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Stille Solidarität mit tibetischen Flaggen

11.03.20140 Kommentare

Mahnwache auf dem Marktplatz: Die Aktionsgruppe Tibet Bremen gedachte damit gestern der Opfer des tibetischen Volksaufstandes von 1959. „Damals haben Tibeter erstmals gegen die chinesischen Besatzer demonstriert und wurden blutig niedergeschlagen“, sagte Florentine Zecher-Kathmann, Sprecherin der Aktionsgruppe. Über 400 Tibeter seien dabei ums Leben gekommen, und noch immer herrschten Gewalt und Unterdrückung.

„Es gibt keine Religionsfreiheit, keine Achtung der Menschenrechte und der tibetischen Kultur“, so Zecher-Kathmann. Die tibetische Sprache werde mittlerweile in Schulen nur noch als Fremdsprache unterrichtet, und Tibeter genössen in ihrem Land keine Reisefreiheit. 127 Tibeter hätten sich schon als Zeichen des stillen Protests verbrannt.

Um 17 Uhr standen die Mitglieder der Aktionsgruppe für eine Stunde schweigend im Kreis, um öffentlich auf die Situation in Tibet aufmerksam zu machen. Zu Beginn der Mahnwache sprachen die etwa zehn Teilnehmer gemeinsam ein Friedensgebet und hielten tibetische Flaggen in die Höhe.

Die Aktion, der sich auch einige Passanten anschlossen, findet seit 2008 jedes Jahr statt. Sie ist Teil einer bundesweiten Kampagne der Tibet-Initiative Deutschland (TID). Unter dem Motto „Flagge zeigen für Tibet!“ hissen jedes Jahr am 10. März Hunderte von Gemeinden und Städten die tibetische Flagge.

In Bremen wurde die Flagge zum vierten Mal aufgezogen, unter anderem vor der Bürgerschaft. „Wir sind das einzige Bundesland, das die tibetische Fahne zeigt und sich damit öffentlich gegen das Vorgehen der Chinesen stellt“, betont Zecher-Kathmann. Das verdiene große Anerkennung, denn dieses Jahr habe Chinas Regierung die Teilnehmer der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ aufgefordert, dies zu unterlassen. „Gerade deshalb ist es umso wichtiger, es doch zu tun“, sagt die Sprecherin der Aktionsgruppe.

Mit der Kampagne will man auch die Bundesregierung zum Handeln bewegen: Die Regierung soll beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende dieses Monats ein klares Signal geben. „Es kann nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen mehr wert sind als die Wahrung der Menschenrechte und Freiheit der Tibeter“, so Zecher-Kathmann.

Schirmherr der Kampagne ist Bremens ehemaliger Bürgermeister Henning Scherf. Viele Prominente aus Politik und Kultur unterstützen die Aktion.


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Leserkommentare
djhg am 18.08.2017 07:27
@Werderland: Ich denke eher, dass Nouri und Baumann auch ihren Aussagen aus der letzten Saison gelernt haben und es deshalb eher intern ...
abrakadabra am 18.08.2017 07:26
Der Betrag ist ja wohl lächerlich ... Warum gibts da nicht wenigstens einen Punkt in Flensburg? Für Taxifahrer als angebliche Profis darf es auch ...
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