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DAS NORDSEE-SPECIAL: WANGEROOGE

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Die Kleine ist keine Ostfriesin


Genau genommen ist Wangerooge gar keine ostfriesische Insel. Wangerooge ist friesisch, die Insel gehört zum ehemaligen Oldenburger Land. Überhaupt hat die mit 4,78 Quadratkilometern kleinste der sieben eine wechselvolle Geschichte hinter sich.


Auf diesem Bild ist die tideabhängige Fähre zu sehen.

Die tideabhängige Fähre von Harlesiel nach Wangerooge.
Foto: Christine Kröger

Nach dem Tod des legendären Fräulein Maria von Jever fällt das Jeverland mitsamt Wangerooge 1575 an Oldenburg. Doch dem dortigen Adel fehlen Erben, so geht die Herrschaft über Jever 1668 an den Kleinstaat Anhalt-Zerbst. Dessen Prinzessin Sophie Auguste Friederike wird 1745 durch Heirat Zarin Katharina II. von Russland - Katharina die Große. Von 1793 an gehört auch Wangerooge zu Russland. Anfang des 19. Jahrhunderts folgen die Niederländer, die Franzosen und wieder die Russen als Herrscher über das Eiland. Bis Zar Alexander I. die Erbfolge 1818 an den Oldenburger Hof abtritt. Seither ist Wangerooge oldenburgisch.

Eine Schwägerin der Zarin Katharina stiftet der Insel 1804 den ersten Badekarren und das erste Strandzelt. Der Inselvogt hatte Russlands Statthalterin in Jever darum gebeten. Sieben Jahre zuvor hat auf Norderney das erste Nordseebad eröffnet - und es spricht sich herum, dass Reizklima und Meerwasser dem Menschen gut tun können. Prompt kommen um 1800 die ersten Badegäste nach Wangerooge.

Heute leben rund 1200 Menschen auf der neun Kilometer langen und 500 bis 1500 Meter schmalen Insel, im Sommer kommen rund 300 Saisonkräfte dazu. Jahr für Jahr zählt die Kurverwaltung mehr als 900.000 Übernachtungen der gut 100.000 Urlauber. 70.000 weitere Touristen bleiben einen Tag.

Die tideabhängige Fähre braucht eine Dreiviertelstunde von Harlesiel nach Wangerooge,

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die Inselbahn ist gute zehn Minuten vom Hafen in den Ort unterwegs. Für eilige Gäste gibt es eine regelmäßige Flugverbindung ab Harlesiel.



von Christine Kröger