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NACHGEFÜHLT: TEIL 9

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"Liebe geht durch den Magen"


Auf diesem Bild sieht man eine Frau, die in eine Chili-Schote beißt. Foto: Fotolia/Grischa Georg

Bloß nichts anbrennen lassen!
Foto: Fotolia/Grischa Georg

Schon Casanova soll sich diese Redewendung zu Herzen genommen haben. Und das – wie überliefert ist – mit großem Erfolg. Auch heute werden vielen Lebensmitteln luststeigernde, also aphrodisierende, Wirkungen nachgesagt.


Austern, Kaviar, Chili und Schokolade führen die lange Liste an. Und tatsächlich: Einige Lebensmittel und Düfte enthalten die chemischen Verbindungen "Alkaloide", dazu zählt zum Beispiel Morphin. Diese lassen unter anderem unseren Blutdruck in die Höhe schnellen, was uns das Gefühl gibt, vitaler zu sein. Hinzu kommt, dass sowohl Essen als auch Sex mit Genuss verbunden werden und mit allen Sinnen erlebbar sind. Nicht ohne Grund nutzen einige Naturvölker sogar ein und dasselbe Wort für "essen" und "miteinander schlafen". Aufpassen sollten Liebende nur bei der Menge. Denn ein zu voller Magen kann den Verdauungsschlaf schon mal einem Schäferstündchen vorziehen.


von Rike Füller