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Bremens Nachtleben - Top oder Flop? Clubs und Discotheken schließen ihre Tore und feiern Neueröffnung. Was hältst Du von der Szene? |
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08.08.2008BREMEN-NEWS
Kreativwirtschaft auf dem Vormarsch![]() Kreativwirtschaft und Bremen - passt das zusammen? collage: bremen4u Am 13.8. ist es endlich soweit: Nach unserer Fünf-Wochen-Ausgabe gibt es ein neues bremen4u|paper. Und das heißt auch ein neues Schwerpunktthema im bremen4u|paper, hier bremen4u|online und im bremen4u|tv (am 15.8., 19 Uhr). Diesmal: "Junge Kreative in Bremen". Wir stellen Euch innovative Köpfe vor, wie zum Beispiel die Leute von "Urban Screen" und von der "Dämmstoffmafia".Warum wir uns dem Thema annehmen: "Brutstätten und Besessene" - Das waren die beiden Schlagworte, mit denen sich Bremen als Europäische Kulturhauptstadt 2010 beworben hatte. Aus der Bewerbung ist bekanntlich nichts geworden, aber die brütenden, besessenen Kreativen gibt es in der Stadt nach wie vor und zwar reichlich. Mit ihren Ideen, Aktionen und Produkten bereichern sie nicht nur unser (Stadt-)Leben, sondern sind auch Image- und Wirtschaftsfaktor für Bremen. Je mehr innovative Menschen und Firmen in Bremen sind, umso attraktiver wird der Standort für Unternehmen und Investoren. Deshalb sollen die klugen, querdenkenden Köpfe nach ihrem Studium in Bremen bleiben und nicht nach Hamburg, Berlin oder in andere coole, pulsierende Städte gehen. Und mit ihrer Anwesenheit wiederum andere Kreative nach Bremen locken. Deshalb steht, spätestens seit der Kulturhauptstadtbewerbung, die Förderung der "Kreativwirtschaft" (dazu zählen klassische Kulturschaffende und Bereiche wie Medien, Werbung, Design, Architektur, Softwareentwicklung) ganz oben auf dem Zettel vom Senator für Kultur und bei der Bremer Investitions-Gesellschaft (BIG), die unter anderem den Dialog zwischen Kreativen und Unternehmen stärken will.Es stellen sich alte Fragen: "Kreativwirtschaft" fördern klingt ja erstmal toll. Aber was heißt das denn genau? Werden lediglich die Ideen und Projekte gefördert, die vermarktbar und imagefördernd sind? Die wirtschaftlich rentabel sind und Arbeitsplätze schaffen? Werden nur die Kreativen von der Stadt umsorgt, die offen für eine Zusammenarbeit mit Unternehmen sind? Machen sich die Kulturmacher damit nicht abhängig von Politik und Wirtschaft? Andererseits: Von Luft und Liebe zur Kultur allein lässt es sich mehr schlecht als recht überleben. Kohle muss in die Künstler-Kasse. Der alte Spagat zwischen Kunst und Kommerz. Wobei: Bedeutet kommerzielle Kreativität schlechte Kreativität? Und überhaupt: Hören wir nicht immer wieder, wie leer die Haushaltskassen sind? Von welchem Geld wird denn die Entwicklung der Kreativwirtschaft bezahlt? Und hat Bremen nicht ganz andere Probleme, um die sich die Stadt intensiver kümmern sollte? Jugendgewalt, verwahrloste Kinder … Was meint Ihr dazu?
