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Argentinien Argentinien: Repsol-Tochter ist teilverstaatlicht

Parlament in Buenos Aires
Beide Kammern des Parlaments haben der Enteignung der argentinischen Repsol-Tochter YPF mit großer Mehrheit zugestimmt. Foto: Ivan Fernandez

Fernández de Kirchner hatte die Verstaatlichung der bisher von der spanischen Repsol kontrollierten größten Erdölfirma Argentiniens mit fehlenden Investitionen begründet. Das Gesetz sieht die Enteignung von 51 Prozent der Aktien von YPF vor. Repsol behält 7 Prozent der Aktien. Weitere 26 Prozent befinden sich in Händen der argentinischen Unternehmerfamilie Eskenazi, während der Rest an den Börsen in Buenos Aires und New York gehandelt wird.

Die spanische Regierung hatte gegen die Enteignung protestiert und als Gegenmaßnahme die Einfuhr von Biodiesel aus Argentinien eingeschränkt.

Am Donnerstag hatte die Abgeordnetenkammer das Gesetz mit 208 gegen 32 Stimmen verabschiedet. Auch ein Großteil der Opposition stimmte dafür, äußerte zugleich aber Kritik an der Regierung, die das Ausbleiben von Investitionen jahrelang geduldet habe. Der Senat hatte dem Gesetzt bereits in der vergangenen Woche zugestimmt.

Neuer YPF-Geschäftsführer wird der bisherige Chef für Produktionsmanagement beim Erdölriesen Schlumberger, Miguel Galuccio. Das gab die Präsidentin bei der Unterzeichnung des Gesetzes bekannt.

Nach einem Bericht der Zeitung "La Nación" plant die Regierung die Erschließung neuer Öl- und Erdgasreserven. Dazu solle die YPF Gemeinschaftsunternehmen mit privaten Firmen bilden. Planungsminister Julio De Vido habe bereits mit den US-Unternehmen Exxon, Chevron und Connoco Phillips sowie mit der deutschen E.ON und der norwegischen Statoil gesprochen. (dpa)



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