Gegründet als Bayrische Motoren Werke AG im Jahr 1916, hat sich der bayrische Autohersteller BMW zu einem der größten und wichtigsten Unternehmen der Branche entwickelt. Rund 97.000 Mitarbeiter hat das Unternehmen mit Firmensitz in München. Im Jahr 2009 belief sich der Umsatz des Unternehmens auf knapp über 50 Milliarden Euro. Geleitet wird BMW von Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender, und Joachim Milberg, Aufsichtsratsvorsitzender. Neben dem Premiumprodukt PKW, umfasst die Produktpalette Motorräder, Motoren und Finanzdienstleistungen.
Das Unternehmen BMW ist aus der, drei Jahre zuvor gegründeten, Rapp Motorenwerke GmbH entstanden. Die Umbenennung in BMW erfolgte im Jahr 1917. Ein Jahr später wurde aus der BMW GmbH, die Aktiengesellschaft BMW. Erster Geschäftsführer des Unternehmens war der Österreicher Franz-Josef Popp. Zunächst war das Unternehmen auf die Herstellung von Flugzeugmotoren spezialisiert, die Umorientierungen auf den Automobilsektor erfolgte erst 1928, als BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach übernahm. Ein Jahr später verließ das erste BMW-Automobil die Werkstore, unter dem Namen DA2.
Probleme in den Nachkriegsjahren
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 und während der Zeit des 2. Weltkriegs konzentrierte sich das Unternehmen wieder verstärkt auf den Bau von Flugzeugmotoren, die nun 90 Prozent des Unternehmensumsatzes ausmachten. Auf die wirtschaftlich erfolgreiche Phase folgte eine schwierige Zeitspanne in den Nachkriegsjahren. Das Stammwerk in München war zu großen Teilen zerstört und das Produktionswerk in Eisenach von der Sowjetunion übernommen worden.
Zwar produzierte BMW 1947, das erste Nachkriegsmotorrad, das erste Automobil konnte allerdings erst 1951 präsentiert werden. Allerdings waren die Produktionskosten für die aufwändig gestaltete Luxuslimousine so hoch, dass BMW mit jeder hergestellten Einheit einen hohen Verlust machte. Das Unternehmen geriet in wirtschaftliche Turbulenzen, wozu auch die sinkenden Absatzzahlen auf dem Motorradsektor beitrugen.
Nach Jahren wirtschaftlicher Probleme, kehrte BMW ab 1966 mit der Modellreihe „Null-Zwei“ zurück in die Erfolgsspur. Unter der Ägide von Eberhard von Kuenheim (1970 bis 1993) entwickelte sich BMW zu einem Global-Player in der Autobranche, wozu viele neu produzierte Modellreihen ihren Teil beitrugen. Die Umsätze des Unternehmens schossen sprunghaft nach oben. Die Produktionsraten sowohl auf dem Automobil-, als auch auf dem Motorradsektor legten deutlich zu. Zudem entstanden weitere Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, den USA und Südafrika.
Die Modellbezeichnungen von BMW orientierten sich ab 1961 am Hubraum des PKW. Diese Praxis bestand bis 1972, bis zur Einführung des BMW 520. Im Zuge des Personalwechsels an der Spitze des Unternehmens ab 1970, wurde auch die Art der Modellbezeichnung verändert. Ab 1972 bestanden die Modellbezeichnungen aus einer dreistelligen Zahl. Die erste Ziffer bezeichnet die Klasse, die beiden folgenden den Hubraum. So gehörte der 520 zur 5er Klasse mit einem Hubraum von 2,0 Litern. Seitdem besteht die Modellordnung für die jeweiligen Modelle aus den Ziffern „3“, „5“ und „7“. Mit dieser Dreiteilung wurde eine Klassifizierung der Reihen in Mittelklasse, obere Mittelklasse und Oberklasse vorgenommen.
Die 3er-Reihe wird zur erfolgreichsten Serie
Die später eingeführten Coupé-Baureihen erhielten die „6“, später auch die „8“. Der Roadster und die davon abgeleiteten Sportcoupés werden als Z-Modelle bezeichnet. Mit der Einführung der Kompaktklasse wurde das Ziffernspektrum um die „1“ erweitert. Als neuste Serie wurde die X-Klasse (Geländelimousine) eingeführt. Die erfolgreichste Serie, mit über zwei Millionen verkauften Einheiten war die 3er Reihe. Ebenfalls zu den Erfolgsmodellen von BMW gehört die 7er Reihe, die erstmals mit einem V12-Motor präsentiert wurde.
Wie viele andere Autohersteller, engagiert sich BMW intensiv in zahlreichen Klassen des Motorsports. Seit 1929 ist die Markt in der Branche erfolgreich unterwegs. Das Aushängeschild war bis zum Ende der Saison 2009 das eigene Formel-1-Team. Darüber hinaus präsentiert sich BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft und bei Langstreckenrennen. Auch im Motorradrennsport ist das Unternehmen in zahlreichen Klassen vertreten.
Mit einem umfangreichen Modellprogramm und zahlreichen Neuheiten in vielen Fahrzeugteilen präsentierte sich BMW auf dem 80. Genfer Autosalon gut gerüstet für die Zukunft. Neben den Vorstellungen der neuen 5er Limousine und der Modelle X5 und 3er Coupé, präsentiert das Unternehmen seine neuen leistungsfähigen und verbrauchsgünstigen Motoren.