
"In Estland oder Belgien diskutiert man nicht mehr darüber, da setzt man sich mit seinem Laptop einfach in irgendein Café und fängt an im Internet zu surfen", sagt Hamann. Deshalb hat er einen Bürgerschaftsantrag geschrieben, mit dem er den Senat dazu bewegen will, zu prüfen, wo und unter welchen Bedingungen in Bremen solche öffentlichen Drahtlos-Zugänge per Wireless Lan (WLAN) eingerichtet werden könnten. In seinem Antrag mit dem Titel "Beteiligung benötigt Zugang" argumentiert er damit, dass die Stadt auch andere Arten von Infrastruktur zur Verfügung stellt: "Der Zugang zum Internet ist heute Voraussetzung wie andere Formen der öffentlichen Daseinsvorsorge, wie zum Beispiel Strom-, Wasserversorgung, Verkehrsinfrastruktur oder Postdienstleistungen." Deshalb sei es eine Frage der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unentgeltliche drahtlose Internetzugänge für alle zu schaffen.
Hamanns Papier liegt jetzt beim grünen Koalitionspartner zur Abstimmung. Der Medienpolitiker Carsten Werner nennt den Antrag "eine gute Idee". Es sei sehr sinnvoll zu klären, ob das geht, was es kostet und was dafür gebraucht wird. Eine ausführliche Diskussion darüber haben die Grünen noch nicht geführt, das soll erst nach der Sommerpause passieren.
Medienpolitiker Werner beobachtet dieselbe Diskussion schon seit Jahren in Berlin. Dort bietet gerade der Stadtmöblierer Wall AG auf eigene Faust an 20 zentralen Bushaltestellen probeweise kostenloses WLAN an, das Pilotprojekt läuft noch bis Ende August. Und der Berliner Senat hat im Juli ein "Interessenbekundungsverfahren" für die Einrichtung unentgeltlicher WLAN-Zugänge ausgeschrieben.
Carsten Werner fragt sich unterdessen, ob das kostenlose Netz nicht schon bald durch andere Technologien abgelöst werde. Diese Zurückhaltung teilt Herbert Kubicek, Professor für angewandte Informatik an der Universität Bremen. Auch er fragt sich, ob die Einrichtung unentgeltlicher WLAN-Zugänge überhaupt notwendig sei, da mittlerweile immer mehr Menschen mit Smartphones ins Internet kämen, dank Flatrates mittlerweile auch sehr kostengünstig. Und auch die Zahl der vorhandenen Internetzugänge sei kein Problem mehr, die gebe es – auch öffentlich – zur Genüge, etwa in der Stadtbibliothek.
"Aber mit dem Zugang allein macht man die Menschen, die nicht internet-affin sind, auch nicht glücklich", sagt Kubicek. "Die qualifizierte Nutzung ist das zentrale Problem. Und wir können ja nicht zum unentgeltlichen WLAN für alle auch noch eine unentgeltliche Hotline für alle Nutzerfragen einrichten." Grundsätzlich warnt Kubicek davor, dass eine Kommune selbst als WLAN-Anbieterin auftritt – die Stadt müsste kaum überschaubare Haftungsrisiken tragen. Diese Aufgabe müsste wenn dann ein Telekommunikationsanbieter übernehmen, empfiehlt er.
Einig sind sich Antragsteller Hamann und Professor Kubicek in einem Punkt: Da ein WLAN-Sender nur eine Reichweite von etwa 300 Metern hat, ist es nicht sinnvoll, einen flächendeckenden Zugang schaffen zu wollen. Daher denke man zunächst an die Bürgerhäuser, Bibliotheken und vielleicht auch die Straßenbahnen.





