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09.02.2012
SPORT & WERDER

Sonderlob für Werder-Neuling Affolter

Seit zwei Wochen ist Francois Affolter bei Werder Bremen - und Thomas Schaaf ist vom Einstand des Innenverteidigers begeistert. Der junge Schweizer darf sich über ein Sonderlob des Werder-Trainers freuen.

SPORT & WERDER

Wesley-Wechsel steht kurz vor dem Abschluss

Wesley reist am Freitag nach Brasilien, um seinen Wechsel zu Palmeiras Sao Paulo perfekt zu machen. Foto: nordphoto

Wesley reist am Freitag nach Brasilien, um seinen Wechsel zu Palmeiras Sao Paulo perfekt zu machen. Foto: nordphoto

Der Wechsel von Wesley zu Palmeiras Sao Paulo steht kurz vor dem Abschluss. Wie Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs am Donnerstag bestätigte, haben sich beide Vereine über einen Transfer des Mittelfeldspielers geeinigt. Wesley soll am Freitag nach Brasilien reisen, um vor Ort den Medizincheck zu absolvieren und anschließend einen Vertrag zu unterschreiben. Laut Allofs sei auch zwischen dem Spieler und seinem neuen Klub bereits alles klar. Zwar sei der Transfer des 24-Jährigen noch nicht perfekt, doch bestätigt Allofs "gute Vorzeichen". "Es sieht gut aus, dass es keine unendliche Geschichte wird", sagte der Werder-Boss.

Wesley konnte sich in seinen anderhalb Jahren an der Weser nicht durchsetzen und stand zuletzt seit längerer Zeit auf dem Abstellgleis. Trainer Thomas Schaaf sieht das Team durch den Weggang des Brasilianers nicht geschwächt. "Natürlich fehlt uns das Element, für das Wesley steht - aber das fehlte uns schon die gesamte Saison", kritisiert Schaaf die jüngsten Leistungen des 24-Jährigen.

Über die Ablösesumme für den Brasilianer wollte Allofs keine Angaben machen, er sagte lediglich dass Werder "eine Menge" der im Sommer 2010 investierten knapp acht Millionen Euro zurück bekommt. Sportlich sei das Scheitern des Experiments mit dem Mittelfeldspieler "zu bedauern", sagte Allofs: "Unterm Strich ist es uns nicht gelungen, eine talentierten Spieler an die Bundesliga zu gewöhnen". (bb)
BREMEN-NEWS

"Zeitschrift der Straße" gewinnt New Yorker Design-Preis

Gratulation an die Macher - die Zeitschrift der Straße wurde mit einem Design-Preis ausgezeichnet. Foto: fr

Gratulation an die Macher - die Zeitschrift der Straße wurde mit einem Design-Preis ausgezeichnet. Foto: fr

Da kann man wirklich stolz drauf sein: das soziale Bremer Projekt "Die Zeitschrift der Straße" wurde mit dem New Yorker Type Directors Club Award (TDC) in gleich drei Kategorien ausgezeichnet. Der TDC-Award gilt als einer der weltweit renommiertesten Design-Wettbewerbe. Für den Award 2012 wurden aus 35 Ländern insgesamt 1.800 Print-Produkte eingereicht. In New York prämiert wurde die Ausgabe „Tenever“, in der unter anderem Bewohner, Stadtplaner und Quartiermanager zu Wort kommen.

Die "Zeitschrift der Straße" ist ein gemeinsames soziales Projekt des Vereins für Innere Mission, der Gesellschaft für integrative soziale Beratung und Unterstützung sowie der Hochschule für Künste.  Der Vertrieb wird von Obdachlosen geführt, die damit gleichzeitig ihre finanzielle Situation etwas verbessern können. (haf)
08.02.2012
KINO & FILM

Nichts ist so, wie es scheint

Welche Hinweise können Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) der Nachbarin Sylvia Lange (Mira Partecke, l) glauben? Foto: Jörg Landsberg / Radio Bremen

Welche Hinweise können Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) der Nachbarin Sylvia Lange (Mira Partecke, l) glauben? Foto: Jörg Landsberg / Radio Bremen

"Ordnung im Lot" heißt der neue Radio-Bremen-Tatort, der am
Sonntag, 12. Februar, um 20:15 Uhr in der ARD gezeigt wird. Er ist weniger klassischer Krimi denn ein geschicktes Spiel mit Vorurteilen und Erwartungshaltungen.

