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Organisatoren des Hasbruchtags freuen sich über perfektes Ausflugswetter und knapp 400 Teilnehmer Familienfest für Naturfreunde

26.08.2013 0 Kommentare
Die THW-Jugend nahm gestern zum ersten Mal am Hasbruchtag teil. Hier lässt sich die fünfjährige Charlotte retten. Insges © Ingo Möllers
Die THW-Jugend nahm gestern zum ersten Mal am Hasbruchtag teil. Hier lässt sich die fünfjährige Charlotte retten. Insgesamt freuten sich die Organisatoren gestern bei bestem Ausflugswetter über guten Zuspruch. Fast 500 Menschenwaren in den Wald gekommen, um an den verschiedenen Aktionen teilzunehmen.

Ganderkesee. Ganderkesees Alt-Bürgermeister Gerold Sprung sah sich beim gestrigen Hasbruchtag an die Anfänge seiner Verwaltungszeit im Einwohnermeldeamt zurückversetzt: "Immer locker aus dem Handgelenk stempeln", habe es damals geheißen. Gestern nun war die praktische Arbeit am Stempelkissen erneut gefragt, denn Sprung stempelte am Ziel nicht nur mehrere hundert Frösche in die Laufzettel der Teilnehmer, sondern trug anschließend auch akribisch und in Schönschrift die entsprechenden Namen in die Urkunden ein. Lediglich seine Unterschrift als Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Hasbruch war auf den Erfolgsnachweisen bereits vorgedruckt.

Trotz starker Veranstaltungskonkurrenz – unter anderem Hökermarkt in Hasbergen, Gemeindefeuerwehrtag und Landtage Nord – nutzten den Aktionstag gestern bei bestem Wanderwetter knapp 400 Bürger für einen Ausflug in den Hasbruch. "Bei der fünften Auflage sind wir inzwischen selbstbewusst genug zu sagen: Der Tag hat sich als eigenständige Veranstaltung bewährt", sagte Sprung. Gerade mit den Landtagen Nord habe es in der Vergangenheit bereits des öfteren Überschneidungen gegeben.

Hans Fingerhut, Vorsitzender der örtlichen NABU-Gruppe, freute sich vor allem über das gute Wetter. "Im Vorjahr und vor zwei Jahren hatten wir mindestens einen ordentlichen Regenguss. Aber heute stimmt einfach alles", sagte er. Der NABU präsentierte sich an der Jagdhütte mit einer Ausstellung von Nistkästen.

Der neunjährige Bjarne Brinkmann aus Ganderkesee war um 10.18 Uhr der Erste, der den Organisatoren einen mit fünf Stempeln gefüllten Laufzettel präsentierte. Um die zu erhalten, mussten die Teilnehmer, die von Vielstedt, Falkenburg oder Bookholzberg aus starten konnten, einen dreieinhalb Kilometer langen Weg zurücklegen und dabei verschiedene Aufgaben lösen – etwa Rinden den richtigen Bäumen zuordnen oder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW), die erstmals auf dem Hasbruchtag vertreten war, hatte einen sogenannten Trümmersteg über die Brookbäke gebaut. "Normalerweise kommt so eine Konstruktion in Erdbeben- oder Katastrophengebieten zum Einsatz, damit die Helfer nicht direkt durch die Trümmer klettern müssen", erklärte Max Kühlhorst von der THW-Jugend. Am Stand der Niedersächsischen Landesforsten erklärte deren Sprecher Rainer Städing unter anderem, dass in einem Naturschutzgebiet wie dem Hasbruch so ziemlich alles verboten sei. Streng genommen sei es sogar verboten, Pilze zu sammeln, und wenn die Landesforsten im Rahmen von waldpädagogischen Aktionen einmal die Wege verlassen wollten, dann bräuchten auch sie dafür eine Ausnahmegenehmigung.

Erstmals war auch das Deutsche Rote Kreuz beim Hasbruchtag vertreten. Hintergrund sei der Unfall am Rande des Hasbruchsingens im Mai gewesen, erklärte Anke Fink-Heinemann aus dem Organisationsteam. Damals hatte ein beteiligter Sänger einen Herzanfall erlitten und war später gestorben. "So etwas möchten wir hier natürlich nicht erleben", sagte Fink-Heinemann.

Nach Auskunft der Organisatoren waren rund 50 Helfer im Einsatz. 42 Kuchen hatten die Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Hasbruch gebacken, die am Ende des Tages auch weitgehend verzehrt waren. Doch Sprung wollte den Aktionstag nicht allein an Zahlen messen: "Es geht uns nicht darum, Rekorde zu brechen. Der Hasbruchtag soll auch in Zukunft ein gemütliches Familienfest bleiben", sagte er.


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Leserkommentare
HeidiD am 23.11.2014 13:28
Bis zum Schluss also werden die Almosen aus dem Fonds Heimerziehung zu "Entschädigungen" umgelogen! Das ist schändlich und die Presse macht sich ...
alterwaller am 23.11.2014 10:39
@stimmederwahrheit und @tommi24

Vielleicht noch mehr Druck machen ? So wie Herr Braune ? Vielleicht hilft ein Artikel in der Bild ? ...