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27.06.2008BREMEN-NEWS
Emanzipations-Senf![]() Katja Runge. Foto: bremen4u In einer unserer letzten Redaktionssitzungen fragte unsere bremen4u|tv-Moderatorin Katja Runge, ob wir nicht auch mal was zu dieser "Feminismus-Debatte machen wollen, die jetzt überall herumgeistert". Die Reaktionen: Unschlüssige Gesichtsausdrücke, Schweigen, aber auch vereinzelt interessiertes Kopfnicken, begleitet von einem "Jooa, warum nicht ... Roche und Co. scheinen ja irgendwas in Gang gebracht zu haben..."Und nun geben wir auch unseren Senf zu der Feminismus-Emanzipations-Schlachtplatte dazu. Manchmal ist es ja auch gut, erstmal den Mund zu halten und zunächst ein paar Eindrücke zu sammeln. Und die haben wir gesammelt: Von Charlotte Roche und ihren "Feuchtgebieten", von Lady Bitch "Meine Vagina gehört mir" Ray, von "Alphamädchen: Warum Feminsimus das Leben schöner macht"- und "Neuen deutschen Mädchen"-Buchautorinnen, von Alice Schwarzers Reaktionen und von allem anderen zum Thema auch.Jetzt ist es soweit: Unser nächstes Schwerpunktthema dreht sich um junge Frauen in Bremen, um ihr Lebensgefühl, um ihre Erfahrungen als Frau und um ihre Meinung zu dem derzeitigen "Feminismus light" (EMMA). Am Dienstag, 1.7., haben wir fünf interessante Frauen in unserer Redaktion zu Gast und diskutieren mit ihnen: die Sängerin Lea Finn, die Burlesque-Tänzerin Eve Champagne, die Weser-Kurier-Journalistin Tina Groll, DJane "Frl. Glamour" und Eventagentur-Chefin Sandra Prawitt und unsere Katja vom bremen4u|tv. Wer sich mit wem in die Haare bekommen hat und was die Frauen über ihr Frau-Sein berichten, erfahrt Ihr am 9.7. in unserem bremen4u|paper und hier online und am 11.7. im bremen4u|tv. Wir möchten auch Eure Meinungen wissen: Was haltet Ihr von diesen frechen Frauen à la Roche und Lady Bitch Ray? Sind sie offen und emanzipiert oder nur auf Aufmerksamkeit und Vermarktung aus? Läuft für die Frauen heute schon alles ganz easy oder brauchen wir auch heute noch kämpferische Frauenbewegungen? Gab es in Eurem Leben Situationen, in denen Ihr Euch gewünscht habt, ein Mann zu sein, bzw. in denen Ihr froh ward, eine Frau zu sein? Habt Ihr schon mal Situationen erlebt, in denen Ihr Euch als Frau diskriminiert gefühlt habt? Wie findet Ihr es, dass in vielen Bereichen wie Nachtleben (DJs, Veranstalter) oder Politik - auch in Bremen - hauptsächlich Männer präsent sind? Berichtet uns! 03.06.2008BREMEN-NEWS
Guerilla-Aktionen![]() Schon mal beim Bierkistenrennen mitgemacht? Foto: privat Sie machen Sackhüpfen um den Roland, bewerfen Menschen aus einem anderen Stadtteil auf einer Brücke mit altem Gemüse, springen zu 150 Beats pro Minute in Gruppen durch Straßen, Supermärkte oder durch den Bahnhof, feiern wilde Partys in Fußgängertunneln oder rennen mit Bierkisten um den Unisee. Junge, springlebendige, vor Schabernack strotzende Menschen. Ihre Aktionen und Aktivitäten, die meistens unter freiem Himmel stattfinden, heißen Flashmobs, Jumpstyle oder Bierkistenlauf - Fun-Aktionen, die auch schon mal eine Anzeige zur Folge haben können.Solche Sachen sind nicht wirklich neu. Früher nannte man so was "Performances", "Happenings" oder "Environments" und hatten insbesondere in den 60er- und 70er-Flower-Power-Jahren ihre Blütezeit. Damals entsprangen sie vor allem der Kunstszene.
In unserem nächsten Schwerpunktthema berichten wir in unserem Paper, hier auf unserer Internetseite und im bremen4u|tv ab dem 6.6. über Aktionen wie Tunnel-Partys, Flashmobs, Jumpstyle-Sessions, Bierkistenläufe und Gemüse-Battles.
Und nun zu Euch! Wir möchten gerne von Euch wissen: Sind das Eurer Meinung nach coole und witzige Aktionen? Vielleicht gar gesellschaftskritisch? Politisch? Oder bloß Ergebnisse einer gelangweilten, zufriedenen und egozentrischen Generation, die aus Mangel an politischem Interesse auf alberne Ideen kommen? Trends, die auch schnell wieder verpuffen werden?
