Inserieren

City-Spektakel: „Urbanscreen“ illuminiert zwei Gebäude in der Fußgängerzone und die Oper in Sydney Fassaden werden mit Licht bemalt

Von
Majo Ussat, Heinz Bußmann und „Leo“ Rokita (von links) haben sich die Gegebenheiten vor Ort angeschaut.
Majo Ussat, Heinz Bußmann und „Leo“ Rokita (von links) haben sich die Gegebenheiten vor Ort angeschaut.

Delmenhorst. Jetzt waren Künstler "Leo" und Produktionsleiter Majo Ussat mit Stadtfest-Organisator Heinz Bußmann in der Innenstadt unterwegs, um geeignete Räume gegenüber der auserwählten Fassaden zu arrangieren, wo sie während des Stadtfestes ihre sehr großen Dia-Projektoren aufstellen können. Was in den Redaktionsräumen des DELMENHORSTER KURIER ein Selbstgänger ist. Von dort wird ein Projektor schräg auf den grauen Klotz gerichtet, der einst ein Kaufhaus war. "Ich sehe die Fassade als Leinwand und muss mich fragen, wie ich auf die Architektur eingehen kann", erzählt Leo Rokita. Da die Hertie-Fassade nicht von Fenstern unterbrochen ist, vergleicht der Bremer sie mit einer Kinoleinwand. Die wird er wohl bunt in Szene setzen, eventuell auch an die Vergangenheit und die frühere Bedeutung dieses Gebäudes für die Stadt Delmenhorst erinnern.

Extrem scharfe Bilder

„Urbanscreen“ ist in der Lage, solche Bilder gestochen scharf auf Fassaden zu projizieren. In Delmenhorst we
„Urbanscreen“ ist in der Lage, solche Bilder gestochen scharf auf Fassaden zu projizieren. In Delmenhorst werden das Ex-Hertie-Haus und das Douglas-Gebäude angestrahlt.

Weil die Fassade aber groß ist, soll ein zweiter Projektor ein paar Häuser weiter aufgestellt werden, im Bereich der Schauburg-Passage. Die Dia-Projektoren liefern so scharfe Bilder, dass auf den Fassaden keine Pixel zu erkennen sind, verspricht "Urbanscreen". Dazu haben sie verschiedene Objektive, etwa ein Weitwinkelobjektiv, die sie ausprobieren können. Denn die Entfernung zwischen dem Projektor und der Fassade spielt eine wichtige Rolle und entscheidet, wie groß die Projektion letztlich ausfallen wird und welche Gebäudeteile angestrahlt werden können. "Urbanscreen" hat in der intensiven Auseinandersetzung mit der Architektur-Inszenierung nach eigenen Angaben "ein Verfahren zur passgenauen Projektion entwickelt und dieses auf den Namen ,Lumentektur’ getauft." Dabei wird mit Hilfe einer exakten Vermessung das Bild der Fassadenstruktur sehr genau angepasst. Die Großbildprojektion auf urbane Oberflächen sind demnach maßgeschneidert. Seit dem Jahr 2004 produziert "Urbanscreen", die Firma war als Kunst-Verein gestartet, Medienkonzepte für den öffentlichen Raum. Wichtig ist den Machern dabei der direkte Bezug zu den Gebäudefassaden, ihrer Bedeutung, ihrer Umgebung.

Daher einigten sich Majo Ussat und Heinz Bußmann darauf, dass ein symbolisches Band gespannt werden soll zwischen den beiden auserwählten Gebäuden – die die Wege zum einen und zum anderen Ende des Stadtfestes weisen. Allerdings bekommt es "Urbanscreen" mit zwei Hausfassaden zu tun, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Denn die fast weiße, von vielen Bögen und Fenstern unterbrochene Front des Gebäudes, in dem die Parfümerie beheimatet ist, verlangt vom Künstler eine ganz andere Herangehensweise. Wie Majo Ussat erläutert, "ist es wichtig, dass wir den Blickwinkel kennen, aus dem unsere Projektoren die Gebäude anstrahlen". Daher liebäugelte das Trio während des Rundgangs mit den Räumen des ehemaligen "Stadtkiekers", um von oben die Douglas-Front anstrahlen zu können.

