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30.09.2009ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Ende: Zeiglers wunderbare Welt des Fußballes![]() Dieses Schmuckstück könnt Ihr zum Zeigler-Abschied gewinnen! Foto: Verlag Wenn‘s am schönsten ist... Unser lieber Autor Arnd Zeigler hat seine Kolumne "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs", die es bei bremen4u auf stolze 147 Folgen brachte, beendet. Zum Abschied bedankt sich unser Team bei Arnd für seine vielen spannenden, schrägen und immer extrem witzigen Fußballtexte der vergangenen Jahre! Und zum Glück bleibt er den Bremern erhalten: mit seiner Arbeit als Stadionmoderator im Weser-Stadion, seinen diversen Radiokolumnen und Musiksendungen bei Bremen Vier sowie mit seinen Fernsehsendungen und Buchprojekten. Allen Arnd-Zeigler-Fans bieten wir zudem einen kleinen Trost an: Sie können den Tagesabreißkalender "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs 2010" gewinnen – einfach bis zum 19.10. eine E-Mail mit dem Stichwort "Zeigler Kalender" an gewinne@bremen4u.de schicken.
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ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Möller oder Trap, Hauptsache Fußballzitat (Folge 147)![]() Waldemar Hartmann, der gerade darüber informiert wurde, dass Madrid in Spanien liegt. Schlagartig wird der alte Andy-Möller-Spruch NOCH viel witziger! Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.Als vor einigen Jahren ein netter Mensch namens Eckhard bei mir anrief, um mich zu einem Buchprojekt zu überreden, wollte ich erst nicht. Eckhard, der bei einem netten Verlag aus dem Süden arbeitet, schlug mir vor, eine Sammlung von Fußballzitaten zu veröffentlichen. Super, dachte ich. So originell wie Witze über Kickerfrisuren von damals oder Partywitzeleien über Lothar Matthäus. Nein, das mochte ich nicht. Ich wollte weiter Kolumnen schreiben wie diese, und ab und zu mal ein Buch machen. Voll mit Dingen, die nicht dem merkwürdig verqueren Sprachzentrum eines überforderten Interviewten aus dem Fußballbereich entstammten, sondern die ich mir selbst zusammengesponnen hatte. Oder besser noch: Kolumnen schreiben und die dann später als Buch veröffentlichen, weil das nicht so anstrengend ist wie das Schreiben eines ganzen Buches. Und weil, wenn wir uns mal nichts vormachen, die meisten meiner Kolumnen viel gelungener sind als diese hier gerade, habe ich das dann auch gemacht. Habe hübsche Bücher geschrieben, die mir viel Spaß gemacht haben und für die ich viel Lob bekam. Manche hielten sie sogar für geistreich, worüber ich mich sehr erschreckt habe. Allerdings haben sich diese Bücher nicht annähernd so prima verkauft wie jenes Fußballzitate-Buch, das ich am Ende natürlich doch gemacht habe. Es hieß der Einfachheit halber "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" und enthielt 1.111 Zitate aus Mündern von Fußballern, Trainern oder Reportern, von denen manche sich als Weisheiten tarnten, obwohl sie eigentlich eher dümmlich waren. Und manche tarnten sich als dümmlich, waren aber sehr weise. Genau das ist auch schon das Schöne an Fußballzitaten. Das Unschöne ist, dass viele dieser Zitate einfach nicht mehr komisch sind, was aber sehr einfach gestrickte Menschen, brachial-verkopfte Akademiker (auf Sektempfängen) oder Waldemar Hartmann nicht davon abhalten, sie zwanghaft abzusondern, um sich damit für ungemein originell zu halten. "Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!" Hua hua, noch nie gehört! ![]() Andreas Möller, den sie während seiner aktiven Zeit aus nicht ganz nachvollziehbaren Motiven auch Heulsuse gescholten haben. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton Nichts ist schlimmer als ein Partygast, der die Umstehenden durch Sätze wie "Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu!" oder "Flasche leer!" zu unterhalten versucht und sich selbst glucksend in die Ecke wirft, weil ihn der Witz dieser Bonmots sonst davonzutragen drohte.Auch deshalb schrieb ich damals dieses Buch. Um aufzuklären, dass es zwar massenhaft sehr gute, lesenswerte, witzige und intelligent-verstiegene Fußballzitate im Universum gibt.... dass es jedoch kein Selbstgänger ist, wahllos "Schalke 05!!" in einen Raum zu rufen und hilflos auf Schenkelklopfen zu hoffen. Obwohl ich das Buch nie schreiben wollte, lässt mich das Thema Fußballzitate nicht los. Gegen meinen Willen. Ein Münchener Verlag fragte wenig später an, ob wir nicht zusammen einen Fußballsprüche-Kalender produzieren wollen. Wollte ich zwar nicht, habe es dann aber trotzdem gemacht. Die "Deutsche Akademie für Fußballkultur" möchte, dass ich im Oktober auf ihrer jährlichen Gala das "Fußballzitat des Jahres" prämiere. Auf derselben Veranstaltung ist eines meiner Bücher nominiert für den Preis "Fußballbuch des Jahres". Leider keins von denen mit meinen Kolumnen. Es ist das Fußballzitate-Buch, das wegen der großen Nachfrage gerade neu aufgelegt wurde. ![]() Gegen uns hätten wir auch gewonnen. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton Ach ja, und Eckhard hat auch wieder angerufen. Er möchte, dass ich ein neues Buch schreibe. Erstmal keins mit Kolumnen. Er möchte eine zweite Fußballzitate-Sammlung. Seufz.Ich will eigentlich nicht, aber ich werde das wohl tun. Letztlich erfülle ich damit ja auch einen quasi kulturellen Auftrag: Den Menschen da draußen zu zeigen, dass es coolere Fußballsprüche gibt als „Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl!“. Schön ist, dass eines der besten Fußballzitate aller Zeiten aus Bremen kommt. Klaus Allofs hat es geäußert, irgendwann nach einer Niederlage, auf die Stärke des Gegners angesprochen. Allofs sagte: "Gegen uns hätten wir auch gewonnen." Von Arnd Zeigler 24.06.2009ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Der große Kracherhunger zwischendurch (Folge 146)![]() Bringt bestimmt nichts: Unbekannter Bulgare. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Juli und August. Monate des Grauens. Fußball wird dann grundsätzlich nur da gespielt, wo wir gerade nicht sind, und die Fußball-Großereignisse der Sommerpause sind vom sportlichen Wert her etwa in der Nähe einer Wok-WM anzusiedeln.Das Methadonprogramm für den deutschen Fußballfan lautet so lange: Vorfreude auf die kommende Saison! Das ist einfach, wenn Du Fan von Real Madrid bist und Dein Vereinsboss gerade vollkommen durchbrizzelt, was sich dadurch äußert, dass ab August die 15 größten Stars des Weltfussballs der letzten 20 Jahre gleichzeitig zum ersten Mal das Leibchen Deines Vereins überstreifen, um in Spanien diesmal eine noch glamourösere Vizemeisterschaft einzufahren als zuletzt. Nicht ganz so leicht fällt es, sich das ganz große Kribbeln zu autosuggerieren, wenn man Fan eines völlig verarmten Problemvereins ist, also zum Beispiel von Hertha BSC Berlin, oder durch einen schweren Schicksalsschlag vielleicht sogar Fan von Energie Cottbus oder Alemannia Aachen. Das sind keine doofen Vereine, aber ihre Chance auf den Transfer von z.B. Fernando Torres in ihre Stadt befindet sich in diesen Tagen in einem Bereich, den man mathematisch vernachlässigen kann. Bleibt die Hoffnung auf Kracher, die heute noch niemand kennt. Schnäppchen. Rohdiamanten, denn für Gekochte haben deutsche Klubs nicht genügend Geld, oder nicht ausreichend durchgebrizzelte Milliardärspräsidenten. Während z.B. Schalke 04 also in Südamerika wahrscheinlich auch in diesem Sommer das eine oder andere verbogene Talent aufgreift, sucht der Rest der Liga nach verborgenen Talenten. ![]() Bestimmt ein genialer Transfer, obwohl ich den noch nie gesehen habe: Unbekannter Brasilianer. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Die Fans nehmen an dieser Suche regen Anteil. Früher an Stammtischen, heute in Internetforen. Da gibt es Vorschusslorbeeren und vernichtende Urteile vorab, meistens basierend auf bestenfalls dünnem Basiswissen über den Spieler, der gerade im Gespräch ist. Euphorisch reagieren die Fußballfreunde in aller Regel auf Namen aus Südamerika. Dabei ist es ganz egal, ob der jeweilige Spieler jemals auch nur eine Sekunde lang begutachtet werden konnte. Sobald ein Spieler, sagen wir mal, "Leandro Guerrero Batista" heißt und nicht zu billig ist, drehen alle Fans in den Foren kollektiv durch fordert euphorisiert die sofortige Verpflichtung.Gerüchte dieser Art werden oft garniert durch rudimentäre Informationen wie "soll einen ganz guten linken Fuss haben, hat U21 gespielt und hat eine Ausstiegsklausel". Das Höchste der Gefühle ist das mittlerweile übliche Youtube-Video des Spielers, in dem geschickt aneinandergeschnittene Szenen aus den letzten Jahren den Eindruck erzeugen, Leandro Guerrero Batista sei einer der besten Stürmer des Erdballs, das wisse nur noch keiner. Ekstase allerorten, ungeachtet der Tatsache, dass man mit etwas Fingerfertigkeit ein solches Video auch von Dieter Thomas Heck zusammenbasteln könnte. Egal - so einen Mann muss man holen, wenn man ihn kriegen kann. Okay – hat zuletzt in Belgien gespielt, Royal Antwerpen oder so, und dort bei genauerer Betrachtung auch nur acht Tore in vier Jahren erzielt, aber das überliest man dann absichtlich. Es blüht die Zeit von Expertisen wie "Also, ich kenne den ja nicht, aber wenn wir so einen Mann für 6 Millionen kriegen können, wäre das ein genialer Transfer!" Denn der Traum will leben: Der Traum vom günstig erstandenen Supermann, den man mit erigierter langer Nase der gesamten Weltelite vor der Nase wegschnappte, weil die alle zu blöd waren, um dieses Juwel zu entdecken. Und deshalb spielt Batista, der meistens auch "Dudu", "Jojo", "Lulu" oder "Fifi" genannt wird, nun eben nicht in Barcelona oder bei ManU, sondern in Paderborn oder Aalen. ![]() Steht Batista in Sachen Torgefahr um nichts nach, wenn man Pech hat: Heinz Eckner. Foto: Aus Arnd Zeiglers legedärem Foto-Schuhkarton. Oft kommt dann irgendwann in der Saison die Erkenntnis, dass Brasilianer nicht automatisch Weltstars werden. Manche entpuppen sich nicht als neuer Rivaldo, sondern als neuer Heinz Eckner.Noch viel schneller breitet sich die Enttäuschung in den Foren aus, wenn kein Batista geholt wird, sondern wieder mal irgendeiner aus dem Ostblock. Ein Billig-Bulgare, ein Sonderangebots-Slowake oder ein Umsonst-Usbeke. Nennen wir ihn stellvertretend Hristo Gospodinov. Auf Leihbasis von Lokomotive Plovdiv gekommen, und es gibt nicht mal ein YouTube-Video! Hei, wie schreit die Fangemeinde nun enttäuscht auf: "Wie soll so einer uns weiterhelfen???" Entscheidend ist auf’m Platz. Vielleicht schlägt der Bulgare ein, vielleicht wird der Brasilianer zum Millionengrab. Im Internet ist es grundsätzlich umgekehrt, schon vor dem ersten Anpfiff. Juli und August. Eine Zeit, in der sich Fußballfans zickig gebärden. Und gereizt und ungeduldig und unzufrieden. Als ob sie ihre Tage haben. Deshalb nennt man diesen Zeitraum auch "Transferperiode". von Arnd Zeigler 10.06.2009ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Die hohe Schule des Nichtantwortens (Folge 145)![]() Dass auf diesem Bild Diego und sein Papa zu sehen sind, kann ich nicht bestätigen. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Der Fußball wirft Fragen auf. Manchmal sogar ganz doll. Und weil Fragen alleine nur das halbe Vergnügen darstellen, dürstet man als Fan danach, dass die aufgeworfenen Fragen mit wohl durchdachten Antworten zugeschüttet werden. Auch die Reporter haben das gerne. Das Problem allein: Es geschieht viel zu selten, dass auf eine Reporterfrage eine Antwort aus Spieler- oder Trainermund erfolgt, die diesen Namen auch verdient.Schlimmer noch: Meistens geschieht das genaue Gegenteil. Es kommt nicht nur keine gute Antwort – es kommt eine Nichtantwort. Nichtantworten gibt es mittlerweile ziemlich viele, für alle Fußball-Lebenslagen. Manches Mal denkt man als Zuhörer im ersten Augenblick: "Mann, dieses Rumgeeiere! Wie ein Politiker!". Damit jedoch tut man den Politikern grob Unrecht. Die Nichtantworten wurden eindeutig beim Fußball erfunden und rasch perfektioniert. Nichtantworten dienen dazu, dem Reporter vorzugaukeln, man habe geantwortet und sei bereit für die nächste Frage. In Wirklichkeit hat man lediglich eine Art Antwort-Ersatz geäußert, die der äußeren Form halber einer Antwort ähnelt, aber inhaltlich keinerlei Gehalt besitzt. So etwas ähnliches wie ein Push-Up-BH. Oder Lachsersatz. Die meisten Nichtantworten haben trotz unterschiedlichster Formulierungen dieselbe tatsächliche Bedeutung. Nämlich: "Ich bin sauer, dass Du mir diese völlig naheliegende Frage stellst!" Wenn also z.B. Trainer Christoph D. (Name der Redaktion bekannt) auf die Frage "Werden Sie nächste Saison noch Trainer in K. (Name der Stadt der Redaktion bekannt) sein?" entgegnet: "Ich habe Vertrag bis 2011!", dann bedeutet das in Wirklichkeit: "Ich verpiss‘ mich hier bei nächster Gelegenheit, aber Du weißt sehr genau, dass ich das nie zugeben würde, also frag‘ mich gefälligst nicht solche Schweinereien!" Ähnlich verhält es sich, wenn Karl-Heinz R. gefragt wird, ob es stimmt, dass die Bayern sich zu Verhandlungszwecken mit Diegos Vater getroffen haben. Eine Begegnung, von der sogar Fotos existierten. Rummenigge (hoppla, verplappert) hat natürlich nicht geantwortet "Ich habe Vertrag bis 2011", aber mehr Inhalt hatte seine Reaktion auch nicht. Er sagte: "Ich kann das nicht bestätigen." Thema verfehlt, würde ich da als Deutschlehrer drunterschreiben, denn niemand hatte danach gefragt, was genau Rummenigge bestätigen kann oder nicht. Karl-Heinz!!! Mann!!! Sei ein Kerl und sag "Nö!", oder sag‘ "Ja, aber darüber rede ich mit Ihnen jetzt nicht!". Und nicht so eine "Kann das nicht bestätigen"-Weichei-Grütze. ![]() Clemens Tönnies verrät in jedes Mikrofon fünf unterschiedliche Interna. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Natürlich gibt es bei diesem Spielchen auch Ausnahmen auf beiden Seiten. Premiere-Moderator Dieter Nickles fragt grundsätzlich so, dass gar nicht erst die Gefahr einer gehaltvollen Antwort aufkommt. Also zum Beispiel: "Jens Lehmann, Sie haben 0:3 verloren. Sind Sie jetzt richtig bedient?". Auf der Gegenseite steht Schalke-Boss Clemens Tönnies, der sich in den turbulenten Zeiten der Trainer- und Managersuche auf Fragen nach dem potenziellen Kandidaten nicht etwa filigran hinter potemkin‘schen Antwort-Attrappen verschanzte, sondern bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit großer Geste immer mehr Details, immer mehr Namen, immer mehr Schalke preisgab, obwohl man soviel eigentlich auch wieder nicht wissen wollte. Doch zurück zum Thema.Bei den "Jahrescharts der Nichtantworten" belegen "Ich habe Vertrag bis …." und "Ich kann das nicht bestätigen" seit langer Zeit Spitzenplätze, gefährdet freilich von den hartnäckigen Widersachern "Das sollen andere beurteilen!" , "Diese Frage stellt sich nicht!" und "Zu gegebener Zeit werden wir uns dazu äußern", oft ergänzt durch den auch nach 200-maligem Hören immer noch brüllend komischen "Sie erfahren es natürlich als Erster!"