Ward Ihr mal bei einer dieser Aktionen dabei? Und vor allem: Habt Ihr eigene verrückte Ideen, womit man mal diese Stadt und ihre Bewohner - selbstverständlich ganz legal - aufmischen, unterhalten, nachdenklich und/ oder provozieren könnte? Wir laden Euch ein, hier zu diskutieren und uns und den anderen Usern Eure Anregungen mitzuteilen. Je verrückter, desto besser. Vielleicht findet sich ja hier eine Gruppe, die beispielsweise an einem lauen Sommerabend auf dem Bahnhofsvorplatz auf einem Bein stehend und gackernd Sonnenblumen an die Passanden verteilt und das ganze "Flowering" nennt. Ein neuer Trend wäre geboren.
Mehr Videos bei YouTube: >> Jumpstyle-Session in Bremen Teil II
>> Gemüseschlacht (Battle Neustadt - Viertel)
25.03.2008NEUERÖFFNUNGEN
Red Rock eröffnetWer seit dem 20. März nicht mehr an der Schlachte war und es noch nicht bemerkt hat: Es gibt einen neuen Laden, Red Rock (wir berichteten). Am vergangenen Donnerstag war das sogenannte "Soft Opening", das heißt, man bittet um Nachsicht, sollte alles noch nicht wie geschmiert laufen. Ab 1. April startet der Normalbetrieb, das heißt, Meckern ist dann erlaubt. Aber dafür wird es bestimmt keinen Anlass geben.
Im Mittelpunkt des Angebotes stehen 47 verschiedene Biere aus 28 Ländern. Ihr könnt quasi eine Weltreise in Sachen Bier machen. Von Bremen, über Finnland, bis Vietnam und Thailand. Dazu kommt noch eine große Auswahl an Shootern, Cocktails, internationalen Spirituosen, Wein, alkoholfreien und heißen Getränken.
Last But Not Least klärt die Einrichtung auf, warum der Laden so heißt wie er heißt: An den Wänden hängen riesige Bilder mit den berühmten Red Rocks, die sich nahe der Spielermetropole Las Vegas befinden. Außerdem gibt es Steine und Sand, ein warmes Rot und einen blauen Himmel an der Decke.
Für Raucher noch interessant: Es gibt einen eigenen Raucherbereich. Hier muss keiner in der Kälte stehen.
18.03.2008ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Aufbauwortschatz Udo Lattek (Folge 114)![]() Ohne Worte. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Der eisgraue Wolf ist zurück: Jeden Sonntag, im "Doppelpass". Da sitzt er dann gemütlich als Fels in der Brandung einer manchmal sehr aufgeregten Runde sich echauffierender Sportjournalisten, die in der einen Woche über Werder Bremens herzerfrischenden Offensivfußball jubiliert, sich in der Woche darauf über die einschneidende Torwartkrise des deutschen Fußballs grämt, eine Sendung später Manuel Neuer und René Adler zu den besten Torhütern der Welt hochjubelt und am nächsten Sonntag Werder Bremen sorgenvoll eine viel zu offensive Spielweise attestiert. Das funktioniert so ähnlich wie Ebbe und Flut.Und dazwischen, als Wellenbrecher: ER! "Unser DSF-Trainer", wie ihn Jörg Wontorra gerne ankündigt, wobei auch nach vielen Jahren nicht ganz deutlich geworden ist, in welcher Disziplin Udo Lattek das DSF nun genau trainiert. Ist aber auch egal, denn man sollte manche Dinge nicht so genau hinterfragen. Und Udo Lattek im "Doppelpass" schon mal gar nicht.![]() Ohne Worte. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Nicht, dass er unrecht wäre, der Udo. Im unmittelbaren Vergleich mit manchmal sehr schnöseligen und sich unendlich wichtig nehmenden Jungjournalisten in der DSF-Runde ist es sogar sehr erholsam, dass da immer einer wie Lattek sitzt und aus der gelassenen Perspektive eines sportlich unangreifbaren Grandseigneurs heraus alle Haar-Gel gestählten Revolverblattköpfe in periodisch wiederkehrenden Abständen - meist direkt vor der Werbung - deckelt.Das Erstaunliche ist, dass Udo Lattek