Heinz Bußmann freut sich darauf, den Delmenhorstern und Stadtfest-Gästen von außerhalb die "perfekte Illusion" auf zwei bekannten Fassaden zeigen zu können. Denn Derartiges gab es hier noch nicht. Und es sucht auch in der Welt seinesgleichen, nicht umsonst hat das Bremer Kreativbüro vor zwei Jahren einen Silbernen Löwen beim Weltfestival der Werbebranche in Cannes gewonnen. Und nicht umsonst soll "Urbanscreen" in Sydney schließlich eines der spektakulärsten Gebäude der Welt illuminieren.

Kinder imitieren ihre Idole

Mini-Playback-Show beim Stadtfest / Jury bewertet Auftritte

Delmenhorst. Was haben die niederländische Fernsehmoderatorin Marijke Amado und Stadtfest-Macher Heinz Bußmann gemeinsam? Die Frisur sicher nicht. Aber beide bieten Kindern eine Bühne und die Chance, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Während Marijke Amado in den 90ern einem breiten Fernsehpublikum fast ein Jahrzehnt lang die Mini-Playback-Show präsentiert hat, wird es Bußmann ihr einen Nachmittag lang nachmachen. Auf der Bühne vor dem Rathaus, die neuerdings "Delbus-Bühne" heißt, können interessierte Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren am Sonnabend, 9. Juni, ab 15.30 Uhr auftreten und ihre Lieblingsstars imitieren. "Alles sollte möglichst nah am Original sein", sagt Heinz Bußmann, der damit synchrone Lippenbewegungen, Körperbewegungen und Entertainment sowie natürlich das Outfit meint. Wie er ankündigt, wird eine "kompetente Jury" die Auftritte der kleinen Stars bewerten. Dabei können die Kleinen auch etwas gewinnen. So bekommen die besten zehn Imitatoren jeweils zwei Freikarten für die Grafttherme. Und für die besten drei Auftritte gibt es noch mal Einkaufsgutscheine oben drauf: Der Intersport Sporthof hat 100 Euro für den Erstplatzierten, 50 Euro für den Zweiten und einen Gutschein über 25 Euro für den drittplatzierten Teilnehmer ausgelobt.

Eine vorherige Anmeldung der Kinder ist notwendig, sie geht an Heinz Bußmann, der unter der Telefonnummer 04221/ 121100 oder per E-Mail an hb@cityspektakel.de zu erreichen ist.



Bisher 0 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben »

Die Sportmeldungen aus der Region
Anzeige

WESER-KURIER Kundenservice

Wetter - Samstag, 25. Mai

Temperatur: 12 °C / 8 °C
Vormittag: /wetterkontor/images/wr/50/Regenschauer.png Nachmittag: /wetterkontor/images/wr/50/Regen.png
  Niederschlagswahrscheinlichkeit: 60 %
Das Wetter wird präsentiert von
Leserkommentare
svwhesse2 am 24.05.2013 19:35
@Paulchen 77

vielen Dank für deinen Kommentar. Genauso sehe ich das auch!!
Netzorath am 24.05.2013 19:13
@adagiobarber

Es hält sich aber weiterhin das Gerücht, Scholl habe hier etwas gekauft und komme zu Werder. Für die Jugendarbeit, als ...
Stadtplan
 
Dauerstreit um Bremer Diskothek
Streit um das Stubu
Leichenfund in Lesumbrok
Todesopfer stammt aus Syke
Gewoba meldet sinkenden Leerstand
Wohnen in Bremerhaven beliebter
Gruppe junger Akrobaten präsentiert in ...
Das Publikum hält den Atem an
Polizei Bremen
31-Jähriger Bremer muss in Haft
 
Streit um Besoldung
Polizeigewerkschaft sagt Senatsempfang ...
Dauerstreit um Bremer Diskothek
Streit um das Stubu
Ungarn
Orban brüskiert Deutschland mit ...
Findorffer beobachten voller Interesse ...
Otwiaska: Alltag kehrt zurück
Neuer Betreiber gefunden
Dorint-Kette übernimmt Park Hotel