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Niederdeutsch in Bremen Senat: Mehr Plattdeutsch im privaten Rundfunk

22.06.2012 0 Kommentare

Demnach könnte Paragraf 13 wie folgt ergänzt werden: "Sendungen in niederdeutscher Sprache sollen in privaten Programmen in angemessenem Umfang vertreten sein."

Mit dieser Formulierung betrifft die Änderung im Prinzip sämtliche in Bremen ausgestrahlten privaten Programme, selbst wenn sie ganz woanders – möglicherweise fern der niederdeutschen Regionen – produziert werden.

Bedenken hat der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) geäußert. Die privaten Rundfunkanbieter seien im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk Unternehmen, die im Sinne der werbetreibenden Wirtschaft eine "größtmögliche Zahl an Zuhörern und Zuschauern" erreichen müssten. Durch eine Umsetzung der im Entwurf vorgesehenen Verpflichtungen würden die "teilweise ohnehin schon schwierigen Refinanzierungsbedingungen" für die Anbieter "noch weiter zu deren Lasten beeinträchtigt", schreibt VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig an die Vorsitzende des Bremer Medienausschusses Silvia Schön (Grüne).

"Bremen hat die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen unterschrieben", sagt der Grünen-Abgeordnete Carsten Werner, der auch Mitglied im Medienausschuss ist. Daran müsse man sich orientieren. Es gehe darum, "das Thema Platt zu würdigen". Auch der Geschäftsführer des Instituts für niederdeutsche Sprache mit Sitz im Schnoor, Reinhard Goltz, hält eine "angemessene Berücksichtigung der Minderheitensprachen durch die Medien für überlebensnotwendig". Jegliche Vorgaben von außen seien aber ein "schwieriger Akt". Einen Dialog hält Goltz für zielführender. Gleichwohl würde man gerade über die privaten Programme eher junge Leute erreichen, was für den langfristigen Erhalt von Plattdeutsch sinnvoll sei.


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Leserkommentare
tommi24 am 23.11.2014 10:21
Haben wir denn kein Stadteigentum mehr, welches an die bekannte Gaunertruppe billigst verkauft werden kann, von einer Sparkasse finanziert und dann ...
darko am 23.11.2014 09:11
@Gerda

Ich kann's nicht mehr hören. Spätestens, seitdem die LEDs bezahlbar wurden, kann sich eigentlich keiner mehr beschweren. Kein ...
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