
Natürlich waren da dieser spektakuläre CGI-Trailer zu "Assassin's Creed 3", die Rückkehr von Sam Fisher in "Splinter Cell: Blacklist" und der psychedelische Ausflug auf die "Far Cry 3"-insel. Aber Ubisoft sorgte bei der E3-Messe mit einem anderen Spiel für Aufsehen: "Watch Dogs". Hinter der neuen Marke steckt ein düsteres und verstörendes Open-World-Spiel, bei dem man sich in das Verwaltungssystem einer Stadt hackt - und fortan die Kontrolle über die komplette elektronische Infrastruktur hat - Ampeln, Stromkreise, Überwachungskameras, Krankenakten, Bankeinträge und Vorstrafenregister inklusive. Dieses Wissen bedeutet pure Macht - Macht, die eine Figur namens Aiden Pierce mit seinem Smartphone zu nutzen weiß. In einem fast zehn Minuten langen Videoclip versucht Ubisoft, die unglaubliche Handlungsfreiheit des Spielers zu verdeutlichen, dem "Watch Dogs" wie eine Mixtur aus "GTA 4", "Deus Ex" und "Assassin's Creed" vorkommen dürfte: Darin stört Aiden das Handynetz, um einen telefonierenden Türsteher vom Eingang einer Kunstausstellung wegzulocken. Er macht über einen Scan die Assistentin seines Opfers aus, das er kurze Zeit später in eine Massenkarambolage verwickelt, weil er alle Ampeln auf Grün stellt. Mit herbeieilenden Bodyguards liefert er sich eine wilde und grafisch spektakulär inszenierte Schießerei im Regen, ehe er selbst in einem geklauten Auto flieht - und die Kamera auf ein Dach zoomt, wo offenbar ein zweiter Spieler steht, der über die gleichen Möglichkeiten verfügt. Mit detaillierten Informationen zu "Watch Dogs" hält sich Ubisoft überraschend zurück. Es ist nicht nur völlig unklar, wann der Titel auf den Markt kommt, sondern auch, ob er tatsächlich für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wird. Die grafische Qualität von "Watch Dogs" beeindruckt über alle Maßen. Firmenchef Yves Guillemot schwärmte bei der Präsentation: "Es wird die Art verändern, wie Spieler kommunizieren." Und Jonathan Morin, Creative Director bei Ubisoft, ergänzt: "'Watch Dogs' überschreitet die Grenzen aller bisher bekannten Open-World-Games und übergibt den Spielern die Kontrolle über eine komplette Stadt. Hier kann alles, was direkt mit dem zentralen Verwaltungssystem der Stadt verbunden ist, zur Waffe werden. Wir haben die Grenzen des Machbaren erweitert und sind so in der Lage, dem Spieler Action und Möglichkeiten der Informatiosbeschaffung zu bieten, wie er sie noch nie in einem Videospiel erlebt hat."




















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