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Börsen Facebook-Börsenstart zieht ganze Branche runter

Facebook
Facebook hat den Megabörsengang gemeistert. Foto: Andrew Gombert

Am Ende eines nervenaufreibenden Handels schloss die Aktie am Freitag lediglich 23 Cent höher.

Der glanzlose Handelsauftakt von Facebook belastete auch andere Internetfirmen. Das berufliche Online-Netzwerk LinkedIn büßte 6 Prozent ein, das Schnäppchenportal Groupon und das Internetradio Pandora verloren 7 Prozent und der enge Facebook-Partner und Spieleentwickler Zynga 13 Prozent. Bei Zynga wurde der Handel sogar zwei Mal am Tage gestoppt, weil die Verluste so hoch waren.

Alle Genannten waren erst in den vergangenen Monaten an die Börse gegangen. Doch selbst der seit acht Jahren börsennotierte Internetriese Google konnte sich dem Negativtrend nicht entziehen und verlor 3 Prozent, beim Branchenurgestein AOL lag das Minus bei 1 Prozent.

Einzig Yahoo legte um 3 Prozent zu. Nach einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg verhandelt das Unternehmen gerade mit seinem chinesischen Partner Alibaba über den Rückkauf eines Anteilspakets, was mehrere Milliarden in die Kasse spülen würde. Das schien Yahoo vor dem Schicksal seiner Rivalen bewahrt zu haben.

Der Handelsbeginn hatte bereits mit Pannen begonnen. Der größte Internet-Börsengang aller Zeiten hatte die US-Technologiebörse Nasdaq überfordert. Der Handel mit Facebook-Aktien hätte eigentlich am Freitag um Punkt 11.00 Uhr New Yorker Zeit (17.00 Uhr MESZ) beginnen sollen, verzögerte sich aber immer weiter. Erst mit einer halben Stunde Verzug gab es den ersten Kurs.

Die Nasdaq-Systeme waren mit den Millionen Kauf- und Verkaufsaufträgen überfordert. Börsianer beschwerten sich, dass sie auch nach Stunden immer noch nicht wussten, ob ihre Order nun erfolgreich war oder nicht. Dabei verspricht gerade die rein computergestützt arbeitende Nasdaq sekundenschnelle Abläufe.

Der erste Kurs von Facebook lag bei 42 Dollar und damit gut 10 Prozent über dem Ausgabepreis, doch im weiteren Handelsverlauf konnte sich das Papier nicht halten. Facebook hatte in den vergangenen Wochen angesichts einer hohen Nachfrage mehrfach den Preis beziehungsweise die Zahl der Aktien hochgeschraubt. (dpa)



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