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Engagierte Bremer mit Bürgerpreis geehrt Auszeichnung für Helden des Alltags

Sparkassenvorstand Joachim Döpp (zweiter von rechts) freut sich mit den Preisträgern Ingrid Müller, Simeon Modrev, Hans
Sparkassenvorstand Joachim Döpp (zweiter von rechts) freut sich mit den Preisträgern Ingrid Müller, Simeon Modrev, Hans

Bremen. Jannis Schöppe und Simeon Modrev (beide 11) wollten Pfingsten eigentlich nur kurz mit Jannis’ Hund raus. Doch dann nahm der Spaziergang im Oberneulander Park Höpkens Ruh eine dramatische Wende: Die Jungs sahen, wie ein heute 78-jähriger Bremer im Rollstuhl einen Hang hinunterrollte, im größten See des Parks landete und zu ertrinken drohte. Die Elfjährigen holten Hilfe; gestern sind sie dafür mit dem Deutschen Bürgerpreis in der Sparkasse Am Brill geehrt worden.

Der Deutsche Bürgerpreis ist der größte Ehrenamtspreis bundesweit. Er wird vergeben von der Initiative „Für mich. Für uns. Für uns alle“, einem Bündnis aus Bundestagsabgeordneten, Städten, Landkreisen und Gemeinden sowie den Sparkassen. Das Bremer Geldinstitut organisiert den lokalen Wettbewerb bereits im fünften Jahr; zu gewinnen war gestern neben Anerkennung und großem Applaus ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro.

Jannis Schöppe und Simeon Modrev waren bei der Preisverleihung gestern Abend zwar aufgeregt, aber nicht so sehr wie am 23. Mai gegen Mittag. „Ich war total in Panik“, sagte Simeon. Der Elfjährige versuchte, Auto- und Radfahrer anzuhalten, um Hilfe zu holen. Die dachten aber, das Ganze sei ein Scherz. Erst Mitarbeiter des Landhauses Höpken’s Ruh nahmen die Jungen ernst, riefen Polizei und Feuerwehr. Die Aufregung legte sich bei den Jungen erst, als der 78-Jährige gerettet und sie beide zur Belohnung zu Hause ausgiebig Playstation spielen durften.Nun kam eine weitere Belohnung dazu: Für den Preis in der Kategorie „U 21“ gab es 2000 Euro.

Zehn Millionen gesammelt

Stellvertretend für ihre Mutter Hildegard Birn nahm Anjuli Birn (37) den mit 2000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Alltagshelden“ entgegen. Als sie aufzählte, wo sich ihre Mutter überall ehrenamtlich engagiert, dauerte das etwas länger: Hildegard Birn hilft jungen Migranten bei den Hausaufgaben, begleitet Sterbende in einem Hospizverein, gibt Essen an Obdachlose aus und ist an manchen Wochenenden nachts unterwegs, damit Jugendliche heil von der Disko oder Party nach Hause kommen. Ihre Mutter, sagt Anjuli Birn, war immer schon ehrenamtlich engagiert.

Ingrid und Hans Günter Müller (68 und 67) wurden in der Kategorie „Lebenswerk“ (5000 Euro) geehrt. Das Ehepaar hat den „Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder Bremen“ mitgegründet und setzt sich seit Mitte der 80er-Jahre für krebskranke Kinder und deren Familien ein. „Ich bin für das Geldeinsammeln zuständig, mein Mann fürs Ausgeben“, sagte Ingrid Müller augenzwinkernd. Im Laufe der Jahre habe der Verein zehn Millionen Euro an Spenden gesammelt. Unter anderem ist damit der Neubau der Kinderkrebsstation der Prof.-Hess-Kinderklinik mitfinanziert worden. Hans Günter Müller hat diesen Neubau eng begleitet – und ist nun wegen der Umstrukturierung auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte schon wieder voll mit Neubauplänen beschäftigt. „Der Senat hat uns zugesichert, dass die Kinderkrebsstation wieder genauso schön wird wie die jetzige“, sagte seine Frau.

Einen Sonderpreis (1000 Euro) hat die Jury für das Projekt „Mahlzeit“ des Balladins Superior Hotels in der August-Bebel-Allee vergeben. Seit Anfang 2008, erzählte Direktor Marc Cantauw, versorgt das Hotel in Zusammenarbeit mit der Heilig-Geist-Gemeinde in der Vahr jeden Sonntag Kinder aus sozial schwachen Familien mit einer kostenlosen Mahlzeit. Mittlerweile kommen jede Woche 60 bis 80 Mädchen und Jungen zum Essen.

Joachim Döpp, Vorstand der Sparkasse, betonte die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement für die Stadt: Bremen ohne Ehrenamt wäre eine Stadt ohne Sportvereine, Chöre, Feuerwehr und Spielplätze. Und Hans-Christoph Hoppensack, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung Bremen, ergänzte: Ehrenamt tut gut. Der Gesellschaft sowieso, aber auch jedem Menschen, der sich engagiert.



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johnnyberlin am 21.05.2013 22:14

@bella 1965 Schaaf wurde nicht rausgeworfen, sondern hat sich selbst erledigt. Daran hat er sage und schreibe 3 Jahre mitgearbeitet. Der einzig ...

pico1966 am 21.05.2013 22:01

Mielitz Gewinner? An was für einer Wahrnehmungstäuschung leidet der Verfasser? Vielleicht hat er aber auch einfach keine Ahnung, das wäre dann ja ...

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