
Delmenhorst. Neugierig wagten sich geladene Gäste und Angehörige der Soldaten der Logistikbrigade 1 am Freitagabend zur Feldwebel-Lilienthal-Kaserne. Denn dort fand das alljährliche Delmebiwak statt. Eigentlich steht das Biwak immer unter einem Thema, wie etwa Ritter und Burgen. Dieses Jahr ließ sich jedoch kein fantasievolles Motto ausmachen. Die Beteiligten der Brigade wussten nicht so recht, warum ein spezielles Thema fehlte. "Dafür gibt es keinen speziellen Grund, das wurde dieses Jahr einfach nicht gemacht", sagte Oberfeldwebel Thomas Heinich. Aber auch ohne Motto legten sich die Soldaten ordentlich ins Zeug und schmückten, was der Spind hergab. Da bekam sogar das Gästebuch ein eigenes schwarz-rot-goldenes Häuschen. Zwischen dem Gebäude der Gemeinsamen Heimgesellschaft Delmenhorst und der Grenze des Stützpunktes entstand eine kleine Zeltstadt, die mit Blumen und Strohballen dekoriert wurde. Sogar das Wetter spielte mit.
"Ich freue mich, heute bei subtropischem Wetter, zumindest was die Luftfeuchtigkeit betrifft, das Sommerbiwak der Logistikbrigade 1 in Delmenhorst eröffnen zu können", erklärte Brigadegeneral Volker Thomas während seiner Ansprache. Das Delmebiwak biete den Soldaten sowie den zivilen Mitarbeitern der Kaserne die Möglichkeit, sich mit einer geselligen Veranstaltung bei ihrer Garnisonsstadt und allen, mit denen sie eng zusammenarbeiten, zu bedanken. "Ich glaube, mit Fug und Recht behaupten zu können, dass wir Soldaten uns in Delmenhorst wohl, gut aufgehoben und nicht nur als reiner Wirtschaftsfaktor fühlen", sagte Thomas. Und trotz der Bundeswehrreform werde dieser Wirtschaftsfaktor in Delmenhorst erhalten bleiben, betonte der Brigadegeneral. Soldaten, die von Veränderungen betroffen sein werden, wolle er so gut helfen wie möglich.
"Mittlerweile beliebte Tradition"
Stellvertretend für den Delmenhorster Oberbürgermeister Patrick de La Lanne dankte Bürgermeisterin Antje Beilemann für die Einladung in die Feldwebel-Lilienthal-Kaserne: "Das Delmebiwak ist mittlerweile eine beliebte Tradition zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls aller Truppenteile der Logistikbrigade 1. Die Stadt Delmenhorst ist stolz auf den Standort, zumal er als wichtiger Arbeitgeber dient". Obwohl seit dem 1. Juli vergangenen Jahres die Zeichen bei der Bundeswehr auf Freiwilligkeit stünden, nähmen Soldaten weiterhin verantwortungsvoll ihre Funktionen wahr. Zum Aufwärmen brannten während des Delmebiwaks ein zentrales Lagerfeuer sowie einige Feuerkörbe. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band "Trulli Tone".
Für die Soldaten ist das Delmebiwak ebenfalls jedes Jahr etwas Besonderes. "Das ist schon toll, wenn man sich so austoben kann", fand der Hauptgefreite Nils Tampe, der zusammen mit seinen Kameraden um sieben Uhr morgens begonnen hatte, die Verpflegung für die Besucher zuzubereiten und vorzukochen. Und darin ließ sich dann doch noch ein Motto erkennen. Denn die Soldaten hatten ein amerikanisches Barbecue vorbereitet. Da durften Hot Dogs und Burger natürlich nicht fehlen. Für den verwöhnteren Gaumen waren saftige Steaks und edle Desserts angerichtet worden. Schnell bildeten sich lange Schlangen vor den Ausgabeständen. Die kleinsten Kasernen-Besucher konnten zwischen einem Spielplatz mit Hüpfburg wählen, natürlich stilecht mit einem Tarnnetz hinter einem Wäldchen versteckt.





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