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DAS NORDSEE-SPECIAL: NORDERNEY

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Nichts da mit „Moin“


Nichts da mit „Moin“ auf Norderney. Norderneyer grüßen sich mit einem schlichten „He“. Immerhin: Wie man sich auf den übrigen sechs Ostfriesischen Inseln den ganzen Tag „Moin“ sagt, ist auch Norderneys „He“ von morgens bis abends zu gebrauchen.


Auf diesem Bild ist Strandpromenade von Norderney zu sehen.

Norderney wäre nicht Norderney, wäre nicht wieder großes geplant.
Foto: Christine Kröger

Mit 25 Quadratkilometern hat die zweitgrößte Ostfriesische Insel elf Quadratkilometer weniger Platz als Borkum, mit rund 6200 aber rund 700 Einwohner mehr. Mit 307.036 Gästen brachte es die Insel 2003 auf rund 3,23 Millionen Übernachtungen. Hinzu kommen alljährlich noch rund 300.000 Tagesgäste. Das ist einsamer Rekord unter den sieben Inselschwestern.

Aber die Norderneyer haben schließlich auch die größte Erfahrung mit der Bewirtung von Gästen: Norderney wurde bereits 1797 Seebad, die Insel ist das älteste Heilbad an der Nordsee. Nur an der Ostsee hat Heiligendamm bei Rostock noch vier Jahre ältere Rechte. Die Insel war in der Vergangenheit Treffpunkt illustrer Gäste wie Otto von Bismarck oder Wilhelm von Humboldt, Theodor Fontane oder Franz Kafka. Manche „Promis“ äußerten sich durchaus spöttisch. So schrieb Heinrich Heine den Insulanern 1826 ins Stammbuch: „Die Eingeborenen sind meist blutarm und leben von Fischfang. Sie trinken Tee, der sich von gekochtem Seewasser nur durch den Namen unterscheidet.“

Aber die Norderneyer haben dem großen Heine längst verziehen und ihm sogar ein Denkmal in bester Lage gesetzt. Na ja, von gutem Tee versteht so ein Dichter vom Festland eben nichts! Heftig umstritten war die Aufstellung des Denkmals 1983 nicht wegen Heines spöttischer Worte, sondern weil Arno Breker die Statue schuf - ein Bildhauer mit einschlägiger Nazi-Vergangenheit.

Mit der Autofähre kommt man von Norddeich

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aus binnen 45 bis 60 Minuten nach Norderney. In den Sommermonaten bis zu 14 Mal täglich. Von Norddeich aus ist die Insel auch mit dem Flieger zu erreichen.



von Christine Kröger