-Scherz. Ausflucht ist freilich nicht gleich Ausflucht. Wenn Trainer XY (der Name ist nur ein Platzhalter, nicht wundern!) auf die Frage "Wie waren Sie heute mit Ihrer Mannschaft zufrieden?" reagiert mit der "Antwort" "Das sollen andere beurteilen!", wird die Sache schon etwas skurril. Eine gute Kolumne endet mit einer Moral. Die Moral aus unserer kleinen Begegnung mit dem Thema "Nichtantworten" kann so oder so aussehen. Also entweder so, dass wir es jeder für sich im Alltag einmal ausprobiert, wie man im täglichen Leben mit gelebten Nichtantworten weiterkommt. Die Frau fragt: "Magst Du noch ein Brötchen?", wir antworten: "Das sollen andere beurteilen!". Der Sohn fragt: "Papa, wohin fahren wir diesen Sommer in Urlaub?", wir antworten: "Die Sommerferien dauern bis Anfang August!" Der Polizist fragt: "Haben Sie Alkohol getrunken?", wir antworten: "Diese Frage stellt sich nicht. Aber wenn ich das nächste Mal besoffen Auto fahre, erfahren Sie‘s als Erster!" Die andere Option klingt rettungslos crazy und vollkommen abgedreht: Man kann eine Frage auch einfach beantworten. Hilfreiche Tools dafür sind häufig Wörter wie "Ja" oder "Nein". von Arnd Zeigler 27.05.2009ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS
Wolfsburg auf dem Weg zur Fußball-Weltstadt - eine Hommage (Folge 144)![]() Bei den Meister-Feierlichkeiten kam es zu einem Eklat. Der Kollege hinter ihm (Alvim, kennt keine Sau) trägt seine Armbanduhr noch. Das hätte der Schiedsrichter doch sehen müssen!! Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Nun ist es also tatsächlich passiert: Der VfL Wolfsburg ist Deutscher Meister. Nach vergleichsweise wenigen Jahren gelingt damit einer Werkself ein Unterfangen, für dessen Gelingen die Kollegen von Bayer Leverkusen nach vorsichtigen Schätzungen noch ungefähr 6000 Jahre benötigen werden, aber ganz sicher ist das auch nicht.Zunächst einmal natürlich die ganz aufrichtige Gratulation an die einzige Mannschaft, die es in der abgelaufenen Saison wirklich verdient hatte, sich "die Besten" zu nennen! Grafite, Dzeko und Co. ("Co." = Misimovic) haben wirklich den mit Abstand besten Fußball geboten. ![]() Felix Magath hat großen Respekt vor der neuen Herausforderung Schalke 04 und schwitzt deshalb sehr stark. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Ob das alles nun auch so weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, ob Armin Veh an seine Zeiten beim VfB Stuttgart anknüpfen kann (ein gutes Jahr 2006/07) oder eher an die Zeiten in Rostock (ein schlechtes Jahr), Augsburg (vier schlechte Jahre), Reutlingen, Fürth und Stuttgart (schlechtes Jahr nach der Meisterschaft) anknüpft. Nach den schlechten Jahren wurde er oft entlassen, nach guten Jahren hat er oft das nächstbeste Angebot angenommen und ging von selbst. In Wolfsburg sind beide Varianten möglich.![]() Das Wolfsburger Rathaus hat keinen Balkon und dieses Thema ist auch überhaupt nicht mehr originell. Zumal es von diesem kleinen Makel abgesehen wirklich architektonisch seinesgleichen sucht. Und hoffentlich nicht allzu oft findet. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. Nun also ist es dem VfL Wolfsburg zu verdanken, dass diese bisher etwas verschlafene Stadt in einem Höllentempo auf dem Weg zur europäischen Fußballmetropole ist: Barcelona, Manchester, Mailand, Wolfsburg! Und schon jetzt lohnt es sich nachzuschauen welche Sehenswürdigkeiten in den kommenden Jahren Einzug halten in die Hochglanz-Vorzeigeschauplätze der europäischen Fußball-Elite.Und hier ein paar weitere Impressionen:![]() Eine Skyline, die sich nicht vor New York, Barcelona oder Weyhe-Leeste verstecken muss, weil sich Skylines sowieso grundsätzlich nicht verstecken können. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. ![]() Die Altstadt von Wolfsburg (Bildmitte), dem Bremer Schnoor nicht unähnlich. Zumindest die Verkehrsschilder sind ähnlich. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. ![]() Noch keine Attraktion, aber bestimmt bald: der Abwasserverband Wolfsburg. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. ![]() Hier pulsiert die Metropole und hier werden demnächst Abramovic und Berlusconi bummeln gehen: die Wolfsburger City. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. ![]() Wolfsburg auf einem alten Stich aus dem Jahr 1654. 1979 sah die Stadt allerdings noch genauso aus. Foto: Aus Arnd Zeiglers legendärem Foto-Schuhkarton. |
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