Der 16-jährige Max Lange (Vincent Göhre) hat es nicht leicht. Er lebt mit seiner psychisch schwer gestörten Mutter und seinem hilflosen Vater in einem hermetisch von der Außenwelt abgeschotteten Haus. Sein einziger Freund ist Jure Tomic, der die Tankstelle gegenüber besitzt, und mit dessen Hund Max häufig spazieren geht. Eines Abends findet er Tomic erschossen im Verkaufsraum der Tankstelle. Max‘ Mutter Sylvia steht dem Toten gegenüber, die Waffe in der Hand...

In dem neuen Radio-Bremen-Tatort "Ordnung im Lot" konzentrieren sich Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) bei der Spurensuche auf die Familien Lange und Tomic. Das Regie- und Drehbuch-Doppel Claudia Prietzel und Peter Henning hat ein dichtes Kammerspiel entworfen, das geschickt dosiert immer mehr Einzelheiten über die beiden Familien enthüllt.

Kaum hat man Sylvia Lange (Mira Partecke), deren Welt aus esoterisch angefütterten Wahnvorstellungen besteht, in Verdacht, schlägt das Drehbuch eine Volte. Denn es gibt Hinweise darauf, dass die aus Kroatien stammenden Tomics in dubiose kriminelle Machenschaften verstrickt sind. Ist Erpressung das Motiv für den Mord?

Thematisch und optisch spielt der Film immer wieder mit tradierten Bildmustern: Der vermeintliche Erpresser ist im Halbdunkel und Profil am Telefon zu sehen. Und dann spricht er auch noch diese fremde Sprache – die Krimi-Mode der vergangenen Jahre, in denen die Spur gerne mal ins finstere Osteuropa wies, wird hier bewusst zitiert. In "Ordnung im Lot" sollte der Zuschauer besser gar nicht erst anfangen, in solchen Klischees zu denken. Auf Hut sein - genau wie Inga Lürsen – muss er auch gegenüber den vermeintlich nutzlosen Brabbeleien Sylvia Langes. Auch bei ihren irre klingenden Andeutungen handelt es sich eigentlich nur um eine andere Sprache, die die Hauptkommissarin zu deuten lernt.

Die verwickelte Geschichte löst sich schließlich überraschend in zwei Verzweiflungstaten auf, die irgendwie auch positiv enden. Es handelt sich allerdings um relative Happy Endings, wie sollte es bei diesem Tatort auch anders sein.

Von Iris Hetscher
NEUERÖFFNUNGEN

Eröffnung des Next Club verschoben

Die Eröffnung des Next Club wurde verschoben. Foto: Next Club

Die Eröffnung des Next Club wurde verschoben. Foto: Next Club

Die geplante Eröffnung des Next Club am 11.2.wird verschoben. Der Grund sind die momentan herrschenden eisigen Temperaturen, die die Umbauarbeiten im ehemaligen Hängeboden behindern. Wie die Betreiber mitteilten, trocknen Lacke, Farben und Beton und Gips  "nicht richtig". Zudem sei es im Nachbargebäude am Dienstagabend zu einem Wasserrohrbruch gekommen. Die Eröffnung des Clubs wird voraussichtlich am 24./25.2. nachgeholt. Als kleines Trostpflaster, werden die Betreiber am Samstag vor dem Next Club kostenlos Glühwein verteilen. Wer dann noch Lust zu feiern hat, kann von dort aus weiter zum S1 Club an der Schlachte tingeln.
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