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Olaf Dorow über die AfD und die DFB-Elf
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Kommentar: Falschspieler

30.05.20161 Kommentar

Da hätte die AfD wirklich auch mal früher drauf kommen können. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist doch eine super Plattform, um Werbebotschaften zu transportieren. Alle machen das, warum also nicht auch die AfD?

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn? AfD-Vize Alexander Gauland hat sich mit seiner Äußerung über Jerome Boateng ins Abseits manövriert. (dpa)

 

Zumal man ja bedenken muss, dass es in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor Özils, Khediras, Emre Cans, vor Bellarabis, Sanés oder Gündogans nur so wimmelt. Da müsste eine Partei, die mit dem Fremden doch arg fremdelt, sich schon längst mal hintergeklemmt haben, oder?

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Nun hat sie es endlich mal gemacht, und soll man sich wundern, dass sie es, sagen wir mal: AfD-like macht? Nein, wundern muss man sich nicht wirklich, wenn Partei-Vize Alexander Gauland sich mit zwei Reportern der „Frankfurter Allgemeinen“ unterhält, und am Ende über den Nationalspieler Jerome Boateng so ein Gauland-Satz herauskommt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Dass Gauland diesen Satz nicht gesagt haben will, dass er und seine Partei ihn irgendwie wieder einfangen und relativieren wollen, das wirkt genauso falsch wie der Satz selbst. Erst mal ist er in der Welt. Eine Provokation, die man nicht gesagt und nicht so gemeint haben will, ist platziert. Äußern sich alle dazu? Ja. Reden alle drüber? Ja. Das funktioniert.

Fotostrecke: AfD-Vize Gauland beleidigt Fußballer Boateng: die Reaktionen

Was nicht funktioniert, ist das, was übrig bleibt, wenn man vom Grad der Aufmerksamkeit für die AfD absieht. Dann bleibt in den Aufzeichnungen der Reporter eine Äußerung übrig, in der sich jemand selbst entlarvt. Um es in Fußballersprache zu übertragen: Da spielt jemand böse foul und schießt ein Eigentor. Mit Absicht. Und beruft sich auch noch auf die anderen. Die Leute, die sehen das eben so. Motto: Man wird ja wohl noch mal sagen dürfen, wie das die Leute so sehen. Bloß nicht so einen Boateng-Fremdling als Nachbarn, so etwas sagen die Leute? Echt? Mehrheitlich womöglich? Das anzunehmen, ist genauso armselig wie der plumpe Versuch, damit Stimmung machen zu wollen.


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Leserkommentare
djhg am 18.08.2017 07:27
@Werderland: Ich denke eher, dass Nouri und Baumann auch ihren Aussagen aus der letzten Saison gelernt haben und es deshalb eher intern ...
abrakadabra am 18.08.2017 07:26
Der Betrag ist ja wohl lächerlich ... Warum gibts da nicht wenigstens einen Punkt in Flensburg? Für Taxifahrer als angebliche Profis darf es auch ...
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