
238 Abgeordnete votierten für die WTO-Mitgliedschaft, das waren nur zwölf Stimmen mehr als nötig. Es gab 208 Gegenstimmen, wie die Agentur Interfax meldete. Zehn Jahre nach dem Beitritt Chinas ist Russland die letzte der großen Volkswirtschaften, die WTO-Mitglied wird.
Vor allem auch Deutschland als einer der wichtigsten russischen Handels- und Wirtschaftspartner hofft, dass die Geschäfte zwischen beiden Ländern nun einfacher werden. Russland verpflichtet sich mit dem Schritt auch, seine Märkte mehr als bisher zu öffnen. So sinkt der durchschnittliche Zollsatz Russlands für Importe von derzeit 10 auf 7,8 Prozent. Dadurch könnten allein deutsche Firmen nach Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums bei Geschäften mit Russland rund eine Milliarde Euro pro Jahr mehr verdienen.
Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft lobte im Dezember die WTO-Aufnahme Russlands auch wegen des damit verbundenen "Modernisierungsdrucks". Das Land werde sich neuen Standards und Regeln unterwerfen und transparenter mit Ausschreibungen für Geschäfte und mit Investoren umgehen müssen. Gegner des Gesetzes in Russland jedoch befürchten Nachteile für den einheimischen Markt. (dpa)



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