

So leben die rund 1800 Einwohner vor allem von Stammgästen,

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Tagestouristen gibt es kaum. Die Kurverwaltung zählt rund 103.000 Gäste im Jahr, die es auf 950.000 Übernachtungen bringen.



von Christine Kröger