sich dafür längst nicht mehr anstrengen muss. Der Ex-Meistertrainer kommt im "Doppelpass", wenn‘s hochkommt, mit fünf ständig wiederkehrenden Geschichten aus. Filigran vorbereitet und verwoben werden sie durch Lattek-typische Satzbeginne wie "Mir hat neulich jemand aus der Mannschaft erzählt - ich kann den Namen nicht nennen - dass..." oder "Ich weiß nicht, ob‘s stimmt, aber ich habe gehört, dass...". Ich weiß vor dem Fernseher auch immer nicht, ob‘s stimmt, aber gehört habe ich es anschließend dann auch endlich. ![]() Rätsel Lattek! Er trainiert das DSF, in welcher Disziplin auch immer. Und hier trainiert er Diego Maradona – warum auch immer mit einem Würgegriff. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Und dann also folgen die "Geschichten aus dem Krieg", wie Moderator Jörg Wontorra sie mittlerweile nennt. Es vergeht keine "DoPa"-Sendung, in der Udo Lattek nicht auffrischt, dass er beim FC Barcelona mal Diego Maradona trainiert hat, Torsten Frings dauernd im Flieger trifft (und Frings erzählt jedes Mal, weshalb es in Bremen so viel schöner ist als bei den Bayern) und deutlich macht, was passiert wäre, "wenn mein Präsident das damals mit mir gemacht hätte", nämlich nichts Gutes.Weitere Klassiker sind: 1. Latteks Universalanalyse über die schwierige Integration eines enttäuschenden, vermeintlichen Star-Einkaufs. Die lautet grundsätzlich: "Da kommt der Spieler XY in eine neue Mannschaft und verdient mehr als seine Kollegen. Dann entsteht der Neidfaktor und die anderen sagen sich: ‘Warum soll ich für den rennen, wenn der soviel verdient, soll er mal schön selber laufen!‘ - und schon ist das ganze Mannschaftsgefüge durcheinander!" 2. Latteks Motivationsmodell "Dortmund" aus der Fast-Abstiegssaison. Ein Phänomen für sich: An dieses letzte, kurze Trainercomeback erinnert Lattek jedes Mal in unterschiedlichsten Zusammenhängen, woraufhin Wontorra wiederum grundsätzlich reflexartig daran erinnert, wie viel Geld Udo Lattek dafür bekommen hat. Und wenn der daraus resultierende, wissende Publikumslacher abgeebbt ist, sagt Lattek Dinge wie "Als ich beim BVB Trainer war, habe ich den Spielern vor dem Spiel in der Kabine gesagt: ‘Wenn ihr nicht lauft und kämpft und Gras fresst, gehe ich an die Öffentlichkeit und nagele jeden von euch an die Wand!‘ Mir ist das egal, denn in fünf Wochen bin ich hier weg. Aber die Spieler hätten dann mal zum Bäcker Brötchen kaufen gehen sollen." Und in der Tat: Zumindest die Spieler, die gerne Brötchen essen, sind dann extrem um ihr Leben gerannt. Der BVB hielt die Klasse. ![]() Was war wieder sehr erhellend. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. 3. Der ganz generelle Hinweis darauf, wie kumpelig man mit großen Stars umgehen kann und sollte. Oft und gerne wird dieser Themenkomplex verknüpft mit der Lokalität "Augenthalers Partykeller", mit Formulierungen wie "ordentlich krachen lassen", aber immer mit dem pädagogisch wertvollen Hinweis (Lattek war mal Lehrer am Engelbert-von-Berg-Gymnasium in Wipperfürth), dass die dann aber anschließend auch "ordentlich Gas gegeben haben bis zum Umfallen".Nach zwei Stunden ist der Zauber dann vorbei, Udo Lattek wird ein letztes Mal abgewürgt, die Biere werden von unzureichend abgeklärten Kellnerinnen über Wontorras Hose verschüttet, woraufhin dieser die Sendung routiniert abschließt mit "Es war wieder sehr erhellend!". Von Arnd Zeigler >> "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" bei bremen4u >> Arnd Zeiglers Podcast bei Bremen Vier >> Arnd Zeiglers Sendung beim WDR |
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