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Ich sehe, ich bin von geballter Kompetenz umgeben, insbesondere gefällt mir Windows XP SP2 für das es seit geraumer Zeit keine Sicherheitspatches mehr gibt. TOR hat übrigens nur sehr eingeschränkt mit Fußball zu tun, sie können aber auch über The Onion Router, ein Netzwerk von hintereinandergeschalteten Routern die praktisch nicht nachvollziehbar sind, den Liveticker zum nächsten Spiel beziehen und das ganz ohne ihre Identität offenbaren zu müssen. Das ist nicht so schnell wie ein Virtuelle Privates Netzwerk, ein verschlüsselter Tunnel z.B. um ohne Abhörgefahr ein offenes W-Lan benutzen zu können, dafür aber bei weitem billiger als z.B. SwissVPN. Anstelle von Windows XP SP2, sie erinnern sich vielleicht an NSA_Key, würde ich ihnen OpenBSD ans Herz legen. Statt Firefox IceWeasel und für ihre E-Mail Alpine und selbstverständlich selbsterstellte Zertifikate für die Verschlüsselung der Mails. Insgesamt muss ich aber auch Posaune zustimmen, gesunder Menschenverstand gepaart mit ein wenig Grundwissen sollte reichen.
"eine gute Idee. Es ist sehr sinnvoll zu klären, ob das geht, was es kostet und was wir brauchen."
Ein Schmarren ist das, das es geht, demonstrieren die Amis seit vielen Jahren. Dort sind ganze Kleinstädte flächendeckend mit WLAN-Spots dekoriert. Die Bürger baden unentgeltlich in staatlichen Verlautbarungen. Billiger als TV-Sendeanstalten ist das allemal und die Vervielfältigung durch devote Staatsbürger ist auch gesichert. Und brauchen werden alle Regierungen aller Staaten diese Möglichkeit. Wie sonst will man dem unmündigen Bürger die alternativlose Politik erklären und ihn bei der Stange halten? Man kann das Internet absolut nicht den Anarchisten überlassen. Die bringen den Nutzer nur um seinen nötigen Schlaf und möglichrweise fängt der eine oder andere mit dem eigenen Denken an. Und die schöne Neue Welt geht zum Teufel. Nun besteht in Deutschland allerdings nicht sofortiger Handlungsbedarf. Staatstragende Medien sind hier die Regel. Dafür sorgt die Lizenz, der Presserat und die political correctness. Und an Korrekten herrscht in Deutschland kein Mangel. Und das ist sinnvoll.
Korrekt. Da haben einige Leute George Orwell nicht nur gelesen, nicht nur verstanden, sondern auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen gezogen.
Folglich verschaffe ich der breiten (sic!) Masse ein Medium - Smartphone, iPad - das man nur vollumfänglich nutzen kann, wenn man einen Account in der "Cloud" anlegt, wo dann alle Daten, Bilder, Termine - you name it - erstmal gespeichert werden.
Das hätte selbst der olle George nicht besser hingedacht bekommen - und das ist erst der Anfang. Warte mal ab, bis unsere Kinder zum ersten Mal "pflichtgechipt" werden. Natürlich mit entsprechendem Nutzen (Wiederauffindung bei Entführung, etc. etc.)
Der war gut! Chapeau!
Als (gewiß unvollständige) Ergänzung: System vom Sticky laufen lassen - da gibt es einige wirklich schöne Linuxe, aber auch Bart PE für Windoze.
HDD nur formatieren reicht nicht. Formatieren erzeugt lediglich ein neues Dateisystem, die alten Daten bleiben drauf. Ergo - wenn sensible Daten drauf sind - physikalisch zerstören und neu kaufen. Internetcafes nutzen. Für mehr Tips reicht mir hier die Sicherheit nicht. Gibt aber noch etliche - mal das USENET bemühen!!!
Wußten Sie eigentlich, dass die Bundesregierung vorhat, Barzahlungen > 2000€ zu verbieten? Raten Sie mal, warum das so ist.
Leider ist unmöglich, sich im Internet als unsichtbarer Geist zu bewegen und so läuft alles darauf hinaus, dieses Teufelswerk zu meiden oder aber vielleicht reicht es auch erst einmal aus, mit Vorsicht und der nötigen Portion Argwohn durch das Netz zu surfen. Primär muß immer im Kopf sein, so wenig wie möglich von oder über sich preiszugeben. Dann kann man das Internet und seine tollen Möglichkeiten wenigstenst noch positiv für sich nutzen. Oder soll das wirklich total verteufelt werden? Dann aber schnell zurück in die Höhle.
Wenn die Diskussion dann aber so "hochgeistig" geführt wird riskiert man auch, dass sich die User den Artikeln über Werder zuwenden. Da ist die Diskussion am Ende des Tages dann doch entspannender.