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Marmelade selbst gemacht Bremer kochen gerne ein

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Zu Omas Zeiten gab es Spargel im Frühling, Erdbeeren im Sommer, Kürbis im Herbst und Kohl im Winter. Es gab keine Supermärkte, die das ganze Jahr über Obst- und Gemüse aus fernen Ländern in den Regalen angeboten haben. Wer die Ernte aus dem Garten nicht verderben lassen und auch im Winter Vitamine auf den Teller bringen wollte, hat zu Gläsern gegriffen und das gemacht, was unter den Begriffen Einwecken, Einkochen und Einmachen bekannt ist.

Mittlerweile finden wieder viele Menschen Gefallen daran, frische Beeren, Wurzelgemüse und Co. für den eigenen Bedarf oder als wohlschmeckendes Präsent einzukochen. Besonders Marmeladen von Erdbeere bis Kirsche sind bei den Hobbyköchen sehr beliebt. Im Herbst können Äpfel und Birnen zu dem süßen Brotaufstrich verarbeitet werden.

Fast-Food aus dem Glas

Die Volkshochschule Bremen bietet sogar eigene Kurse an, in denen Experimentierfreudige alles Wissenswerte rund um Zutaten und Rezepte erfahren. „Fast Food aus dem Glas“ heißt beispielsweise eine Veranstaltung, die  eigens für Singles im November startet. Dort wird vermittelt, wie vorgekochte Speisen monatelang im Keller eingelagert werden können und blitzschnell servierfertig sind

Fotostrecke: Regionales Gemüse und Obst im Herbst
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„Die Veranstaltung wird sehr gut angenommen“, berichtet Susanne Nolte  von der VHS. Die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit hat zwei Gründe festgestellt, weshalb die Teilnehmer mitmachen: „Viele möchten genau wissen, was sie essen und legen ganzjährig Wert auf regionale Produkte“, so Nolte. Der zweite Grund treffe auf alle zu, die gern kochen: „Es macht einfach Spaß.“

Pures Naturprodukt statt Geschmacksverstärker

Es ist nicht immer billiger, selbst Birnenmarmelade, Apfelmus und Kürbis-Chutney herzustellen. Aber es hat einen klaren Vorteil, findet die Bremer Ernährungsberaterin Claudia Earp, die VHS-Kurse leitet: „Es entsteht ein pures Naturprodukt, das ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe auskommt.“ Earp sieht auch in der gestiegenen Zahl an Allergikern einen Grund dafür, dass Einkochen bei manchen Menschen wieder wichtiger wird.

Und das Selbermachen habe einen weiteren Vorteil: „Man weiß genau, was drin ist und kann nach den eigenen Vorlieben verfeinern und abschmecken.“  Nektarinen-Marmelade mit Pfeffer oder doch lieber Rhabarber-Orange-Geschmack? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

„Bei dem Kurs ‚Ran ans Eingemachte‘ bringe ich den Teilnehmern bei, dass Marmelade auch mit weniger oder ganz ohne Zucker gut schmeckt“, sagt Earp. Die Zubereitung sei meist ganz leicht, „aber man muss aufpassen, dass keine Keime ins Glas kommen“, weiß die Expertin. Sonst verdirbt die Konfitüre und alle Mühe war umsonst.

Die klassische Methode

Zum Einkochen sind sowohl rohe als auch vorgekochte Obst- und Gemüsesorten geeignet, die nicht allzu hitzeempfindlich sind. Bei der traditionellen Methode werden die Zutaten mit Flüssigkeit in Einmachgläser gefüllt und mit einem Gummiring und einem Glasdeckel verschlossen.
Die Gläser werden im Wasserbad oder Backofen gleichmäßig bis zum Erreichen der jeweiligen Einkochtemperatur erhitzt. Durch das Abkühlen entsteht ein Unterdruck im Glas, der Dichtungsring und Glasrand so stark aneinander presst, dass die eingekochten Lebensmittel sicher verschlossen sind.

Für Süßmäuler empfiehlt sich die Herstellung von Marmelade und Gelees. Püriertes Obst und Beeren werden in der Regel mit Gelierzucker eingekocht und in Gläser mit Schraubdeckel abgefüllt. Die Gläser werden zunächst ein paar Minuten auf den Kopf gestellt, bevor die Gläser dann kühl und trocken gelagert werden können

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Andere Konservierungsarten

Neben der klassischen Einkochmethode lassen sich Obst und Gemüse auch auf andere Art konservieren. In einer Salzlösung (20 Gramm Salz pro Liter Wasser) eingelegt, hält Gemüse wie Mais, Gurken oder Möhren mindestens sechs Monate. Weitere Konservierungsmethoden sind das Einlegen in Essig oder in Öl. Diese Einmachart eignet sich neben Gemüse auch für Pilze, Paprika oder Kürbis.




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