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Rat und Tat für junge Menschen mit Behinderung

Reha-Team bietet Infos aus einer Hand

Kurz und knapp

  • Das Reha-Team der Agentur für Arbeit berät und vermittelt weiter.
  • Eigene Ideen für einen Ausbildungberuf sind gern gesehen.
  • Für jeden einzelnen Jugendlichen soll eine maßgeschneiderte Lösung gefunden werden.
Auf dem Foto sieht einen Mann im Rollstuhl und eine Frau auf einem Stuhl, die in die Kamera lächeln. Quelle: Rebecca KleinReha-Beraterin Frau Töllner von der Agentur für Arbeit im Gespräch. Quelle: Rebecca KleinOb mit oder ohne Behinderung: Eine Ausbildungsstelle zu finden ist keine leichte Aufgabe. Nach der Schule müssen sich Jugendliche erst mal orientieren. Mit einer gut überlegten Vorbereitung und mit der Hilfe einiger Fachleute ist eine Lehre aber nicht unerreichbar. Auf diese Weise können Schulabgängerinnen und Schulabgänger dem Ziel "Job" Schritt für Schritt näher rücken.

Entdecke Deine Fähigkeiten

Kontakt

Agentur für Arbeit
Reha-Team
Doventorsteinweg 48-52
28195 Bremen
Tel. 0421 / 178 -0
Fax: 0421 / 178 24 50

www.arbeitsagentur.de
Seine Fähigkeiten zu kennen und einzustufen ist eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zum passenden Beruf. Die Frage lautet: Welche Arbeit kann ich schaffen und woran habe ich Interesse? Dabei ist Hilfe gut zu gebrauchen. Menschen, die Jugendliche bei der Arbeitssuche begleiten, sind in örtlichen Arbeitsagenturen oder bei Vereinen zu finden. Die Vorteile der Beraterinnen und Berater: Sie sind auf dem neusten Stand, besitzen eine Menge Erfahrung und können einen ersten Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten oder andere Maßnahmen geben und weitere Schritte einleiten.

Termin mit dem Reha-Team vereinbaren

Wer mit einer Behinderung bei der Arbeitsagentur anruft, wird an das Reha-Team weitergeleitet. Hier arbeitet auch Karin Töllner. Als Beraterin für die Ersteingliederung betreut sie Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit den unterschiedlichsten Einschränkungen. Da Karin Töllner bereits viele Jugendliche und Heranwachsende beraten hat, weiß sie, dass es nicht den oder die Behinderte gibt. "Jeder der mich aufsucht besitzt unterschiedliche Fähigkeiten und eigene Handycaps. Für jeden Einzelnen versuche ich, den geeigneten Weg zu finden", berichtet die erfahrende Beraterin.

Absagen sind an der Tagesordnung           

Natürlich ist es auf dem freien Arbeitsmarkt am schwierigsten, Fuß zu fassen. Absagen sind hier an der Tagesordnung. Das ist die logische Folge davon, wenn viele Menschen um wenige Stellen konkurrieren. Die Agentur für Arbeit versucht aber ihre Schützlinge besonders zu fördern. Dafür kann sie sich auch Unterstützung suchen, wie den Integrationsfachdienst, der gezielt in die Betriebe geht und versucht die gewünschte Ausbildungsstelle zu organisieren.

25 Ausbildungsberufe unter einem Dach

Die Großzahl der Jugendlichen ist aber auf mehr Hilfe angewiesen als der freie Markt ihnen bieten kann. In besonderen Fällen kann das Berufsbildungswerk die richtige Adresse sein. Ob Zahntechniker/-in, Holzbearbeiter/-in oder Beikoch/Beiköchin – das hiesige Angebot umfasst im Jahr 2008 insgesamt 25 Ausbildungsberufe. Das Besondere ist, dass alles unter einem Dach stattfindet und so keine weiten Wege entstehen. Finanziert wird diese Ausbildung – von der Unterkunft bis zur Arbeitskleidung – von der Agentur für Arbeit, aber nur bei entsprechendem Bedarf.

Vorurteile ablegen – Vorteile erkennen

Für Menschen mit mehrfachen oder stärkeren Behinderungen gibt es ebenfalls einige Anlaufstellen, die sich extra auf das damit einhergehende Pflegebedürfnis eingestellt haben: vom Martinshof bis hin zu den Tagesstätten der AWO können Menschen hier umfassender betreut werden.
Eine Behinderung zu haben heißt also bestimmt nicht, dass man vom Arbeitsleben ausgeschlossen wird. Vorbildlich nehmen einige Betriebe sogar besondere Rücksicht auf Bewerber mit einer Beeinträchtigung. Karin Töllner wünscht sich nur, dass es mehr werden, die ihre Vorurteile ablegen und die Vorteile erkennen.

Von Rebecca Klein

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