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JOBS IM AUFTRAG DER LIEBE - TEIL 7: DER SCHAUSPIELER

Geschafft, ich bin Porno-Star!

“Tja, das weiß ich eigentlich nicht genau”, muss Till Krämer lachend gestehen, während er darüber nachdenkt, mit wie vielen Frauen er eigentlich schon geschlafen hat. Der gebürtige Bonner und jetzige Wahl-Hamburger hat sich mit 27 Jahren dafür entschieden, Pornodarsteller zu werden. Kein lang gehegter Berufswunsch, aber Till stellt sich gerne auf die Probe.


Auf diesem Bild ist Till mit seiner Partnerin zu sehen. (Foto: www.sd-evolution-video.de)

Knutschend bereitet sich Till mit seiner Partnerin für den folgenden Dreh vor.
Foto: www.sd-evolution-video.de

Zurzeit macht er eine Schauspielausbildung und hat bereits einige kleinere Rollen für RTL und Sat.1 gespielt. Den Sex vor der Kamera sieht Till eher als lukrativen Zuverdienst an. Im vergangenen Jahr hat er in über 50 Soft- und Hardcorestreifen mitgewirkt.

Das Set für den nächsten Dreh steht schon bereit. Eine blaue Ledercouch wurde mit einem weißen Laken bedeckt, über ihr thront das Label der Bremer Produktionsfirma “SD Evolution” und daneben das Emblem der Serie, für die hier gedreht wird: “Mach’s mit Till”. Viel mehr Ausstattung bedarf es nicht. Till knutscht mit seiner heutigen Partnerin bereits hinter einem Wandvorsprung. Das ist für ihn das beste Rezept, um sich in die richtige Stimmung zu versetzen. Währenddessen klärt der Produzent mit Till noch schnell die nachfolgenden Stellungen. In einem freigiebigen Ton und mit den Worten “Mach’s, wie du sie haben willst” zieht er sich schließlich zurück. Mit erlernter Schauspielleistung haben die folgenden 40 Minuten nicht mehr viel gemein. Die Story ist schmal, die Sätze – wenn die Schauspieler überhaupt einmal Luft zum Reden haben – sind einschlägig.

Aber der 1,80 m große, blauäugige Till mit seinem durchtrainierten Körper inklusive Sixpack, überzeugt auch ohne viele Worte. In diesem Bremer Hotelzimmer, das heute Schauplatz der Szene ist, beschlagen die Fenster und selbst die Evakuierung der anliegenden beiden Zimmer erscheint allmählich wie eine viel zu unvorsichtige Maßnahme der Hotelleitung. Es waren ca. 50 Filme, die Till im vergangenen Jahr gedreht hat. Wie viele Frauen das wohl sein mögen? Letzte Woche, so meint er, waren es allein schon 15! Und privat? “Normale Beziehungen sind erstmal gestrichen”, erklärt Till. Nach mehreren Tiefschlägen auf der Suche nach Nähe sei im das sehr recht. Zumal er anderenfalls auch in einen Gewissenskonflikt geraten würde. Aber eines fernen Tages, da möchte er dennoch die EINE Frau finden und sie rundherum glücklich machen …

von Rebecca Klein