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Ein Jahr danach Chronik der Reaktorkatastrophe von Fukushima

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11. März 2011: Der Tsunami trifft auf die japanische Ostküste. Wenige Stundne später kommt es am Atomkraftwerk Fukushima
11. März 2011: Der Tsunami trifft auf die japanische Ostküste. Wenige Stundne später kommt es am Atomkraftwerk Fukushima

März 2011:Japan erlebt das schwerste Erdbeben seiner Geschichte, das eine gigantische Flutwelle auslöst. Kurz nachdem der Tsunami auf die Ostküste Japans trifft, gerät das Atomkraftwerk Fukushima außer Kontrolle. Es kommt in drei Blöcken zur teilweisen Kernschmelze, Radioaktivität wird freigesetzt. Die Regierung ruft den atomaren Notfall aus.

April 2011:Teile deshoch kontaminierten Wassers sickern aus den Reaktoren ins Meer. Das Gebiet um die Reaktoren wird 20 Kilometer weit abgesperrt.

Mai 2011:Der Chef des Kraftwerksbetreibers Tepco tritt zurück. Etwa 130 000 Menschen leben mittlerweile in Notunterkünften. Arbeiter werden untersucht – zu spät. Das Krisenmanagement erntet heftige Kritik – auch international.

August 2011:Im Gebiet um die Reaktoren werden extrem hohe Strahlungswerte gemessen. Lebensmittel wie Rindfleisch, Gemüse oder Milch gelten als potenziell verseucht. Es wird vermutet, dass auch der Reisanbau erheblichen Schaden nehmen wird.

September 2011:Tepco plant den Bau einer 800 Meter langen Stahlwand, die das Meer vor radioaktivem „Untergrundwasser” schützen soll.

Oktober 2011:Auch sieben Monate nach Tsunami und Atomunfall leben noch tausende Japaner in Übergangswohnsiedlungen.

November 2011:Der Betreiber Tepco berichtet von einer erneuten Kernspaltung in Reaktor 2. Zwei Wochen danach erhalten Journalisten erstmalsseit den Unfällen Zutritt zum Kraftwerk. Der Großteil von insgesamt circa 1 Milliarde Euro an Entschädigungen für Landwirte wird ausgezahlt.

Dezember 2011:Aus einem Leck am Reaktor fließt kontaminiertes Wasser ins Meer -zunächst unbemerkt. Zwei Wochen danach erklärt Japans neuer Ministerpräsident Yoshihiko Noda das Kraftwerk Fukushima I für stabil abgeschaltet.

Ende Dezember 2011:Eine im Juni eingesetzte Expertenkommission legt einen ersten Bericht vor. Darin kritisiert sie das Krisenmanagement der Regierung und des Kraftwerksbetreibers. Der japanische Gesetzgeber richtet einen zweiten Untersuchungsausschuss ein, der bis Mitte 2012 seine Ergebnisse präsentieren soll.

Weitere Berichte und Hintergründe zum ersten Jahrestag der Dreifachkatastrophe von Japan lesen Sie in unserem Online-Dossier.



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